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Das jüdische Echo · 1929-08-02 · 31 (2.8.1929) · p. Seite 473

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
31 (2.8.1929)
Date
1929-08-02
Page
Seite 473 (sequence 18)
Language
German
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 473 Zum Schlüsse wählte der Kongreß einen Permanenzausschuß, der aus 32 Mitgliedern besteht. Die Konferenz des Jüdischen Nationalfonds Zürich, 24. Juli. (JTA.) M. M. Ussischkin, der Leiter des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeht), eröffnete am 23. Juli in Zürich die Konferenz des Jüdischen Nationalfonds. Er wies auf die Gefahren hin, die der Institution von „Geulath Haarez“ (Auslösung des Bodens) seitens der arabischen Organisation für Bodenkauf drohen. Er stellte dem Nationalfonds drei Hauptaufgaben: Die jüdischen Siedlungen im Emek Jesreel sollen in der Weise gekräftigt werden, daß den Kolonisten eine Bodenfläche von 25 Prozent des bisherigen Bodenbestandes der Kolonien neu zugeteilt werden. Der bisherige Bodenbesitz ist unzureichend. Auch die alten jüdischen Kolonien benötigen mindestens 20 000 Dunam neuen Boden, zu dessen Beschaffung 100 000 Pfund notwendig sind. Im allgemeinen benötigt man eine Million Pfund zur Sicherung von Boden für jüdische Kolonisation. Zur Aufbringung dieser Summe sei eine Losung für die nächsten zwei Jahre auszugeben für den Ankauf von Böden bei Acco und Gaza sowie rings um die Arbeitergebiete von Ruthenberg und Nowomeyski. Die Bedeutung dieser Böden wird sehr groß sein. Man muß sich beeilen, bevor es zu spät ist. Naive Menschen erhoffen ein großes Resultat von Böden, die die Regierung zur Verfügung stellen wird auf Grund des Mandates, das ihr die Pflicht auferlegt, Staats- und Brachböden für eine dichte jüdische Kolonisation herzugeben. Man darf nicht aufhören, die Regierung an ihre Pflicht zu gemahnen, aber man soll davon keine Wunder erwarten. Der Nationalfonds benötigt ferner 100 000 Pfund für Ameliorierung in seinen Besitz kommender Böden. Nicht die Kolonisationsform ist heute wichtig, sondern von größter Wichtigkeit ist die Frage, ob der Boden in Palästina jüdisch oder nichtjüdisch sein wrid. Zur Konferenz des Nationalfonds hatten sich etwa 100 Delegierte eingefunden; am Präsidiumstisch hatten Miß Henrietta Szold, Dr. Stephen, S. Wise. Rabbi Meir Berlin, Wilkansky. Leib Jaffe, Leiter des Keren Hajessod, und Mrs. Freeman aus Kanada Platz genommen. Miß Szold begrüßte die Konferenz im Namen der Exekutive. An der Aussprache nahmen Ussischkin, Granowsky, Schein (London), Baer (Deutschland), Wilkansky (Palästina) teil. Hauptsächlich wurde die Frage des privaten jüdischen Grundbesitzes in Palästina erörtert. Harzfeld (Palästina) sprach sich gegen den privaten jüdischen Großgrundbesitz aus sozialen wie nationalen Gründen aus und erwähnte dabei die großen Bodenkäufe Lord Melchetts und anderer jüdischer Kapitalisten. Er wies auch daraufhin, daß sogar die europäischen Großstaaten nach Mitteln suchen, um dem Vordringen des privaten Großgrundbesitzers Einhalt zu gebieten. Rabbi Meir Berlin polemisierte gegen Harzfeld und führte aus, auch der private jüdische Großgrundbesitz bedeute „Geulath Haarez“, Ussischkin versuchte in seiner Antwort an die Kritiker von links und rechts vermittelnd und mäßigend zu wirken. Er könne, so führte er aus, nicht umhin, zu betonen, (er führte Beispiele unter Nennung von Namen an) daß nur der Nationalfondsboden als für das jüdische Volk gesichert anzusehen ist, während man bei privatem Bodenbesitz mit Erbansprüchen sogar getaufter Kinder zu rechnen habe. Granowsky empfahl, daß der Nationalfonds neue Vereinbarungen mit den jüdischen Siedlern treffen solle, denen gemäß die Siedler berechtigt sind, ihre Pachtrechte zu vererben, zu verpfänden und sogar zu verkaufen. Indem der Nationalfonds den Siedlern diese Privilegien gibt, wird er auch diejenigen Kreise für sich gewinnen, die bisher den Eigenbesitz an Boden vorgezogen haben. Die in den Referaten empfohlenen Resolutionen gelangten schließlich zu einstimmiger Annahme. In ihrer Schlußsitzung befaßte sich die Konferenz mit den Beziehungen des Nationalfonds zur Jewish Agency. M. M. Ussischkin führte aus, der Nationalfonds bleibt das einzige Institut für Bodenerwerb der Zionistischen Organisation. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Zionisten der ganzen Welt ihre Anstrengungen darauf richten werden, den Nationalfonds in dieser entscheidenden Epoche zu stärken. Es ist ferner Aufgabe der Zionisten, die Autonomie des Nationalfonds zu schützen; die Direktoren sollen ausschließlich durch zionistische Instanzen gewählt werden. Die Aussprache zeigte eine Übereinstimmung der Delegierten mit den Thesen Ussischkins. Die Hauptaufmerksamkeit wurde der Frage gewidmet, wie eine Konkurrenz zwischen Nationalfonds und Keren Hajessod bei den Sammelaktionen vermieden werden könne. Man kam überein, daß eine Revision des bisherigen Übereinkommens in der Weise stattzufinden habe, daß dem Nationalfonds die Möglichkeit gegeben werde, ohne dem Keren Hajessod zu schaden, auch große Geldbeträge zu sammeln. Neumann (Amerika) sagte der Geldaufbringungsaktion des Nationalfonds in Amerika ein glänzendes Ergebnis neben der Aktion der Jewish Agency voraus, da auch die Nichtzionisten Amerikas bereits dem Nationalfonds ihre Sympathien bekundet haben. Die Konferenz des Keren Hajessod Zürich, 28. Juli. (JTA.) Am Sonnabend, dem 27. Juli, abends, eröffnete Dr. Arthur Hantke bei Anwesenheit von 600 Kongreßdelegierten und Keren-Hajessod-Mitarbeitern sowie von Mitgliedern der Exekutive des Atkions-Komitees und Vertretern aller zionistischen Gruppen die Konferenz des Keren Hajessod. Dr. Hantke referierte über die Beziehung zwischen Keren Hajessod und Jewish Agency, unterstrich die bisherigen großen Erfolge und erklärte, daß nunmehr eine Vervierfachung der Eingänge notwendig erscheint. Die von den neuen Partnern übernommene Verantwortung werde sich sicherlich in den Leistungen für Keren Hajessod ausdrücken, aber die Zionisten dürfen ihrerseits in der Keren-Hajessod-Arbeit nicht erschlaffen. Leib Jaffe betonte die Bedeutung des Weiterbestehens des Keren Hajessod als des zentralen Fondes des Spannkraft und Schaffensfreude durch Adelholzener PrimBsqnelle Bekömmlichstes Tafelwasser der stärksten Rnbidiumquelle Europas. Erfrischend und wohlschmeckend. Alle Drogerien u. Apotheken führen es, nur wo nicht erhältl. direkte Anfrage an Otto Pachmayr G.m.b.H., München. TelefonÄ7471 u.ä?473 Älteste Hauptniederlage. Alleinvertretung für München und Umgebung

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