Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 42 (18.10.1929)
- Date
- 1929-10-18
- Page
- Seite 628 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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628 Nr. 42 Das Jüdische Echo in Palästina, die als Wakf (unveräußerliches moslemitisclies Kirchengut) erklärt werden sollen, zu werben. Zwei jüdische Polizisten in Jerusalem entlassen, weil sie nicht unbewaffnet in arabischen Stadtvierteln Dienst tun wollten Jerusalem, 8. Oktober. (JTA.) Die zwei jüdischen Polizisten, die in Haft genommen wurden, weil sie sich weigerten, in entlegenen arabischen Vierteln Jerusalems ohne Waffen Dienst zu tun, sind heute zur Dienstentlassung verurteilt worden. Die jüdischen Polizisten hatten erklärt, es sei für sie mit ständiger Lebensgefahr verbunden, als Juden in diesen gefährlichen Gegenden ihren Dienst zu versehen, man möge ihnen erlauben, auf ihren Patrouillengängen Waffen mitzunehmen. Sie erhielten jedoch von der ihnen Vorgesetzten Polizeistelle den Bescheid, daß sie den Patrouillendienst bloß mit Stöcken bewaffnet zu versehen haben. Daraufhin erklärten sie, nicht in der Lage zu sein, den Patrouillendienst anzutreten. Eine Schenkung für das Haifaer Technikum Haifa, 10. Okt. (JTA.) Der bekannte Lodzer Industrielle, Oskar Kohn, Chef der Widzewer Manufaktur, hat dem Haifer Technikum eine Maschineneinrichtung im Werte von 30 000 Dollar zum Andenken an seinen vor einigen Monaten durch einen christlichen Angestellten der Firma getöteten Sohn Albert gestiftet. Ein Denkmal für die jüdischen Opfer in Haifa Haifa, 11. Oktober. (JTA.) Der Orden Bnei Brith in Haifa hat beschlossen, den Opfern der arabischen Unruhen in Palästina ein Denkmal zu errichten. Palestine Economic Corporation fördert Wohnhausbau Neuyork, 11. Oktober. (JTA.) Palestine Economic Corporation bestimmte 250 000 Dollar für Förderung eines Baus kleiner Wohnhäuser in den Städten Palästinas und beschloß, Schritte zu unternehmen, um weitere 750 000 Dollar für wirtschaftliche Arbeit in Palästina sicherzustellen. „Palestine Weekly“ in die Hände der Zionistischen Exekutive übergegangen Jerusalem, 10. Oktober. (JTA.) Die Zionistische Exekutive hat, wie offiziell mitgeteilt wird, die in Jerusalem in englischer Sprache er¬ Cafe Wintergarten Franz Schnabl Vollständig renoviert (mit Parkettboden) neu eröffnet Nachmittags - Konzert Abends Tanz Kapelle Jose Zangelas Zivile Preise Kein Weinzwang Kein Eintritt Tassen und Portionen Katlee werden verabreicht scheinende Wochenschrift „Palestine Weekly“, die bisher von Ithamar Ben Avi, dem Sohne von Eliezer Ben Yehuda, redigiert worden ist, erworben. Die Zeitung wird von jetzt ab unter der Kontrolle der Exekutive herausgegeben werden. Die hebräische Universitätsbibliothek im neuen Gebäude Jerusalem, 11. Oktober. (JTA.) Die Hebräische Universität ist bereits in das neue Gebäude auf dem Skopusberg übersiedelt. In den Monaten August 1928 bis Juli 1929 wurden 14187 Bücher in 20 550 Bänden neu katalogisiert. Am 1. August 1929 verfügte die Bibliothek über 164 583 Bücher in 211 492 Bänden. Weizmann besucht Palästina Jerusalem, 8. Oktober. (JTA.) Prof. Chaim Weizmann, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation und der Jewish Agency, hat hierher mitgeteilt, daß er beabsichtige, in kurzer Zeit nach Palestina zu kommen. Aus der jüdischen Welt Das deutsche Komitee Pro Palästina zum Tode des Reichsaußenministers Dr. Stresemann Berlin, 9. Oktober. (JTA.) Das Deutsche Komitee Pro Palästina hat an Frau Reichsminister Stresemann folgendes Kondolenztelegramm gesandt: „Das Präsidium des Deutschen Komitees Pro Palästina zur Förderung der jüdischen Palästina-Siedlung gestattet sich, Ihnen und Ihren Angehörigen seine wärmste Anteilnahme auszusprechen. Das Deutsche Komitee Pro Palästina, bestrebt, ein Werk zu fördern, das dem Fortschritt der Kultur und der Versöhnung der Völker dienen soll, betrauert in dem dahingegangenen großen Sohn des deutschen Vaterlandes zugleich den mutigen Vorkämpfer für Recht und Gerechtigkeit und für den wahren Frieden zwischen den Nationen.“ gez. Graf Bernstorff.“ Beileidskundgebungen der Jüdischen Gemeinde Berlin, der Reichsarbeitsgemeinschaft und des Preußischen Landesverbandes Berlin, 9. Oktober. (JTA.) Die Jüdische Gemeinde Berlin hat aus Anlaß des Ablebens des Reichsaußenministers des Auswärtigen, Dr. Stresemann, ein Kondolenzschreiben an die Reichsregierung gerichtet. Der Preußische Landesverband jüdischer Gemeinden hat an die Reichsregierung, zu Händen des Reichskanzlers, das folgende Telegramm gerichtet: „Das Hinscheiden des um das Vaterland hochverdienten Reichsaußenministers Dr. Stresemann hat auch uns mit tiefer Trauer erfüllt. Wir sprechen zugleich auch im Namen der Arbeitsgemeinschaft der jüdischen Landesverbände des Deutschen Reiches der Reichsregierung hierdurch unsere herzlichste Teilnahme aus. Preußischer Landesverband jüdischer Gemeinden.“ Repräsentant Gustav Lösser gestorben Berlin, 9. Oktober. (JTA.) Die Berliner Jüdische Gemeinde hat durch das Ableben des Repräsentanten Gustav Loesser einen schweren Verlust erlitten. Gustav Loesser, der seit einer Reihe von Jahren als Mitglied der Jüdischen Volkspartei der Gemeindeverwaltung als Repräsentant angehörte, war namentlich auf dem Gebiete der Wohlfahrtspflege tätig. Dr. Oskar Cohn 60 Jahre Berlin, 10. Oktober. (JTA.) Herr Dr. Oskar Cohn, der über Deutschland hinaus bekannte und