Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 18 (1931)
- Issue
- 6 (6.2.1931)
- Date
- 1931-02-06
- Page
- Seite 93 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9072829-9103087-9176158--11494-9083565- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Nr. 6 93 Das Jüdische Echo Der KJV-Kurs besinnet während des Wintersemesters 19291/30, vom 27. November 1929 bis 26. Februar 1930. Aus der allgemeinen Besuchsstatislik gehl hervor, daß insgesamt lü'3/* Wochenslunden erteilt, die von insgesamt 95 Schülern besucht wurden. Davon waren 50 Neueintretende und 45 Schüler aus der vorigen Lehrzeit. Während der Berichtsperiode wurden insgesamt 336 Unterrichtsstunden abgehallen, an denen insgesamt 1425 Schüler, 1144 Erwachsene und 281 Kinder teilnahmen, so daß die durchschnittliche Zahl der Besucher 4.2 Personen war. Die Finanzierung erfolgte aus den Eingängen der Schulgelder und der Subvention der Israelitischen Kultusgemeinde. Lehrstoff K urs I Lesen, Schreiben und Konversation nach dem Buche „Einführung in das Hebräisch der Gegenwart“ von J. Bornstein; Grundlagen der Grammatik; freie Konversation auf Grund des aus dem Buche von Bornstein angeeigneten Wortschatzes. Kurs II Lesen, Schreiben und Konversation nach dem Lehrbuch von Bornstein, und zwar nach den Lektionen 16—20. Wiederholung der ersten 15 Lektionen; grammatikalische Übungen; die ersten zwei Kapitel des Buches Buth; ausführliche Behandlung dessen Wörter und grammatikalischen Formen. Kurs 11 I/I V Ausgewählle Abschnitte aus der neuhebräischen Literatur nach dem Buche „Perockim Rischonim“ von J. Fichmann in Kurs III und nach „Sefer Haadam“, desselben Autors in Kurs IV. Besprechung der betreffenden Dichter oder Schriftsteller. Nach der Vereinigung der beiden Kurse nach dem Buche „Sefer Haadam“ gearbeitet. Gelesen wurden J. L. Perez, Schalom Alechem, Steinberg, Bialik, J. Fichmann. Übersetzungen aus dem Deutschen ins Hebräische. Freie Konversation. Die hebräische Zeitschrift „Hagescher“. Kurs V Ausgewählle Abschnitte aus der neuhebräischen Literatur nach dem Buche: „Laschon Wasefer“ von J. Fichmann. Teil IV: Perez, Bialik, Berditschewsky, Schalom Alechem, Schalom Asch, Tschernichowsky. Übersetzungen, „Hagescher“, Konversation. K inderkurs I Lesen, Schreiben und Konversation nach „Alef Beth“ von J. Fichmann. Hebräische Volkslieder. Kinderkurs II „Prosdor“ von J. Fichmann; grammatikalische Übungen, Konversation, Diktate. Kinderkurs III „Laschon Wasefer“, I. Teil von J. Fichmann; Grundlagen der Grammatik; Konversation; Übersetzungen aus dem Deutschen ins Hebräische. Bibelkurs Anfang des 2. Buches Moses. J e s a i a Kurs Die ersten 12 Kapitel von Jesaja mit philologischen Erklärungen und Bemerkungen aus der Jüdischen Geschichte. G r a m in a l i k der hebräischen Sprache, Lehrbuch mit Übungen von Abraham K a - ha na, Tel-Awiw 5691, Verlag Mekorol. Abraham Kahana ist schon seit langem in der jüdischen Welt als Wissenschaftler bekannt. Große Aufmerksamkeit erregten die wissenschaftlichen Kommentare zu den Büchern der Bibel, die unter seiner Redaktion erscheinen. Die soeben erschienene Grammatik ist ein nach den neuen Ergebnissen der Philologie wissenschaftlich begründetes und