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Das jüdische Echo · 1929-07-05 · 27 (5.7.1929) · p. Seite 424

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
27 (5.7.1929)
Date
1929-07-05
Page
Seite 424 (sequence 17)
Language
German
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424 Das Jüdische Echo Nr. 27 mit Palästina, seinen Sorgen und seinen Hoffnungen zeigen wird. Über die Vorgänge bei der Wahl und die Persönlichkeiten der Delegierten lesen wir in der „Jüdischen Rundschau“: Die Wahl der nichtzionistischen Vertreter erwies sich als ziemlich schwierig, weil die Zahl der Kandidaten größer war als die Zahl der zu besetzenden Stellen. Das wählende Gremium umfaßte verschiedene Richtungen und Schichten, und es wurden Ansprüche angemeldet, die nicht alle befriedigt werden konnten. Besonders wird man bedauern, daß die Bemühungen der Jugend, einen ihrer Repräsentanten unter den Hauptdelegierten zu haben, erfolglos geblieben sind. Doch erhielten die Jugendverbände mehrere Stellvertreter, und es ist zu hoffen, daß auch dadurch ihre aktive Mitarbeit innerhalb der Agency ermöglicht wird. Trotz allen Einschränkungen gelang es aber der Wahlkommission, deren Vorsitzender Max Warburg war, nicht, eine Liste zur Besetzung der Deutschland zugebilligten sechs Sitze zustande zu bringen. Nach langen Beratungen fand die Kommission keinen anderen Ausweg, als an Stelle von sechs Kandidaten sieben vorzuschlagen in der Hoffnung, daß der Council dem deutschen Judentum sieben Vertreter zubilligen wird. (Wie die „Jüdische Rundschau“ vom 2. Juli aus London meldet, wurde der siebente Sitz mittlerweile bewilligt) . . . Die gewählten Delegierten sind wenigstens zum Teil bereits als eifrige Förderer des Palästinawerkes bekannt. Daß Direktor Wassermann und Dr. B a e c k in der deutschen Delegation der Agency nicht fehlen dürfen, war von vornherein klar. Besonders freudig wird man auch die Wahl von Dr. Kahn begrüßen, der bereits dem Präsidium des Keren Hajessod angehört und bei seiner letzten Palästinareise seine herzlichen Beziehungen zum jüdischen Aufbauwerk enger geknüpft hat. Dr. Kahn ist nicht nur als europäischer Direktor des Joint mit den amerikanischen Agency-Partnern in Fühlung, sondern er ist auch als Repräsentant der Kreise des Hilfsvereins der deutschen Juden anzusehen, dessen leitender Sekretär er viele Jahre war. Von Wichtigkeit ist auch die Tatsache, daß zwei deutsche Großgemeinden durch repräsentative Persönlichkeiten in der Agency vertreten sind: Berlin durch den früheren Vorsitzenden Kommerzienrat Gerson Simon und Frankfurt durch Justizrat Blau, der auch als langjähriges Mitglied des Verwaltungsrats der ICA Erfahrung in Angelegenheiten des Weltjudentums besitzt. Schließlich wurden noch zwei wichtige weltanschauliche Sonderströmungen bei der Zusammensetzung der Delegation berücksichtigt: in Rabbiner Unna hat das konservative deutsche Judentum gewiß einen überaus würdigen Vertreter, und in Stadtkämmerer Asch gewinnt die Agency nicht nur einen neuen Mann sozialistischer Richtung, sondern auch einen Mitarbeiter von anerkannter wirtschaftspolitischer Begabung. i : | j ■ j |) Tagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden in Hschaffenburg Vorläufiger Bericht Am 30. Juni und 1. Juli fand in Aschaffenburg die diesjährige Tagung des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden statt. Am ersten Tag, vormittags 11 Uhr, fand in den außerordentlich vornehmen Räumen der Gesellschaft Frohsinn die feierliche Eröffnung statt. Der Vorsitzende der Tagung, Herr Universitätsprofessor Oberstlandesgerichtsrat Dr. Silberschmidt, begrüßte die Anwesenden und gedachte der seit der letzten Tagung hingeschiedenen Mitglieder. Von den erschienenen Vertretern der Staats- und städtischen Behörden und der Kultusgemeinde begrüßte zunächst der erste Vorstand der dortigen Gemeinde, Herr Trier, die Tagung in herzlichster Weise, indem er einen kurzen Überblick über die Geschichte der Juden der dortigen Gemeinde gab. Ihm folgte als Beauftragter der Kreisregierung von Unterfranken und als Vertreter der politischen Gemeinde Herr Oberbürgermeister Geheimrat Dr. Matt, welcher der Tagung die größte Sympathie namens der Regierung und der Stadt aussprach und ihr einen vollen Erfolg wünschte. Sodann ergriff Herr Ministerialrat Dr. Metzger namens des bayerischen Kultusministeriums das Wort, betonte das warme Interesse, das die Staatsregierung an der Entwicklung des Bayerischen Verbandes nehme und sprach die Hoffnung aus, daß die Beratungen dieses Verbandes auch diesesmal einen günstigen Verlauf nehmen mögen. Nach Dankesworten des Präsidenten erstattete sodann der Vorsitzende des Rats, Herr Oberlandesgerichtsrat Dr. Neumeyer, den Bericht über das abgelaufene Jahr, wobei er insbesondere auch das politische Gebiet entsprechend behandelte, indem er auf das Überhandnehmen des Antisemitismus und auf den gefahrvollen Stand der Schächtfrage hinwies. Die Nachmittagssitzung wurde mit dem ausführlichen Referat des Verbandskassiers, Herrn Rosenzweig (Nürnberg), eröffnet. Aus dem Verlauf der außerordentlich arbeitsreichen Beratung, die am 30. Juni von 5—8.30 Uhr und am 1. Juli mit kurzer Unterbrechung von 9 bis 2.30 Uhr dauerte, seien vorläufig nur, abgesehen von <3 2$ i ri Obzsri/Lcürd. Sfy<x.ucc/? \/c/%6^Cor^6rr 3. J^axxfinger&tr'. 2-S~ ^'TX&ronj&nf fo'. 8 J\ bkolung KostenLos

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