Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 42 (18.10.1929)
- Date
- 1929-10-18
- Page
- Seite 631 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 42 Das Jüdische Echo 631 I Friedrich Hahn ■ Feinkost und Lebensmittel I München, Theatinerstraße 48, Telephonruf Nr. 24421 I Freie Zusendung ins Haus IIIIIIIII1IIIU1UIIIIIUIUIIII1IUIIIIIIIIIIIII1 Leonard Cohen Präsident, Salomon Reinach Vizepräsident der JCA Paris, 9. Oktober. (JTA.) Nachdem der Conseil der Jewish Colonisation Association (JCA) den durch das Ableben Franz Philippsons frei gewordenen Posten eines Präsidenten der JCA durch die Wahl des Herrn Leonard Cohen, des früheren langjährigen Präsidenten des Londoner Board of Guardians, neu besetzt hat, ist nunmehr auch der Posten des Vizepräsidenten, den bisher Herr Cohen bekleidet hatte, neu besetzt worden. Zum Vizepräsidenten wurde Professor Salomon Reinach gewählt. Professor Salomon Reinach, ein Bruder des bekannten Staatsmannes Joseph Reinach und des vor kurzem verstorbenen Gelehrten Theodor Reinach, wurde 1858 in St. Germain-en-Laye geboren. Er ist ein berühmter Archäologe, Mitglied der Academie des Inscriptions, seit vielen Jahren Offizier des Ordens der Ehrenlegion und oberster Leiter des National-Museums zu St. Germain. Er ist Vizepräsident des Zentralkomitees der Alliance Israelite Universelle und schon seit den Zeiten des Baron Hirsch Mitglied des Conseil der JCA. Er war wiederholt zum Präsidenten der Societe des Etudes Juives gewählt worden und hat eine große Anzahl von Aufsätzen zur Geschichte der Juden geschrieben. Vizegouverneur Herbert Lehman und Felix M. Warburg in der Exekutive des American Jewish Committee New York, 10. Oktober. (JTA.) Der Vizegouverneur des Staates New York, Herbert H. Lehman, Herr Felix M. Warburg und der Richter Benjamin Cardoza haben sich bereit erklärt, in die Exekutive des vom verstorbenen Louis Marshall begründeten American Jewish Committee, das sich für Rechte, Ehre und Interessen der Judenschaft in Amerika und in der ganzen Welt einsetzt, einzutreten. Die Jahresversammlung des Komitees wird am 10. November abgehalten werden. Gemeinden-u. Vereins-Echo Konzert Yehudi Menuhin Das Wunderbare — hier ward’s Ereignis. Man weiß nicht, was man an diesem 13jährigen Künstler mehr bewundern soll, den meisterhaften edlen Ton, die erstaunliche Reife der musikalischen Auffassung, die schlechthin vollendete Technik. — Die Geige singt und jubelt unter seinen Händen. Der junge Künstler bewies schon durch die Wahl seines Programms hochkultivierten Geschmack; er spielte mit unerhörtem Schwung und einer absolut genialen Musikalität die Sonate in D von Beethoven (Op. 12) und die äußerst schwierige Solo- Sonate in C-Dur von Bach. Mit der Wiedergabe des Konzertes in A-Moll von Dvorak bewies Menuhin, daß er den größten lebenden Geigern sich würdig zur Seite stellen kann. Beglückend und ergreifend die Jugend, Gesundheit und Schlichtheit des Auftretens. Alles kommt mühelos, ungequält, selbstverständlich. Dem in hellen Scharen gekommenen Münchener Publikum, das die Tonhalle bis zum letzten Platz füllte, schenkte der geniale liebe Junge viele Zugaben. Der Beifall war begeistert. Am Flügel war Hubert Giesen ein feinsinniger Begleiter. — Man wird den beglükkenden Abend nicht vergessen und kann nur wünschen, daß uns bald wieder Gelegenheit gegeben wird, Yehudi Menuhin — der übrigens in Palästina geboren ist — wieder in München zu hören. R. Gü. Gastspiel der „Habima“ Das von der Leitung der Kammerspiele für die Zeit vom 11. bis 17. November angekündigte Gastspiel der augenblicklich große Triumphe in Italien feiernden „Habima“ wird in München nicht weniger als drei Erstaufführungen bringen. Am Montag, 11. November, gelangt „Davids Krone“ nach Calderon zur Aufführung, am Dienstag, dem 12. November, „Der Schatz“ von Schalom Alejchem, am Mittwoch, dem 13. November, „Jaakobs J raum“ von R. Beer-Hofmann, das gewiß besonderem Interesse begegnen wird. Der weitere Spielplan sieht neben je einer Wiederholung von „Davids Krone“ und „Der Schatz“ auch Aufführungen des „Ewigen Juden“, des „Golem“ und des „Dybuk“ vor. Zur Erleichterung der Kartenbesorgung wurden Subskriptions-' und Vorverkaufsstellen in der Ewer-Buchhandlung, Ottostraße 2, und in der Zionistischen Ortsgruppe, Herzog-Rudolf-Straße 1 (nur von 4 bis 6 Uhr nachmittags), eingerichtet. Es wird sich empfehlen, möglichst bald und zahlreich von diesen Möglichkeiten der Kartenbeschaffung Gebrauch zu machen. Siehe auch die Anzeige in dieser Nummer! Jungzionistischer Arbeitskreis München. Die erste Veranstaltung des Jungzionistischen Arbeitskreises findet Mittwoch, 23. Oktober, abends 8.30 Uhr, im Heim des K.J.V., St.-Anna-Straße 6, statt. Die geplante Aussprache über zionistische Grundfragen wird durch ein Referat von Frl. Erna Kissinger über „J udenfrage und Zionismus“ und durch ein Referat von Herrn Dr. Siegfried Davidson über „Der zionistische Gedanke auf Irrwege n“ eingeleitet; selbstverständlich wird im Laufe des Abends auch Gelegenheit gegeben noch einmal grundsätzlich zum Gedanken und zum Programm des Zionistischen Arbeitskreises Stellung zu nehmen, evtl. Anregungen vorzubringen. Einführung von Gästen sehr erwünscht. Hebräische Sprachkurse München. In sämtlichen bestehenden Kursen werden neue Schüler aufgenommen. Interessenten werden gebeten, sich möglichst bald im Unterrichtslokal, Herzog-Rudolf-Straße 1, von 3 bis 6 Uhr (Telephon 2 97 4 49) anzumelden. Der Stundenplan ist folgender: 1 Mo 7.30-9 Uhr Kurs V - 9-10 Uhr Kurs II - Di 5-6.15 Uhr Kin derkurs III 7.30-830 Kurs IV 8.30-9.30 Bibelkurs 9.30- 10.30 Kurs I Mi 4.15-5.15 Kinderkurs I 5.15-6.30! Kinderkurs! 11 1! 7.30-8.30 Kurs V Do 7.15-8.15 Kurs II 8.15-9.15 Kurs I 9.15—10.15 | Kurs IV j Sämtliche Kurse finden abends statt.