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Das jüdische Echo · 1931-03-20 · 12 (20.3.1931) · p. Seite 187

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
18 (1931)
Issue
12 (20.3.1931)
Date
1931-03-20
Page
Seite 187 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 12 Das Jüdische Echo 187 Wir sind daher gezwungen, Maßnahmen zu treffen, um den Zustrom zur medizinischen Fakultät seitens der Ausländer einzudämmen. Wir müssen zu dem Zwecke ein Gesetz schaffen, unter dessen Bestimmungen auch die rumänischen Studenten fallen werden. Wir würden sehr gerne die bisherige Bevorzugung der rumänischen Studenten weiter aufrechterhalten. Aber dies ist leider nicht möglich. Wir haben diese 436 Studenten nach ihrer Herkunft klassifiziert und festgestellt, daß 20 Prozent derselben aus den neuen Provinzen stammen. 8 5 Prozent der Gesamtzahl dieser Studenten sind jüdischer Konfession. Es ist uns mitgeteilt worden, daß ein Großteil dieser jüdischen Studenten keine rumänischen Staatsbürger sind, nicht das Wahlrecht besitzen und auch keinen Militärdienst geleistet haben. Ist dies richtig? Wenn dem so ist, würde es uns sehr leicht fallen, den erwähnten Studenten die Inskribierung zu verweigern. Die rumänische Gesandtschaft in Paris hat uns diese Angaben nicht bestätigt. Uns bleibt demnach kein anderer Ausweg übrig, als den Numerus clausus für jene ausländischen Studenten einzuführen, die ein französisches Staatsdiplom beanspruchen. Nach Einführung dieser Maßnahme werden bloß 20 bis 30 rumänische Studenten an der Pariser medizinischen Fakultät aufgenommen werden. Zwecks Auswahl dieser Studenten macht die Pariser medizinische Fakultät den Vorschlag, daß eine rumänisch-französische Kommission eingesetzt werde, die aus einem Vertreter der Pariser rumänischen Gesandtschaft sowie mehreren Professoren der Pariser und der Bukarester medizinischen Fakultät bestehen soll. Diese Zuschrift ist vom Leiter der Pariser medizinischen Fakultät, Professor Balthazar, unterzeichnet. Die Bukarester medizinische Fakultät übermittelte diese Zuschrift dem Unterrichtsminister Costachescu. Der Unterrichtsminister erledigte diese Zuschrift in dem Sinne, daß der Numerus clausus-Vorschlag und die Einsetzung einer gemischten Kommission für die Auswahl der rumänischen Studenten akzeptiert werden. Diese Maßnahme der Pariser medizinischen Fakultät hat in Kreisen der Eltern der betroffenen Studenten größte Bestürzung ausgelöst. D’Avigdor Goldsmid tritt demnächst von der Leitung des Board of Deputies zurück London, 9. März. (JTA.) In einer am 8. März abgehaltenen Sitzung der Anglo Jewish Association stellte der Präsident dieser Vereinigung Leonard G. Montefiore den Antrag, das Übereinkommen mit dem Board of Deputies bezüglich gemeinsamer Bildung des Joint Foreign Committee durch die beiden Organisationen auf weitere drei Jahre vom Mai 1931 angefangen zu verlängern. Bei dieser Gelegenheit gab Leonard G. Montefiore bekannt, daß der gegenwärtige Präsident des Board of Deputies O. E. d’Avigdor Goldsmid bei den in wenigen Wochen stattfindenden Neuwahlen des Präsidiums des Board nicht mehr zu kandidieren gedenke. Zur Stellung der Religion im jüdischen Leben Palästinas Jerusalem, 9. März. (JTA.) Chiefrabbi Kook veröffentlicht im „Doar Hayom“ eine Erklärung, in der er schärfstens gegen die „anmaßende Haltung“, die einzelne Mitglieder der jüdischen Nationalversammlung im Verlauf der letzten Tagung der Assefath Haniwcharim gegenüber der jüdischen Religion an den Tag gelegt haben, protestiert. Der Chief Rabbi fordert, daß der Waad Leumi durch eigene Bestimmungen Vorsorge dafür treffe, daß derartige agressive Entgleisungen in Zukunft vermieden werden. Die dringendste Aufgabe sei es, sich auf solche Maßnahmen zu konzentrieren, „durch deren Anwendung wir mit vereinten Kräften die Krise überwinden und eine geschlossene Front bilden können“. Der Protest Chief Rabbi Kooks richtet sich gegen gewisse Äußerungen der Vertreter der Arbeiterpartei Remez und Dr. Arlosoroff und deckt sich im wesentlichen mit einem noch während der Tagung der Assefah von den Vertretern des Misrachi erhobenen Protest. Vorbeugungsmaßnahmen gegen religiöse Unruhen anläßlich der Ostern in Palästina London, 10. März. (JTA.) Im Unterhaus stellte der der Arbeiterpartei angehörende Abg. von Acton G. F. Shillakor an die Regierung die Anfrage, ob sie ihre Aufmerksamkeit der Gefahr religiöser Unruhen in Jerusalem zur Osterzeit zugewendet habe, und welche Schritte sie zu unternehmen gedenke, um Aufruhr und Störungen der öffentlichen Ordnung zu verhindern. Unterstaatssekretär Dr. Drummond Shiels erwiderte, das Kolonialamt habe sich mit dieser Frage nicht speziell befaßt, doch würden die lokalen Behörden alle erforderlichen Vorbeugungsmaßnahmen treffen. Strafverfahren gegen den verantwortlichen Redakteur von „Felestin“ eingestellt Jerusalem, 13. März. (JTA.) Das gegen den Herausgeber der arabischen Tageszeitung „Felestin“ Issa el Issa wegen Veröffentlichung einer Notiz, in der die Blutbeschuldigung gegen die Juden ausgesprochen wurde, eingeleitete Strafverfahren wurde eingestellt. Issa el Issa hatte sich damit verantwortet, daß er die Notiz vor ihrer Drucklegung nicht gelesen habe und daß die Veröffentlichung ohne böse Absicht erfolgt sei. Die Richtigkeit seiner Angaben wurde durch Zeugen bestätigt. Die Bekanntgabe der Einstellung des Verfahrens wurde von dem zahlreichen arabischen Auditorium mit Beifall aufgenommen. „Felestin“ bleibt bis auf weiteres verboten. Wettbewerb für ein Verlagszeichen des Universitätsverlags Jerusalem, 11. März. (JTA.) Der Verlag für die Herausgabe der Publikationen der Hebräischen Universität in Jerusalem hat ein Preisausschreiben erlassen, um Entwürfe für ein Verlagsabzeichen zu erlangen. An dem Wettbewerb können auch im Ausland wohnhafte Graphiker teilnehmen. Dev Verlag (Jerusalem, P. O. B. 349), teilt auf Verlangen Einzelheiten der Ausschreibung mit. Die Übertragung des palästinensischen Schulwerks an den Jischuw Jerusalem, 12. März. (JTA.) Wie die Jüdische Telegraphen-Agentur erfährt, wird die Übergabe des hebräischen Schulwesens aus der Verwaltung der Jewish Agency in die des Jischuw etappenweise vorgenommen werden. Zunächst sollen die Kindergärten, womöglich schon zu Beginn des nächsten Schuljahres, der Verwaltung der lokalen Behörden unterstellt werden. Die gegenwärtige Subvention der Exekutive in der Höhe

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