Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 42 (18.10.1929)
- Date
- 1929-10-18
- Page
- Seite 627 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Nr. 42 Das Jüdische Echo 627 Einen Wag en kauf enf ohne Mercedes-Benz zu prüfen, heifjt wählen ohne Mafjstab Daimler^Benz A.*G. Verkaufsstelle München P ersonenwagenverkauf: Lenbachplatz 4, Tel. 50672, 59390 Lasfwagenverlcauf und Reparaturwerlc: Dachauer Str. 112, Tel. 632 37 / 38 / 39 Leiter: D i rekto r J akob We rl i n wie mitgeteilt wird, dem Streik anschließen, so daß dadurch eine weitere Verschiebung der jetzt anhängigen Mordprozesse gegen Araber stattfinden wird. Verbot des Schofarblasens an der Klagemauer Jerusalem, 15. Oktober. (JTA.) Die Behörde hat das Schofar-Blasen an der Klagemauer am Ausgang des Jom Kippur untersagt und dabei bemerkt, daß es sich um eine nur zeitweilige einschränkende Verfügung handelt, die auf Grund des Protestes des Groß-Mufti von Jerusalem getroffen wurde. Der Groß-Mufti hat bekanntlich Protest dagegen erhoben, daß am Rosch Haschanah an der Klagemauer das Schofar-Blasen nicht unterblieb, obwohl das Blasen zum regulären Synagogengottesdienst gehört, während die Klagemauer seiner Meinung nach eine Pilgerstätte ist, an der zu weilen den Juden nicht verboten sein kann, an der sie aber reguläre Gottesdienste nicht abhalten dürfen. — Das Verbot des Schofar-Blasens durch die Behörde hat in frommen jüdischen Kreisen schmerzlich berührt; man weist darauf hin, daß diese Kulthandlung seit vielen Jahren ungestört vor sich gehen durfte. 4000 Juden beteten an der Klagemauer Jerusalem, 8. Oktober. (JTA.) Während der Rosch-Haschanahtage hatten etwa 4000 Juden ihre Neujahrsandacht an der Klagemauer verrichtet. Weder vor der Klagemauer noch an irgendeiner anderen Stelle kam es zu Zwischenfällen. Der Polizei- und Militärwachdienst war in den Feiertagen, wie schon mitgeteilt, außerordentlich verstärkt. Ein Jude in Jerusalem durch Messerstiche verwundet Jerusalem, 13. Oktober. (JTA.) Ein alter Jude mit Namen Ruba, der an einer jüdischen Schule in der Jerusalemer Altstadt angestellt ist, wurde vor einigen Tagen an einer Straße Jerusalems schwer verletzt aufgefunden; sein Körper wies einige Messerstiche auf. Er wurde ins Hospital gebracht. Von den Tätern fehlt jede Spur. Aus Kreisen der Polizei wird mitgeleilt, man sei im Besitze zuverlässiger Nachrichten, wonach die illegale Einfuhr von Waffen und Munition, die für arabische Elemente bestimmt sind, fortdauert. Häuser im Georgischen jüdischen Viertel geplündert Jerusalem, 10. Oktober. (JTA.) Im Stadtviertel der Georgischen Juden wurden zwei jüdische Häuser von Arabern geplündert. Die Georgischen Juden sehen in diesem Vorkommnis eine Bekräftigung der Tatsache, daß dieses Stadtviertel nicht genügend geschützt ist und weigern sich, der Aufforderung der Regierung zu folgen und in die verlassenen Heime zurückzukehren. Zur Erhöhung der Sicherheit der isolierten jüdischen Kolonie Kasliniah, die während der letzten Unruhen stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, siedelt die Zionistische Exekutive in dieser Kolonie 50 frühere jüdische Legionäre an, von denen jeder 100 Dunam Boden erhält. Die Palestine Jewish Colonisation Association (PICA) hat Maßnahmen zur Ansiedlung von 15 früheren Legionären in der Kolonie Rabiah zu deren Schutze getroffen. Das Organ der arabischen Exekutive gegen „Brith Schalom“ Jerusalem, 10. Oktober. (JTA.) „Felestin“, das offizielle Organ der arabischen Exekutive Palästinas, druckt einen Teil der von der JTA vor einigen Tagen verbreiteten Erklärung von „Brith Schalom“, der Gesellschaft arabischer und jüdischer Intelligenz zur Herbeiführung von Frieden und Verständigung in Palästina, ab und knüpft an diese Wiedergabe die Bemerkung, „Brith Schalom“ sei zu dem Zwecke gegründet worden, um die Araber irrezuführen und sie über die wirklichen Ziele der Juden zu täuschen. Bodenkauf-Propaganda der arabischen Exekutive Jerusalem, 8. Oktober. (JTA.) Die Araber, die sich stets beflissen zeigen, die Formen der jüdischen Werbung nachzuahmen und die Grundlagen der jüdischen nationalen Institutionen sich zu eigen zu machen, haben nun auch die Bodennationalisierungsidee des Keren Kajemeth zu der ihren gemacht. Die arabische Exekutive hat beschlossen, Delegationen nach dem Irak, dem Hedschas und nach Indien zu entsenden, um unter den Mohammedanern dieser Länder zugunsten der Beschaffung von Fonds zum Ankauf von Böden