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Das jüdische Echo · 1929-10-18 · 42 (18.10.1929) · p. Seite 632

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
42 (18.10.1929)
Date
1929-10-18
Page
Seite 632 (sequence 17)
Language
German
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632 Nr. 42 Das Jüdische Echo Bar-Kochbas Jugend beim Herbstwaldlauf Goldfarb, Schwager und Finkei siegen im Mannschaftslauf Goldfarb Erster und Schwager Zweiter im Einzellauf Der Gau Oberbayern führte vorigen Sonntag den ausgeschriebenen Herbstwaldlauf durch. Der Lauf begann in der Menterschwaige, ging durch den Perlacher Forst wieder zur Menterschwaige. Es war ein ausgesprochenes Athletikwetter und nicht weniger als 150 Teilnehmer versammelten sich am Startplatz. Bar-Kochbas Jugendmannschaft, die sich rühmen darf, noch nie einen Kampf verloren zu haben, konnte auch diesen Wettstreit siegreich gestalten. Wer die Leichtathletik-Entwicklung verfolgt hat, die der Münchner Bar-Kochha genommen hat, darf mit diesem Erfolg der Jugendabteilung, der im ganzen Verbände ein gewaltiges Echo hervorgerufen hat, sehr zufrieden sein. — Vom Start weg gab es ein hartes Bennen. Sowohl Goldfarb als auch Schwager hatten schwer zu kämpfen, um sich an die Spitze der Läuferschar zu bringen, während Finkei nach den ersten 1000 Metern durch Seitenstechen am Weiterlaufen schwer beeinträchtigt war und abfiel. Bei den vielen Hindernissen, welche die Waldläufe mit sich bringen, war es erst möglich, daß Goldfarb bei den letzten 500 Metern klar in Front ging; er konnte in schönem Endspurt als Erster in seiner Klasse in der Zeit von 8 Minuten 10 Sekunden durch das Ziel laufen. Auch Schwager, der in seiner Klasse auf den größten Widerstand stieß, mußte am Schluß alles aus sich herausgeben, um nicht weniger schlecht abzuschneiden. Brust an Brust mit seinem Gegner in der Zeit von 7 Minuten 18 Sekunden ging er durchs Ziel. Finkei, dessen Durchlaufen der gesamten Strecke für die Wertung des Mannschaftslaufes notwendig war, wurde von den Vereinsanhängern mächtig angefeuert. Zu den letzten 100 Metern nahm er seine ganze Laufkraft zusammen. Es gelang ihm. Der von seinen Kameraden Goldfarb und Schwager erlaufene Vorsprung reichte mit seinem letzten Zusammenreißen vor dem Ziele zu einem überlegenen Siege der Mannschaft aus. Es war wieder ein großer Sieg für den Bar-Kochba und für die jüdischen Farben erfochten. L. F. Bar-Kochba, Sportabteilung. Nächsten Dienstag, nach dem Training, abends /4l0 Uhr, findet im Bestaurant Schwarz, Schlosserstraße, eine Spielerversammlung der 1. Handballmannschaft statt. Sämtliche Spieler der 1. Mannschaft haben zu erscheinen. Am Donnerstag fällt infolge von Hoschano Rabo der Waldlauf aus. Der nächste Waldlauf findet Donnerstag, 31. Oktober, abends 9 Uhr, statt. Umkleideraum ist Restaurant Paschquelle, Roecklplatz, Straßenbahnhaltestelle der Linie 30. Wegen des Sukkoth und Simchathorafestes wird das Sportplatztraining erst anfangs November wieder aufgenommen. Die Leitung. Bar-Kochba. Kaderabteilung. Der neu begonnene Unterricht ist in vollem Gange. Da sich eine große Anzahl Kinder gemeldet hat, war es notwendig, noch eine zweite Turnstunde einzuschalten. Die größeren Kinder (Abteilung I) turnen jeden Mittwoch nachmittag von 3 bis 4 Uhr, die kleineren Kinder (Abteilung II) von 4 bis 5 Uhr im Turnsaal der Jüdischen Volksschule an der Herzog-Rudolf-Straße. Es ist nicht zulässig, daß Deutsche Weuwäscherei G. FELIX BR4NDNEB * MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt nur Herren-Stärkwäsche Annahmestelle auch Jägerstr. 