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Das jüdische Echo · 1929-08-02 · 31 (2.8.1929) · p. Seite 475

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
31 (2.8.1929)
Date
1929-08-02
Page
Seite 475 (sequence 20)
Language
German
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Nr. 31 Das Jüdische Echo 475 bürg, Erlangen, Brünn und der Technischen Hochschule München, in denen die Herbeiführung des Numerus clausus für jüdische Studierende und Professoren gefordert wurde, von der Tagesordnung abzusetzen. Es war dies das erstemal, daß auf einem deutschen Studententag ernsthaft die Frage des Numerus clausus für die Hochschulen des Deutschen Reiches erörtert wurde; dem Vorstand hat es, wie es heißt, viel Mühe gekostet, die Absetzung der Anträge von der Tagesordnung durchzusetzen. Der Spruchhof der „Deutschen Studentenschaft“ — der Oberste Gerichtshof in studentischen Streitfällen —. hatte entschieden, daß die Numerus-clausus-Anträge gegen die Verfassung der „Deutschen Studentenschaft“ verstoße. — Von 77 Hochschulen hatten 65 Vertreter entsandt. Die flämische, niederländische, Rigaer, Dorpater und rumänische Studentenschaft waren ebenfalls vertreten. Annahme des jüdischen Kultusgesetzes durch das rumänische Parlament Bukarest, 24. Juli. (JTA.) Die rumänische Kammer hat mit großer Stimmenmehrheit den von der Regierung unterbreiteten Gesetzentwurf betreffend die Organisation der jüdischen Kultusgemeinde angenommen. Gegen den Regierungsentwurf stimmten sämtliche jüdischen Abgeordneten, auch diejenigen, die der Regierungspartei (Nationalzaranisten) angehören; ferner die Sozialdemokraten, die Deutschen und einzelne Abgeordnete anderer Gruppen. Der Beschluß der Kammer hat unter der jüdischen Bevölkerung, die den Regierungsentwurf als Mittel zur Zerstörung der jüdischen Gemeinde betrachtet, große Erregung hervorgerufen. Es besteht die Entschlossenheit, den Kampf gegen das Gesetz weiter zu führen. Eine Erklärung der Palästina-Regierung über Fortführung der moslemitischen Bauarbeiten an der Klagemauer Jerusalem, 24. Juli. (JTA.) Der Distriktskommissar von Jerusalem teilte dem Oberrabbiner Kook brieflich mit, daß nach Meinung der juristischen Beamten der Regierung die Moslemiten ein Recht haben, die begonnenen Bauarbeiten an der Klagemauer weiterzuführen. Die Mauer soll ihre frühere Höhe wieder erhalten; die Regierung wird die Moslemiten auch nicht hindern, die geplante Öffnung in der Mauer herzustellen, vorausgesetzt, daß die an der Klagemauer betenden Juden während der Betstunden durch die Arbeiten nicht gestört werden. London, 24. Juli. (JTA.) Wie der JTA. von autoritativer Stelle mitgeteilt wird, hat die Palästina-Regierung ihre Entscheidung betreffend Gestattung der Fortführung der Bauarbeiten an der Klagemauer nicht auf Grund eines Spruches des Obersten Gerichtes, sondern gemäß einem Gutachten ihrer juristischen Beamten getroffen. nach Zürich um Instruktionen gewandt. Oberrabbiner Jacob Meir, das Oberhaupt der sephardischen Gemeinde, greift die Exekutive und den Waad Leumi an und erklärt, es sei ihrer Untätigkeit zuzuschreiben, daß es soweit gekommen ist. Man ist hier der Meinung, daß die Moslemiten den Durchbruch durch die Mauer unternehmen wollen, um sich einen Durchgang zur Omar-Moschee zu schaffen. Dies sei aber eine eklatante Verletzung des Status quo, da zu erwarten ist, daß die betenden Juden durch die Moschee-Besucher allmählich verdrängt werden würden. Spenden-Ausweis Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 25. Juli 1929 Spenden buch: Herr Dr. Fritz Bloch anl. seiner Verlobung 20.—; durch Rosi Birnbaum: Paul und Hilde Adelung anl. Geburt ihrer Tochter, Fränzis Bing anl. ihrer Verlobung je 10.—; beide Fürth 20.—. Allgemeine Spenden: Durch Herrn Bruno Rothschild von Herrn Justin Schloß (Regensburg) 8.50. Bäume für den Bertha Bonne s. A. Garten: R.-A. Feilchenfeld und Frau sprechen Familie Bonne ihre aufrichtige Teilnahme aus 5.—. Büchsen: Durch Herrn Theo Birk aus Gemünden a. M„ 6.20; Steinlein Karl 5.—, Spielmann 1.70 6.70. Wertzeichen: Herr Dr. M. Nußbaum für 1 Telegramm —.58, Herr Dr. R. Liebstädter für 3 Telegramme 1.63. Summe: 68.61. Seit 1. Oktober 1928 aufgebracht: RM. 5730.13. EVI SINGER ALFRED WEICHSELBAUM Verlobte ty'Din nan München Berlin N24 Falkensstralie 26'3 Oranienburgerstraße 38 Zur Errichtung und Leitung von Palästina-Läden für Ausstellung und Verkauf aller Palästina-Erzeugnisse (Weine Fruchtsäfte, Früchte, Öl, Mazzolh, Honig usw.) tüchtige solide Kauf leute in allen Grofestädten gesucht. Gute Existenz, günstigste Bedin gungen. Einlage 3-5000 Mark welche sichergesfellf werden, Bewerb mit Referenzen u. Lebenslauf unter No. 4536 a. d. Anz.-Abt. d. Bl MIETAUTO modernes Coupe für die Reise. STURMBAND, Fernruf 55695 Erregung in der palästinensischen Judenheit Jerusalem, 26. Juli. (JTA.) Die Mitteilung der Regierung an Oberrabbiner Kook, daß den Moslemiten gestattet werde, die begonnenen Bauarbeiten über und an der Klagemauer fortzuführen und ferner einen Durchbruch durch die Mauer herzustellen, hat unter der Judenheit Palästinas starke Erregung hervorgerufen. Oberrabbiner Kook und die Beamten der zionistischen Exekutive haben bei der Regierung vorgesprochen, um sie über die Stimmung unter der Judenheit zu informieren. Die Beamten der Exekutive haben sich telegraphisch Tüchtiger Jung. Mann 20—25 Jahre, der in Korresp. und sämtlichen Büroarbeiten, sowie Umgang mit der Kundschaft selbständig ist, wird per sofort gesucht! Herren mit Kenntnis in der Papier- oder Rohproduktenbranche werden bevorzugt. Off. mit Ref. und Gehaltsansprüchen unter Nr. 4546 an die Expedition dieses Blattes.

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