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Das jüdische Echo · 1929-11-15 · 46 (15.11.1929) · p. Seite 682

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
46 (15.11.1929)
Date
1929-11-15
Page
Seite 682 (sequence 6)
Language
German
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682 Das Jüdische Echo Nr. 46 autos mit ihren 98 Mann starken Besatzungen früher in Jerusalem eingetroffen, die Unruhen wären verhütet worden. Auf weiteres Befragen sagte Captain Playfair, er erinnere sich nicht, daß man ihn bezüglich der Entwaffnung britischer Juden um Rat gefragt hätte. Unter allgemeiner Spannung begann nun die Aussage von Brigade-General Dobbie, der am 26. August den Oberbefehl über die Truppen in Palästina übernahm, bis er später vom Vizemarschall der Luftstreitkräfte, Dowding, abgelöst wurde. Er sagte aus, daß das Hauptquartier ihn aus Ägypten nach Palästina entsandte. Er habe eigentlich nie genug Truppen gehabt, um der Situation entsprechend zu begegnen. Seine Truppen waren überanstrengt. Er glaubte auch Grund zu haben, ernste Befürchtungen hinsichtlich Transjordanien zu hegen. Er erinnere sich nicht, einer jüdischen Abordnung in Anwesenheit von Herrn Luke gesagt zu haben, daß er über genügend Truppen verfüge, um jeder Situation begegnen zu können. Sir Boyd fragte General Dobbie, warum die Forderung der jüdischen Kolonisten, ihnen Waffen zur Selbstverteidigung auszuhändigen, zurückgewiesen wurde. Dobbie gab darauf keine Antwort, sondern sagte nur: Es ist mir nicht im Traume eingefallen, daß ich alle Kolonien im Norden schützen könnte. Sir Boyd Merriman: Warum sandten Sie die Truppen nach Safed erst am Nachmittag und nicht schon am Vormittag? General Dobbie: Ich hätte möglicherweise anders gehandelt, wenn ich damals gewußt hätte, was ich heute weiß. Am Freitag, dem 8. November, fand keine Sitzung der Kommission statt. Die Mitglieder der Kommission setzten an diesem Täge die Reise durch die betroffenen Orte fort und besuchten Tel-Awiw, Jaffa, Hulda, Beer Tuviah und Artuff. Nachrichten aus Palästina Ruhe in Jerusalem — Nachtverkehr gestattet Jerusalem, 11. November. (JTA.) In Jerusalem kam es seit einigen Tagen zu keinerlei Zwischenfällen mehr. Die Regierung gestattet von heute ab den Straßenverkehr die ganze Nacht hindurch. (Nach dem Ausbruch der Unruhen war der Verkehr nur bis 6 Uhr abends, später bis 11 Uhr abends gestattet.) Araber plündern eine Siedlung im Emek Jerusalem, 10. November. (JTA.) In der Nacht zum 8. November drangen arabische Plünderer in die jüdische Arbeitersiedlung Mizra in der Nähe von Afuleh im Tale Jezreel ein und gaben eine Anzahl Schüsse ab,»die niemand trafen. Die Plünderer führten neun Kühe mit sich fort. Als das herbeigerufene Militär in der Siedlung eintraf, war von den Plünderern keine Spur mehr zu finden. Die hebräische Presse in Palästina unter Druck Jerusalem, 7. November. (JTA.) Die hebräische Tageszeitung „Haaretz“, die gleich „Davar“, der Zeitung der jüdischen Arbeiterschaft, die polizeiliche ^Schwarze Liste“ abdruckte, hat, als sie von der "Unterdrückung des „Davar“ Kenntnis erhielt, die gesamte Auflage der Nummer, die die Liste enthielt, einstampfen lassen, um nicht ebenfalls der Suspendierung zu verfallen. Die dritte hebräische Tageszeitung, ,.Doar Hayom“, erhielt wegen Veröffentlichung eines Aufsatzes, der ein anderes Thema behandelte, von der Behörde eine Verwarnung mit dem Bemerken, daß die Zeitung, wenn sich ein ähnlicher Fall wiederholt, unterdrückt werden wird. Das Organ der arabischen Exekutive bestraft Jerusalem, 7. November. (JTA.) Dem Organ der arabischen Exekutive, der Zeitung „Felestin“, wurde wegen Verbreitung falscher Nachrichten eine Geldbuße von £ 30 auferlegt. Spaltung zwischen der arabischen Exekutive und dem Obersten Moslemitischen Rat Jerusalem, 5. November. (JTA.) Die seit einiger Zeit bestehenden Unstimmigkeiten zwischen der palästinensisch-arabischen Exekutive und dem Moslemitischen Obersten Rat haben sich zu einem offenen Konflikt entwickelt, der in separatistischen Aktionen seinen Ausdruck findet. Moghanan Effendi, einer der Sekretäre der arabischen Exekutive, nimmt öffentlich gegen Jamal El Husseini, der ebenfalls Sekretär der Exekutive und gleichzeitig Sekretär des Moslemitischen Obersten Rates ist, Stellung, weil er sich nach London nicht im Namen der Exekutive, sondern im Namen des Moslemitenrates zu einer Mission begeben hat. Auch von anderer arabischer und nationalistischer Seite wird geklagt, daß der Moslemitenrat unter Führung des Groß-Mufti über den Kopf der Exekutive hinweg Aktionen macht. Jamal Husseini ist ein Neffe des Groß-Mufti Hajamin el Husseini. SCHOKOLADE-PRALINEN GOLD

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