Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 31 (2.8.1929)
- Date
- 1929-08-02
- Page
- Seite 474 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/9072829-9103083-9176036--09670-9082579- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
474 Das Jüdische Echo Nr. 31 Palästina-Aufbaus und erklärte, der Zionistenkongreß werde noch einmal das Primat der Keren- Hajessod-Arbeit aussprechen müssen, um diesen Fonds gegen eine Schädigung durch überwuchernde Sondersammlungen zu schützen. Auch darf der Vertrag mit Keren Kajemeth wegen Abgrenzung der Arbeitsmethode nicht geändert werden, da sonst eine Koordinierung der Arbeit der beiden Fonds nicht möglich sein, und das Gesamtergebnis für Palästina nicht erhöht werden wird. Nahum Sokolow erklärte mit Emphase, die Zionisten werden weiterhin ihre ganze Kraft dem Keren Hajessod widmen müssen, da die Resultate der Mitarbeit der Nichtzionisten erst allmählich in Erscheinung treten werden. Auseinandersetzung zwischen Keren Kajemeth und Keren Hajessod auf dem Kongreß Zürich, 28. Juli. (JTA.) Es scheint sich auf dem Kongreß eine ziemlich scharfe Auseinandersetzung zwischen Keren Kajemeth und Keren Hajessod anzukündigen. Der Keren Kajemeth unter Führung Ussischkins ist bestrebt, die Bodenfrage zu einem zentralen Punkt zu machen. Es wird versucht, dem Keren Kajemeth als dem nach Erweiterung der Agency verbleibenden „einzigen zionistischen Fonds“ eine Vorzugsstellung zu geben. M. M. Ussischkin begrüßte die Keren-Hajessod- Konferenz in hebräischer Sprache und unterstrich die Notwendigkeit, dem Keren Kajemeth mehr Aktionsfreiheit zu geben. Wir wenden uns an sie, sagte er mit der flehentlichen Bitte, uns freier arbeiten zu lassen, aber wir scheuen auch, wenn dies notwendig werden sollte, vor einem Kampfe nicht zurück. Ussischkins Worte wirkten sensationell. i n KUHLRAUMEN jdbhol u rig Kostenlos Es kam zwischen ihm und Sokolow zu einer Auseinandersetzung, indem Sokolow auch weiterhin dem Keren Hajessod das Primat gesichert wissen wollte. Wahlen zur Jewlsh Hgency Der Vertreter des italienischen Judentums in der Agency Mailand, 23. Juli. (JTA.) Die Föderation der jüdischen Gemeinden Italiens hat Commandore Federico Jarach, Präsidenten des italienischen Metallurgischen Verbandes und der Lombard Industrie Union, zum Vertreter des italienischen Judentums in der Jewish Agency gewählt. Stellvertreter ist der Professor der Universität Rom, Riccardo Bachi. Die Vertreter des ungarischen Judentums in der Jewish Agency Budapest, 18. Juli. (JTA.) Auf Einladung des ungarisch-jüdischen Pro-Palästina-Verbandes, in welchem etwa 12 000 ungarische Juden organisiert sind, wurde im Festsaal der Ofner israelitischen Religionsgemeinde eine Konferenz zur Wahl der Vertreter der ungarischen Juden im nichtzionistischen Teil des Council der Jewish Agency abgehalten, der Vertreter ungarisch-jüdischer Gemeinden, Organisationen und Institutionen beiwohnten. Die Vorsitzenden Oberrabbiner und Oberhausmitglied Dr. Immanuel Löw (Szeged), Oberrabbiner der Pester Religionsgemeinde Dr. Julius Fischer, Oberregierungsrat Dr. Ignaz Friedmann, Universitätsdozent Dr. Julius Donath und Hochschulprofessor Adolf Strauß entwickelten das Programm der Palästinaarbeit durch die Jewish Agency und verwiesen darauf, daß in allen Ländern große jüdische Persönlichkeiten sich durch die Jewish Agency an dem Aufbau der Jüdischen Heimstätte in Palästina mitarbeiten wollen und daß die Vertreter der ungarischen Judenheit in diesem Rat nicht fehlen dürfen. Nach Ansprachen von Redakteur Edmund Gero, des Chefredakteurs Dr. Josef Patai, des Oberrates Julius Katona und des Dr. Leopold Osztern und nach Annahme der entsprechenden Resolutionen wurden in den Council der Jewish Agency als Vertreter Oberrabbiner und Oberhausmitglied Dr. Immanuel Löw und der Präsident der Budapester Innerstädter Sparkasse Hofrat Franz Szekely, als Stellvertreter Oberrabbiner Dr. Julius Fischer, Oberregierungsrat Dr. Ignaz Friedmann, der Generladirektor der Innerstädter Sparkasse Dr. Ernst Makai und Universitätsprofessor Dr. Ludwig Török gewählt. — In den Beschlüssen ist vorgesehen, daß nach dem Beitritt weiterer Institutionen und Verbände in der Zukunft eine Neukonstituierung und Neuwahl vor sich gehen werden. — Nach Schluß der Versammlung begaben sich die Teilnehmer unter Führung von Oberrabbiner Dr. Fischer in dem neuen Tempel von Ofen zu einem Gottesdienst. Aus der jüdischen Welt Der 12. Deutsche Studententag beschließt die Numerus-clausus-Anträge von der Tagesordnung abzusetzen Hannover, 22. Juli. (JTA.) Der in Hannover abgehaltene 12. Deutsche Studententag hat gemäß dem Antrag des Vorstands mit 103 gegen 70 Stimmen bei zwei Stimmenthaltungen beschlossen, die Anträge Vertreterschaften der Universitäten Würz-