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Das jüdische Echo · 1929-06-21 · 25 (21.6.1929) · p. Seite 392

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
25 (21.6.1929)
Date
1929-06-21
Page
Seite 392 (sequence 8)
Language
German
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392 Das Jüdische Echo Nr. 25 Arbeit durch die Exekutive unerläßliche Voraussetzungen unserer Beteiligung. Wahlvorschlag Nr. 2 Poale Zion und .U.W.B. (angeschlossen der Weltwahlliste der Poale Zion (mit S.Z.). Gleichlautend für die Wahlkreise I, II und Reichswahlliste: W a li 1 k r e is I, II und Reichswahlliste : Salman Rubaschow, Tel-Awiw. Dr. Walter Preuß, Tel-Awiw. Mordechai Schattner, Berlin. Josef Wahl, Berlin. Dr. Georg; Lubinski, Berlin. Moscheh Braclmiann, Berlin. Karl Stein, Berlin. Frau Judith Katzenellenbogen, Leipzig. Marcel Lew, Hamburg. Dr. J. Neuberger, Düsseldorf. Eugen Samson, Breslau. Kongreßprogramm der Allgemeinen Zionisten in Deutschland I. Der XVI. Zionistenkongreß hat die Erweiterung der Jewish Agency endgültig durchzuführen. Die Erweiterung der Jewish Agency erfordert ein erneutes Bekenntnis aller Zionisten zu der nationalen Grundlage der zionistischen Bewegung und zu den gemeinsamen Zielen zionistischen Strebens. Der Kongreß soll in seinen Beschlüssen Zeugnis für die Lebenskraft und den Zukunftswillen der Zionistischen Organisation ablegen. Es gilt daher, Reformen durchzuführen, die eine Erstarkung der Organisation für den Kampf um die Durchsetzung des zionistischen Gedankens im Gesamtjudentum gewährleisten. II. Die Bildung der Exekutive soll auf der Grundlage einer Koalition angestrebt werden, d. h. einer die Exekutive stützenden Vereinigung der repräsentativen Gruppen auf der Grundlage eines gemeinsamen Aktionsprogrammes. III. Grundlinien des Aktionsprogrammes für die nächtse Arbeitsperiode: A. Die Stärkung der Zionistischen Organisation und die Ausbreitung des Zionismus im Galuth ist von allen Gruppen in gemeinsamer Arbeit, gefördert durch zentrale Propaganda der Exekutive durchzuführen. Diese Aufgabe verlangt Zusammenschluß aller zionistischen Gruppen unter Zurückstellung des Gruppenwettbewerbes und der Parteiauseinanderselzungen. B. Die Politik der Zionistischen Organisation soll hei Anerkennung der Bedeutung eines guten Einvernehmens mit der Mandatarmacht darauf gerichtet sein, daß die im Mandat enthaltenen Bestimmungen zugunsten der jüdischen Heimstätte in ihrem vollen Umfange realisiert werden. Jeder Versuch von Einzelpersonen — oder Gruppen, auf dem Gebiete der äußeren Politik selbständige Aktionen zu unternehmen, ist abzulehnen. Wir sind gegen alle Bestrebungen, die quantitative Bedeutung des Begriffes der jüdischen Heimstätte zu bagatellisieren. Die nationale Lösung der Judenfrage kann nur durch ein allseitig entwickeltes Leben eines auch zahlenmäßig bedeutenden, sich selbst erhaltenden Teiles des Volkes in geschlossener Siedlung im eigenen Lande erreicht werden. Die Exekutive soll aktive Schritte im Sinne einer jüdisch-arabischen Verständigung unternehmen. Eine ständige politische Aufgabe ist die Gewinnung des Verständnisses der großen politischen Welt. Dabei ist die Anerkennung unserer Arbeit durch die Organe des Völkerbundes von besonderer Bedeutung. C. Ziel unserer Kolonisationspolitik ist es, so bald als möglich eine neue Expansion des jüdischen Siedlungswerkes in Erez-Israel herbeizuführen, durch welche eine möglichst umfangreiche und zugleich entsprechend den Bedingungen der zionistischen Bewegung wirtschaftlich gerechtfertigte Einwanderung garantiert werden soll. Die Mittel zu einer expansiven Kolonisationspolitik erwarten wir von der Erweiterung der Agency, deren Sinn •cs ist, einen neuen Abschnitt zionistischer Großkolonisation in Palästina herbeizuführen. Die Agency wird sich nicht darauf beschränken dürfen, selbst in großem Umfang finanzielle Mittel aufzubringen. Sie wird darüber hinaus die Aufgabe haben, in großzügiger Weise den Zuzug jüdischen Privatkapitals nach Palästina anzuregen. Sie wird nach einem für Jahre voraus aufzustellenden Siedlungsplan als nationale Autorität das Siedlungswerk zu gestalten haben. Dabei wird sie auch darauf bedacht sein müssen, rechtzeitig den nationalen Einfluß in entstehenden Schlüsselunternehmungen, die für das ganze Kolonisationswerk von überragender Bedeutung sind, zu sichern. Die in den letzten zwei Jahren eingeleitele Konsolidierung des Siedlungswerkes muß als erster Schritt einer auf größere Ausdehnung gerichteten Kolonisalionsarbeit zu Ende geführt werden. D. Leitende Prinzipien des Siedlungswerkes sind: 1. Jüdische Arbeit, 2. Weitest mögliche Überführung des Bodens in Gemeineigentum des jüdischen Volkes, 3. Selbstbestimmungsrecht des Siedlers, in Verbindung mit dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit der Betriebe. E. Die Kolonisationsinstanzen der Jewish Agency sollen mit den produktiven Kräften des Jischuw aus allen Lagern, insbesondere mit den Organen der jüdischen Arbeiterschaft Zusammenwirken. In Anerkennung der fundamentalen nationalen Bedeutung Der neue AUSTRO- DAIMLER 6Cylinder,12/70PS Eine umwälzende Neukonstruktion Hirschbold K o m m. - G e 8. Fernruf 51355 MÜNCHEN Sonnenstr. 19

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