Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 25 (21.6.1929)
- Date
- 1929-06-21
- Page
- Seite 395 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 25 Das Jüdische Echo 395 Rücksichtnahme auf die Bewässerung, mit Sicherheit erzielt werden. Die landwirtschaftliche Kolonisation muß auf der Basis von Privatinitiative und Kredit erfolgen. Die Hilfe der Zionistischen Organisation und der nationalen Fonds soll ihren Ausdruck nur in folgenden Formen finden: Kreditgarantiefonds, landwirtschaftliche Hypothekenbank, Vorbereitung des Bodens, Geulath-Hamain, Bau von Gebäuden, Informationsdienst, Hachscharah der Einwanderer, Verbreitung der Tozereth Hajischuw. 2. Budget und Kolonisation. Das bestehende Kolonisationssystem, welches auf dem Prinzip eines Paläslinabudgels der Zionistischen Organisation aufgebaut ist, muß abgeschafft werden. Die herrschende Vorstellung, daß die Zionistische Organisation aus den Mitteln eines durch Spenden aufgebrachten Budgets unmittelbare Kolonisationsarbeit betreibt, Kolonisationsobjekte schafft und unterhält (Kolonien gründet, für sie Boden und Inventar besorgt, ihre Defizite deckt oder Schulen und Krankenhäuser baut und unterhält), ist die Grundquelle aller übel der zionistischen Kolonisation. Das Institut des Budgets hat: a) den Siedler demoralisiert; b) die Kolonisationsmöglichkeiten aufs Äußerste begrenzt; c) die Palästinaregierung von der natürlichen Pflicht, Schulen und Krankenhäuser zu unterhalten, befreit, und diese Last auf die Zionistische Organisation abgewälzt; d) die Zionistische Organisation versklavt und sie zu einer Geldsammlungsmaschine gemacht, die zu einem bestimmten Termin bestimmte Geldbeträge aufzubringen hat. Das Palästinabudget muß deshalb abgeschafft und seine Funktionen müssen in folgender Weise verteilt werden: Das Gesundheits- und Schulwesen muß aus den allgemeinen Budgetmitteln des Landes erhalten werden. Die Kolonisation als solche (landwirtschaftliche wie städtische muß auf der Basis von Privatinitiative und Kredit vor sich gehen. Die Zionistische Organisation und ihre Fonds sollen keine unmittelbare Kolonisation betreiben, sondern nur der Privatinitiative zu Hilfe kommen. 3. Industrie und Handel. Auf dem Gebiete der Industrie und des Handels muß vor allem das Vorurteil überwunden werden, als ob die Landwirtschaft allein die einzige gesunde und annehmbare Grundlage für die Schaffung des jüdischen Nationalheims sei. Der Industrie muß der ihr in der modernen Wirtschaft gebührene Platz zugewiesen werden. Für den Handel wird Palästina mit der fortschreitenden Verkehrsentwicklung im Orient eine große Bedeutung erlangen. 4. Keren Kajemeth. Der Bodenerwerb soll hauptsächlich auf dem Wege der Privatinitiative, des Privateigentums und des Kredits vor sich gehen. Die Aufgabe des K.K.L. auf diesem Gebiet soll die Vereinheitlichung des Bodenerwerbs sein, um der Landspekulation vorzubeugen. Die Aufgabe des K.K.L. ist demnach im wesentlichen die Regulierung des Bodenerwerbs, und die Vorbereitung des Bodens. (Okkupation, Amelioration, Erschließung des Wassers.) 5. Keren Hajessod. Der Gedanke einer Steuer, die das Galuthjudentum für den Aufbau des Judenstaales zu entrichten hat, ist an und für sich richtig und gesund. Die Mittel des Keren Hajessod sollen ausschließlich in folgender Weise verwendet werden: Die eine Hälfte für die Schaffung von bleibenden Werten (Bau- und Vermietung von Häusern und Gebäuden für Wohnungen, Institionen oder Unternehmungen, wodurch die Lebenskosten vermindert werden.) Die andere Hälfte für die Schaffung eines Garantiekreditfonds, der für einen Teil des Privatkredits die Bürgschaft übernehmen soll. 0. Soziale Fragen und Arbeitersiedlung. In der Periode des Staatsaufbaues müssen alle persönlichen und Gruppeninteressen rücksichtslos den Interessen des Aufbauwerkes untergeordnet werden. Die Forderung jüdischer Arbeit in allen jüdischen Betrieben ist eine unbedingte Notwendigkeit, um der Immigration Arbeitsplätze zu schaffen. Ebenso notwendig ist der Zufluß jüdischen Privatkapitals, welches eine angemessene Verzinsung finden muß. Gegensätze zwischen Arbeit und Kapital müssen ausschließlich auf dem Wege des Ausgleiches geschlichtet werden. Der Jischuw muß ein Regime der nationalen Arbitrage proklamieren. Für die Seßhaftmachung der Arbeiter und ihren wirtschaftlichen Aufstieg soll in folgender Weise gesorgt werden: Umwandlung des landwirtschaftlichen Arbeiters und speziell des Okkupationsarbeiters in einen Farmer auf eigener Scholle. Die Hilfe der Nation wird in diesem Falle durch die landwirtschaftliche Hypothekenbank und durch die Versicherung des landwirtschaftlichen Arbeiters durch den K.K.L. verwirklicht. Umwandlung des Industriearbeiters in den Eigentümer des von ihm bewohnten Hauses durch Gewährung von Kredit, Errichtung von Arbeitersiedlungen um die Städte und Kolonien. Wahl Vorschlag Nr. 6 Zionisten-Revisionisten (angeschlossen der Weltwahlliste der Zionisten- Revisionisten) Wahlkreis II- Richard Lichtheim. Berlin. Dr. Paul Arnsberg, Frankfurt a. M. Dr. Julius Brutzkus, Berlin. Frau Edith Lachmann, Breslau. Dr. Ludwig Goldwasser, Leipzig. Ch. Bellilowski, Roßleben. Dr. Ernst Ettisch, Berlin. Leo Gold, ßeuthen. Hans Werner Berlin. Max Baer, Berlin. Redakteur Issai Klinow, Berlin. Reichswahlliste : Richard Lichtheim, Berlin. Redakteur Issai Klinow, Berlin. Dr. Paul Arnsberg. Frankfurt a. M. Dr. Wolfgang von Weisl, Jerusalem. Frau Edith Lachmann, Breslau. Dr. jdlius Brutzkus, Berlin. Dr. Ernst Ettisch, Berlin. Ch. Bellilowski, Roßleben. Dr. Ludwig Goldwasser, Leipzig. Leo Czeskis, Berlin. Hans Werner, Berlin. Eduard Willisch, Berlin. Max Baer, Berlin. Len Gold, Beuthen. DamDfmolkerei „SCHWABING“ München 23 Tel. 33557 Inhaber: Hans MPäßle Leopoldstr. 59—61 empfiehlt sämtl. Molkereiprodukte in feinster Qualität Spezialität: ff Schlagrahm und Molkerei-Edelbutter — eigenes Erzeugnis — Prämiert auf den Ausstellungen der D. L. G. zu München 1. Preis 1929, Dortmund 1927, Leipzig 1928. Schongauer Markenbutter. Filialen: Augustenstr. 76, Kölner PI.8, Leopoldstr. 48, Ungererstr.56 Wanderer MOTORWAGEN sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: Job. Winklhoier & SOhne Manchen 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 738 44