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Das jüdische Echo · 1929-08-09 · 32 (9.8.1929) · p. Seite 484

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
32 (9.8.1929)
Date
1929-08-09
Page
Seite 484 (sequence 17)
Language
German
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484 Das Jüdische Echo Nr. 32 wählte einen Achterausschuß, bestehend aus Abraham Goldberg (Amerika), Dr. Alexander Goldslein (Südafrika), Morris Myer (England), Leon Reich (Ostgalizien), Dr. M. Rindes (Kongreßpolen), Dr. Schwarzbarth (Westgalizien), Dr. Bileski (Deutschland) und Georg Halpern (Palästina). Ein Unterausschuß (Dr. Bileski, Dr. Schwarzharth) hat die Ausarbeitung eines gemeinsamen ideologischen Programms übernommen. Noch im Verlauf der Kongreßzeit wird dem Zentralkomitee die Konstitution und das Programm einer Weltvereinigung Allgemeiner Zionisten unterbreitet werden. Das Programm enthält auch die Schaffung von Institutionen für Hachscharah und hebräische Kultur. Die offizielle Regierungserklärung betr. Auflösung der Jewish Agency Zürich, 1. August. (JTA.j In seinem Referat über die Verfassung der Jewish Agency hat Dr. Felix Rosenbliilh eine offizielle Mitteilung des britischen Kolonienministeriums an die Zionistische Organisation verlesen, in der es u. a. heißt: ,,.... S. M. Regierung ist bereit, der Zionistischen Organisation eine Zusicherung in folgendem Wortlaute zu geben: ,Im Falle der Auflösung der erweiterten Jewish Agency wird die Britische Regierung, nachdem ihr die Auflösung durch die Zionistische Organisation zur Kenntnis gebracht wurde, die Zionistische Organisation als Jewish Agency im Sinne des Artikels 4 des Mandates für Palästina anerkennen, vorausge¬ P£LZMOD£M ■BERNHARD BAUCH MÜNCHEN SCHÄFFLERSTRRSSE 3 KRUFINGERSTRRSSE 25 BRIENNER STRRSSE 8 setzt, daß ihre Organisationen und Verfassung zu dieser Zeit angemessen sind. Die Organisation soll in diesem Falle in allen Beziehungen als in den Stand zurückversetzt gelten, den sie vor der Erweiterung der Agency eingenommen hatte. Ich habe zu erklären, daß der Vorbehalt in die obige Formel aufgenommen ist, im Hinblick auf die Fassung von Artikel 4 des Mandates, der vorsieht, daß die Zionistische Organisation als Jewish Agency anerkannt wird, vorausgesetzt, daß ihre Organisation und Verfassung nach Auffassung der Mandatarmacht angemessen sind/ “ V. Weltkonferenz der Wizo Am Dienstag, dem 23. Juli, trat die Konferenz in die Erledigung ihrer Tagesordnung ein. Zunächst wurde das Präsidium gewählt, welches aus folgenden Damen besteht: Mayer (Zürich), Dr. Margulies (Bukarest), Zimmermann (Krakau), Polak (Holland), Dr. Scheuer (Tschechoslowakei), Lewite (Polen), Freimann (Kanada), Löwenherz (Wien). Auf Antrag von Frau Doktor Löwenherz (Wien) wurde Lady Samuel zur Ehrenvorsitzenden mit stürmischer Akklamation gewählt. Sodann erstattete Frau Earl Goodman den Bericht der Londoner Exekutive über die Galutliarbeit. Als wichtigstes Ereignis der Berichtsperiode — führt Rednerin aus — kann wohl die Schaffung einer Palästina-Exekutive bezeichnet werden. Diese hat sich vollauf bewährt. Heute erkennen alle Wizo-Föderationen unser Palästinaprogramm an und waren in erster Linie darauf bedacht, unsere land- und hauswirtschaftliche Arbeit in Palästina zu befestigen und auszubauen. Dies ist für die künftige Gestaltung des jüdischen Palästina von grundlegender Bedeutung. Ohne die stetige Mitarbeit der Frau kann keine bodenständige jüdische Landbevölkerung in Erez Israel entstehen. Unsere Unternehmungen in Palästina werden nur dann in Angriff genommen, wenn sie von der Zionistischen Exekutive und deren Sachverständigen gutgeheißen werden. Aber wir besitzen noch nicht die formelle Anerkennung der Zionistischen Organisation, weil in den gegenwärtigen Statuten kein Modus dafür ist. Jetzt, wo die Zionistische Organisation selbst ein neues Entwicklungsstadium mitmacht, wäre der geeignete Zeitpunkt, der Wizo seitens der Zionistischen Organisation und der Jewish Agency die Anerkennung als diejenige Körperschaft zu sichern, die sich vor allem der Frauenarbeit in Palästina widmet. Gerade in Verbindung damit müssen wir mehr denn je darauf bedacht sein, die Wizo in zionistischem Sinne auszubauen. Sodann erstattete Frau H. Samuel (Jerusalem) den Bericht der palästinensischen Wizo-Exekutive über die Arbeit in Palästina, worauf die Schatzmeisterin, Frau M. Marx, den Finanzbericht gab. Es folgte dann die Debatte über die Berichte. ■. Auf die überaus rege Debatte über Zusammenarbeit der zionistischen und neutralen Frauengrup-, pen (wobei der Pendel mehr auf die Seite der Wahrung des zionistischen Charakters der Wizo neigte, unbeschadet der Tendenz, auch neutrale Frauengruppen allmählich zu gewinnen) folgte nachmittags die mit dieser Frage engverknüpfte Aussprache über die Zusammenarbeit der Wizo in Palästina mit den übrigen palästinensischen Frauengruppen (Moazath Hapualoth und Histadruth Naschim Iwrioth) in Form eines „Advisery Council“. Da die Histadruth Naschim Iwrioth (HNI) einen großen Teil ihres Budgets von ,,neutralen“ Frauen der Galuth bezieht, erhofft man, durch eine Regelung und Zusammenfassung der Geldsammlungen im Auslande zu gelangen. Im Na-

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