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Das jüdische Echo · 1929-07-05 · 27 (5.7.1929) · p. Seite 421

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
27 (5.7.1929)
Date
1929-07-05
Page
Seite 421 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 27 Das Jüdische Echo 421 grund rücken. Das jüdische Nationalheim kann ein Symbol des Friedens aller Religionen werden, vor allem des Friedens im Judentum. In diesem Sinne schließt der Redner sein Referat mit dem Ruf: Schalom. Es werden Begrüßungskundgebungen von Prof. Dr. Weizmann. Prof. Einstein, Marshall und Felix Warburg verlesen. Die Resolutionen Eine Palästina-Konferenz aller deutschen Juden Herr Alfred Lisser begründet die von dem Präsidenten vorgelegten Resolutionen, die nach einer kurzen Aussprache einstimmig zur Annahme gelängen: In dem vom Völkerbund beschlossenen Palästinamandat wird die nachstehende, am 2. November 1917 durch Lord Balfour namens der britischen Regierung abgegebene Erklärung ausdrücklich bestätigt: „Seiner Majestät Regierung betrachtet die Schaffung einer nationalen Heimstätte in Palästina für das jüdische Volk mit Wohlwollen und wird die größten Anstrengungen machen', um die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei klar verstanden werde, daß nichts getan werden soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte bestehender nichtjüdischer Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und die politische Stellung der Juden in irgendeinem anderen Lande beeinträchtigen könnte.“ In Übereinstimmung mit Artikel 4 des Palästinamandates hat die als offizielle jüdische Vertretung für Palästina (Jewish Agency) anerkannte Zionistische Organisation die Judenheiten der Welt zum Eintritt in die Jewish Agency aufgefordert. Die am 26. Juni 1929 in Berlin tagende Konferenz des „Initiativkomitees für die Erweiterung der Jewish Agency in Deutschland“ nimmt die an die deutsche Judenheit ergangene Aufforderung freudig an und beschließt, die Vertretung der deutschen Judenheit innerhalb der Jewish Agency in folgender Form sicherzustellen: stellen: a) Eine Palästina-Konferenz aller deutschen Juden, die bereit sind, an den Arbeiten der durch Artikel 4 des Völkerbundsmandats für Palästina eingesetzten Jewish Agency teilzunehmen und an der Entwicklung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina mitzuarbeiten, ist so bald wie möglich einzuberufen. Diese Palästina-Konferenz soll die Vertreter der deutschen Judenheit in den Council der Jewish Agency entsenden. Sollte ein Reichsverband der deutschen Juden gebildet werden, so steht es der Palästina- Konferenz frei, ihre Rechte dem Reichsverband der deutschen Juden zu übertragen. b) Um der deutschen Judenheit eine angemessene Vertretung auf der bevorstehenden konstituierenden Tagung des Council der Jewish Agency zu sichern, beschließt die Konferenz des „Initiativkomitees für die Erweiterung der Jewish Agency in Deutschland“, bis zum Zusammentritt der Palästina-Konferenz der deutschen Juden sieben Vertreter und 14 Stellvertreter in den Council der Jewish Agency zu wählen. Die Wahl der deutschen Agency-Mitglieder Es wird ein siebengliedriger Ausschuß zur Nominierung der Kandidaten für den nichtzionistischen Teil der Jewish Agency eingesetzt. Nach einer Pause von eineinhalb Stunden wird die Sitzung wieder eröffnet. Der Vorsitzende erteilt das Wort dem Referenten der Kommission, Herrn Dr. Max Warburg. Max Warburg erklärt, die Kommission sei trotz großer Mühe nicht imstande gewesen, einen Wahlvorschlag für sechs Mitglieder und 12 Stellvertreter zu erstatten, vielmehr hat sie eine Liste von sieben Mitgliedern und 14 Stellvertretern ausgearbeitet, deren Wahl sie empfiehlt. Die Kommission ist der Ansicht, daß die Möglichkeit gegeben sein wird, für Deutschland diese Zahl von Delegierten zugebiligt zu erhalten. Auf diese Weise würden* Vertreter der deutschen Juden aus allen Kreisen in der Agency sein. Hierauf verliest der Referent eine Liste von 21 Namen (siehe unten). Vorsitzender Wassermann: Wir haben mit Erstaunen gehört, wie sich die Kommission aus der Schwierigkeit gezogen hat, die dadurch entstand, daß mehr Ansprüche als Plätze vorhanden waren. Wenn es gelingt, sieben Plätze für Deutschland durchzusetzen, dann ist es gut. Wir müssen aber auch für den Fall Vorsorge treffen, daß dies nicht gelingt. Dann müssen drei Herren ausscheiden. Ich schlage vor, daß in diesem Fall die sieben definitiven Mitglieder sich selbst darüber einigen, welches Mitglied von ihnen zurücktreten soll und in die Reihe der Stellvertreter übergeht. Wir würden dann 15 Stellvertreter haben, und ich bin dafür, daß das Los entscheidet, welche drei Herren dann auszuscheiden haben. Nach einer kurzenDebatte wird dieser Vorschlag von Wassermann angenommen und die von der Kommission vorgeschlagenen 21 Namen werden einstimmig gewählt. Es wurden in den Council der Jewish Agency, der am 11. August in Zürich Zusammentritt, gewählt: als Mitglieder Stadtkämmerer Bruno Asch, Frankfurt a. M.; Rabbiner Dr. Leo Baeck, Berlin; Justizrat Dr. Blau, Frankfurt a. M.; Dr. Bernhard Kahn, Berlin; Kommerzienrat Gerson Simon, Berlin; Rabbiner Dr. Isaak Unna, Mannheim; Oskar Wassermann. Berlin. Als Stellvertreter: Professor Georg Bernhard; Wily Dreyfus; Rabbiner Dr. Hugo Hahn, Essen; Jacob Heckscher, Hamburg; Rabbiner Dr. Jakob Horowitz, Frankfurt a. M.; Oberlandesgerichtsrat Dr. Alfred Neumeyer, München; Ministerialrat Dr. Otto Hirsch, Stuttgart; Großindustrieller Leo Simon, Berlin; Frau Margarete Tietz, Köln; Dr. Friedrich Brodnitz, Berlin; Dr. Albert Sondheimer, Frankfurt a. M.; Berthold Israel, Berlin. Wanderer MOTORWAGEN sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: Job. Winklholer & SDhne Mönchen 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 73844

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