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Das jüdische Echo · 1929-08-16 · 33 (16.8.1929) · p. Seite 498

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
33 (16.8.1929)
Date
1929-08-16
Page
Seite 498 (sequence 19)
Language
German
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498 Das Jüdische Echo Nr. 35 werde sie dies den 105 Mitgliedern des zionistischen Teils des Councils mitteilen. Es wird dann in den Händen dieser 105 liegen, die schwerwiegende Entscheidung zu treffen. Wenn man ihn dann fragen werde, wie er stimmen werde, würde er die Antwort erteilen. G r ü n b a u m ersucht Dr. Weizmann, den Kongreß zu beruhigen und jetzt schon die Antwort mitzuteilen, die er dann dem Council geben werde. Dr. Weizmann erklärt, er sei nicht in der Lage, darauf zu antworten. Im weiteren wird ein Amendement Remes (Poale Zion), daß Beschlüsse des Kongresses nur mit Zweidrittelmehrheit geändert werden können, mit großer Mehrheit angenommen. Hierauf erfolgt die von der Exekutive verlangte namentliche Abstimmung über die Hauptresolution der Agencykommission. Das Ergebnis dieser Abstimmung ist: 321 für, 30 gegen, 4 Enthaltungen und 46 abwesend. Vorsitzender M o t z k i n erklärt, daß damit die Resolution, die die Exekutive ermächtigt, den Vertrag mit den Nichtzionisten abzuschließen angenommen ist. Dr. Margulies (Radikal) gibt hierauf im Namen der Radikalen die Erklärung ab, die Radikalen, die von Anfang an und bis zuletzt gegen das Projekt der Erweiterung der Jewish Agency kämpften, weil sie es für undemokratisch und antinational hielten, hätten sich, nachdem der Kongreß endgültig gegen sie entschieden habe, schweren Herzens entschlossen, sich an der Arbeit in den Organen dieser erweiterten Jewish Ageny zu beteiligen. Ihr zionistisches Verantwortungsbewußtsein erlaube es ihnen nicht, dort fern zu bleiben, wo die Entscheidung über die nationale Heimstätte fällt. Dagegen werden die Radikalen auch weiterhin den Kampf um die Demokratisierung der Jewish Agency und für den Sieg der zionistischen Auffassung von der Gestaltung des Schicksals des jüdischen Volkes mit ungeminderter Kraft fortführen. Schluß der Sitzung nach 3 Uhr nachts. In der Freitagsitzung, die im großen Saal der Tonhalle stattfindet, was die Verhandlungen außerordentlich erschwert, werden weitere Anträge der Organisationskommission angenommen. Diseng o f f legt das Budget in Höhe von 750 000 £ vor, das en bloc angenommen wird. Kap l'a n s k y beginnt mit dem Berichte der landwirtschaftlichen Kolonisationskommission. Die Schluss-Sitzung, die infolge des freundlichen Entgegenkommens der Züricher Stadtverwaltung wieder in Stadttheater stattfinden konnte, begann am Samstag um 9 Uhr abends und endete am Sonntag um 9 Uhr morgens. Zuerst werden die noch unerledigten Anträge der Immigrationskommission, betr. die Hachscharah, angenommen. Ein Vorschlag des Keren Kajemeth, ihm ein Versicherungsmonopol einzuräumen, wird dem Aktionskomitee überwiesen. Der Antrag der Organisationskommission, wonach die Aktionskomiteemitglieder in Zukunft kein Stimmrecht mehr am Kongreß haben, wird angenommen. Auf Antrag des Berichterstatters Kaplansky werden die meisten Beschlüsse der landwirtschaftlichen Kolonisation en bloc angenommen. Die Überweisung des Antrages der landwirtschaftlichen Kolonisation, den Siedlungsplan von En Charod aufrecht zu erhalten, gegen den Exekutivmitglied Kisch spricht, an das A.C., wird abgelehnt, und der Kommissionsantrag sowie eine allgemeine Resolution angenommen, wonach die Exekutive beauftragt wird, eine Lösung für den Bestand der landwirtschaftlichen Siedlung zu finden, ohne daß die Siedlerzahl verkleinert wird. Vorsitzender Motzkin begrüßt die als Gäste anwesenden Mitglieder der Agency Grusenberg, Leon Blum, Schalom Asch, Schipliak o w und R o g a 1 s k y. Ein Antrag Jabotinsky, bei der Auswahl der neuen Siedler auch die sephardischen, jemenitischen und anderen orientalischen Juden entsprechend zu berücksichtigen, wird einstimmig angenommen. Es folgen die Anträge der Kommission für Arbeit und städtische Kolonisation, die vor allem die Besserung der Lage der jüdischen Arbeiter in den Pflanzungskolonien, die Ansiedlung städtischer Arbeiter in Schechunoth Owdim, die Errichtung von Handwerkersiedlungen sowie eine gesunde Entwicklung der Industrie fordern. Die Anträge werden nach kurzer Debatte en bloc angenommen. Der Antrag der Erziehungskommission, allen Schulen der verschiedenen Richtungen die gleichen Rechte zu geben, wird angenommen. Dagegen wird der Antrag der Kommission, daß die Ernennung und Entlassung von Lehrern Sache der Schulkomitees sein soll, abgelehnt und der Antrag der Exekutive, daß die letzte Entscheidung in diesen Fragen dem Waad Hachinuch Vorbehalten bleiben solle, nach den Ausführungen von Miß Szold angenommen. Hierauf werden die Resolutionen der Erziehungskommission angenommen. Ebenso werden die Anträge der Kommission für Erziehung in der Galuth auf Schaffung eines besonderen Departements innerhalb der Exekutive für die Erziehungsangelegenheiten in der Galuth sowie auf Bildung eines besonderen Fonds für Kulturarbeit in der Galuth nach Ausführungen von Grünbaum angenommen, nachdem sowohl ein Uberweisungsantrag an das A.C. als auch die von Rosenblüth beantragte Überweisung an die Exekutive abgelehnt worden sind. Die weiteren Anträge werden dem A.C. überwiesen. Wäscherei der Münchener Hausfrau Landwehrstraße 57/59 Rgb. Telephon 596858 Zweigstellen; 1 Haushaltwäscherei ■ „Apollo“ Dachauer Straße 19 Rgb. Telephon 52553 2 Baaderstraße 13 ■ Telephon 25702 3 Gabelsbergerstraße 103 ■ Telephon 596491

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