16 / Augsburg A. 432 vord. Lech bereits eingeteilte Kinder von der Abteilung I in der Zeit von 4 bis 5 Uhr turnen; die vorgeschriebenen Stunden müssen strikte eingehalten werden. Jüdischer Jugendverein München. Donnerstag, 24. Oktober 1929, fällt aus. — Donnerstag, 31. Oktober 1929, spricht Dr. J. Marschütz über „Rassische Grundlagen und Erneuerungsmöglichkeiten der Juden“. Nürnberg. Eröffnung des Jugendheimes der jüdischen Gemeinde. Dieses Kind hat lange auf sich warten lassen, auch ist es nicht besonders groß, aber es ist recht nett, und so freuen wir uns, daß es wenigstens da ist. Die Gemeinde eröffnete das Jugendheim mit einer kleinen Feier und der Vorsitzende der Gemeinde übergab es mit einer Ansprache der Jugend. Seitens des Jüdischen Jugendbundes erwiderte Josefsthal und dankte der Gemeinde im Namen der Jugend. Das Jugendheim umfaßt einen Vortragsaal und zwei Klubräume. Verbunden mit ihm ist ein Lesesaal, in dem die hauptsächlichsten jüdischen und einige deutsche Zeitungen aufliegen und in dem sich eine Handbibliothek befindet. Außerdem befindet sich die jüdische Gemeindebibliothek auch in den Räumen des Jugendheims und sie kommt jetzt erst an ihrem neuen Orte richtig zur Geltung. Der größte Vorzug des Heimes ist, daß es zentral liegt: gegenüber dem neuen Stadttheater in der Treustraße 7. Der zweite Stock dieses Wohnhauses ist für seine Bestimmung neu eingerichtet worden. Die Räume sind einfach und freundlich, doch wirken sie noch etwas kahl, was sich allerdings nicht so sehr bemerkbar machen wird, wenn sie gefüllt sind. Und daß sie gefüllt sein werden, daran ist wohl kaum zu zweifeln. S. H. Arbeitsgemeinschaft der Jüdischen Arbeitsnachweise Abteilung für Akademiker Berlin N 24, Auguststraße 17 Telephon: Amt Norden 7085 — 7987 und 9130 Wir suchen Anfangsstelljung für Maschinenbauer, Elektrotechniker, Chemiker. Spenden-Ausweis Münchener Spendenausweis Nr. 3 vom 9. bis 15. Otkober 1929 Rosch-Haschanah-Spenden: Gesammelt durch die Damen der Jüdischen Frauengemeinschaft: Max Landmann 75.—; Frau Halle 50.—; Frau Henny Siegel 15.—; Herr und Frau Dr. Karl Bacharach 15.—; Theo und Benno Friedmann 10.—; Frau Bankier Burff 10.—; Frau Dr. Pereies 10.—rj Frau Konsul Zeckendorf 10.—; Dr. Fritz Cohn 10.—; Max Bogopolsky 10.—; Boris Bogopolsky 10.—; Frau Julius Bloch 10.—; Dr. L. Ambrunn 10.—; Leo und Julius Satonower 6.—; Frau Nelly Fränkel 5.—; N. N. 5.—; Familie G. Sachs 5.—; Friedl Spielmann 5.—; Frau Charlotte Fränkel 5.—; N. N. 5.—; Dr. J. Ettinger 3.— 284.—. Gesammelt durch Meta Harburger: Jakob Blum 20.—; Herr und Frau Sigmund Fleischer 10.—; Familie M. Königsberg 5.—; Kaufmann 3.—; Tolziner 3.—; A. Turnheim 2.—; Kantor Lachmann 2.—; H. Weber 2.—; J. Epstein 2.—; Kulakowsky 1.—; B. Blum 1.—; Goldner 1.— 52.—.

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