Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 24 (14.6.1929)
- Date
- 1929-06-14
- Page
- Seite 375 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Das jüdische Echo 375 '• i'MIvH ■ ■ Ml gi^ßbeschluß, der Präsident der Zionistischen Organisation sein, doch kann von dieser Bestimmung abge$angen werden, wenn der Gouncil mit dreiviertel Mehrheit diese beschließt, d. h. also wenn außer der gesamten nichtzionistischen Hälfte auch noch fünf- Prozent der zionistischen Hälfte einer solchen Änderung zustimmen. Der Keren Hajessod wird als dasi Instrument der Agency zur Deckung des jährlichen Palästinabudgets erklärt, während der Status desjljüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth) unverändert bleibt. .. padurch, daß der Keren Hajessod zum Finanzinslrument der Agency gemacht wird, kommt klar ziini Ausdruck, daß die Verantwortung für die Aufbringung des Budgets in Zukunft von Zionisten und Nichtzionisten gemeinsam getragen wird. feine Streitfrage bildete eine Institution, die für uns Zionisten eine Neuerung bedeutet. Es handelte sich darum, daß die Amerikaner gefordert hatten, die. | Möglichkeit zu bieten, daß ein Mitglied des Counpil von mehreren abwesenden Mitgliedern ermächtigt werden kann, in dessen Namen zu stimmen. Innerhalb des Zionismus hat man von einer solchen Einrichtung stets abgesehen, aber es kann nicht geleugnet werden, daß die Bewohner überseeischer Länder, besonders die Amerikaner, dadurch benachteiligt sind, da die meisten Sitzungen in Europa stattfinden. Es sei nur auf bedauerliche Tatsache verwiesen, daß an der jetzigen A.-C.-Sitzung kein AiC.-Mitglied aus Amerika teilnehmen konnte. Das A.G. konnte sich der Ansicht nicht verschließen, daß die (Forderung der Amerikaner angesichts der objektiven, ich möchte sagen geographischen Tatsachen eine gewisse Berechtigung hat. Um aber zu verhindern, daß zu viele Mitglieder des Council ohne äußeren Zwang von dieser Einrichtung Gebrauch machen, wurde bestimmt, daß eine Vertretung von Stimmberechtigten durch Kummulierung von Stimmrechten nur bei überseeischen Ländern zulässig ist; also gilt diese Vergünstigung für Amerikaner, wenn die Sitzung in Europa, und für Europäer, wenn sie in Amerika stattfindet. Übereinstimmung besteht auch darüber, daß im Falle der Wiederauflösung der erweiterten Agency die Zionistische Organisation in den Status der Jewish Agency im Sinne des Mandates zurückversetzt wird. Über die Voraussetzungen der Wiederauflösung und über gewisse Fragen der Exekutivbildüng schweben noch Verhandlungen. Dies sind die Bestimmungen der Konstitution, die die Öffentlichkeit am meisten interessieren dürfen. Es(tist selbstverständlich, daß der ganze Entwurf, nachdem er von der Gegenseite angenommen sein wird, noch der Ratifizierung durch den Kongreß unterliegt. Trotzdem hat die Exekutive von dem A.C. die Ermächtigung gefordert, den Council der Agency jetzt schon für August einzuberufen: da sonst die Abhaltung der Tagung unmöglich wäre. Die Exekutive verwahrt sich auf das schärfste gegen den von seiten der Radikalen Zionisten erhobenen Vorwurf, ihre Handlungsweise und die des A.C. sei illegal. Die Exekutive ist vielmehr der Ansicht, daß diese Sitzung des Aktionskomitees, bei der die Zustimmung aller maßgebenden Führer sämtlicher zionistischer Fraktionen (mit Ausnahme der Radikalen und Revisionisten) zu der Einberufung des Councils erfolgt ist, keinen Zweifel daran zuläßt, daß die Exekutive berechtigt und sogar verpflichtet ist, den Zusammentritt des Council der Agency soweit vorzubereiten, daß diese Tagung sofort nach der Ratifizierung durch den Kongreß, an der nicht zu zweifeln ist, vor sich gehen kann. Empfang für Lord Robert Cecil Cecils Bekenntnis zum Zionismus Berlin, 5. Juni. Im gastlichen Hause von Prof. Ludwig Stein fand Mittwoch, 4. Juni, nachm, ein vom „Deutschen Komitee Pro Palästina“ veranstalteter Tee zu Ehren von Lord Robert Cecil statt. Unter den Anwesenden bemerkte man die Damen Marie von Bunsen, Antonina Vallentin, Exz. von Ihne, Staatssekretärin Weißmann, Gräfin Arco, ferner die Herren Exzellenz Dernburg, Dirigenten im Auswärtigen Amt Freiherr von Richthofen, Legationsräte Ziemke und Sobernheim (Auswärtiges Amt), Baron von AIvensleben, Minister Schiffer, Präsident Hummel und Frau, Botschaftsrat Nicolson (Englische Botschaft), Botschafter Solf, den Vorsitzenden des Zionistischen Aktionskomitees Motzkin, den Vorsitzenden der jüdischen Gemeinde Kareski, Ministerialdirektor Dr. Badt, den Vorsitzenden der Zionistischen Vereinigung für Deutschland Blumenfeld, Col. Kisch (Jerusalem), Herrn von Lustig, Dr. Bernard Kahn, Staatssekretär a. D. Dr. Julius Hirsch und Frau, Chefredakteur der D. A. Z. Dr. Kahn, Chefredakteur Gesell (T.-U.), Eibau (Voss. Zeitung), sowie andere Persönlichkeiten der Gesellschaft und Vertreter der Presse. Prof. Ludwig Stein begrüßte die Erschienenen, in erster Linie den Gast Lord Cecil, ferner die Vertreter der Zionistischen Weltorganisation Col. Kisch, Motzkin und Blumenfeld. Redner knüpfte an den Vortrag, den Cecil am Tage zuvor in der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit gehalten hat; Lord Cecil habe dort mit einem Bibelwort geschlossen und damit schon äußerlich zum Ausdruck gebracht, daß die Sache des Völkerbundes mit der Bibel verknüpft ist. Dies ist besonders bedeutungsvoll für eine Bewegung, die das Volk der Bibel wieder auferwecken will. Wir feiern Der neue AUSTRO-DAIMLER 6 Cylinder,12/70 PS Eine umwälzende Neukonstruktion i Hirschbold K o m m. - G e 8. Fernruf 51355 MÜNCHEN Sonnenstr. 19