leicht verständliches Lehrbuch. Sehr zu begrüßen ist, daß der Verfasser im Gegensatz zu anderen hebräischen Grammatikern, das Zeitwort vor dem Hauptwort behandelt und ' dadurch die Eigenschaft der hebräischen Sprache, ihr auf das Zeitwort gegründetes Drei-Vokal- Syslem völlig geklärt und bei dem Hauptwort viele Schwierigkeiten beseitigt hat. Die Übungen im Buch, aus Bibel, Mischna und Hagada entnommen, sind glücklich gewählt. Ohne auf Einzelheiten des Buches näher einzugehen, sei nur bemerkt, daß bedauerlicherweise die fremdartigen Formen der Bihel nicht berücksichtigt werden. Die sorgfältige Ausstattung des Werkes zeigt, daß man sich in Palästina auch Verständnis für Buchherstellung, für Druck und Papier angeeignet hat. A. P. M e g i 1 o t h , Verlag Omanut, Tel-Awiw, unter Beteiligung des Rates der zionistischen Exekutive für Erziehungswesen in Palästina. Der gemeinsamen Arbeit des Rates für Erziehungswesen in Palästina und des Verlages Omanut in Tel-Awiw ist es zu danken, daß in letzter Zeit eine Reihe von Broschüren unter dem Namen „M e g i 1 o t h“ in Hebräisch erscheint. An der Herausgabe beteiligen sich über fünfzig Lehrer der verschiedensten Fächer. Diele Megiloth-Bibliothek enthält: Apokryphen, Mischna und Talmud, Religionsbücher, Literatur des Mittelalters sowie der Neuzeit, Geschichte, Geographie und Naturkunde. In viele kleine Hefte eingeteilt, von denen jedes für sich etwas Ganzes enthält, sind die Megiloth geeignet zu Lehr- und Lesezwecken sowohl tür Erwachsene als auch für Kinder. Für Palästina wie für den Galulh und für alle Altersstufen geeignet, besitzt diese Sammlung gegenüber Lehrbüchern eine Reihe von Vorteilen. Durch die Kürze der Broschüre wird man nicht für lange Zeit an ein und denselben Lehrstoff gebunden; weiter besteht die Möglichkeit, verschiedenartige Lehr- und Lesestoffe zu wählen, die ein Lehrbuch in der Regel nicht enthält, schließlich ist das Einzelheft besonders billig. Die Schrift ist deutlich, alle Broschüren sind punktiert und teilweise hübsch illustriert. Mit dieser Megiloth-Bibliothek beginnt wirklich eine neue Ära in der hebräischen pädagogischen Literatur. Allen jüdischen Menschen in Deutschland, die sich mit Hebräisch und der jüdischen Kultur überhaupt befassen, sei sie aufs wärmste empfohlen. Genaue Auskunft erteilt gerne A. Percikowitsch, jeden Mittwoch von 3 bis 4 Uhr in seiner Sprechstunde, Herzog-Rudolf-Straße 1. W a r d a , Roman in drei Teilen von G. Eher s, ins Hebräische übersetzt von Sch. Ilerberg, Verlag Omanuth, Tel-Awiw. Dieses Buch, eines der besten Werke von Ebers, das nach wissenschaftlichen Quellen verfaßt ist, schildert das Leben eines alten Kulturvolkes, der Ägypter vor 3000 Jahren. Das ägyptische Volk, seine Nachbarn, die Wüste und vor allem die hohe Kaste der Priester und wie sie das gläubige Volk ausniitzl,. wird meisterhaft geschildert. Zu dieser Zeit entsteht in der Wüste der Monotheismus, der für damals neue Gedanke des einzigen Gottes. Dem gewaltigen Moses gelingt es aus zersplitterten Stämmen ein einziges Volk zu machen und diesem den Glauben an den einzigen Gott zu geben. Es ist zu begrüßen, daß es endlich unternommen wurde und gelungen ist, einen Roman, dessen