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Das jüdische Echo · 1929-05-31 · 22 (31.5.1929) · p. Seite 344

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
22 (31.5.1929)
Date
1929-05-31
Page
Seite 344 (sequence 8)
Language
German
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?*T?r 344 Das Jüdische Echo Nr 22 Diskussion über den in den „Blättern der Agudas Jisroel“ während der letzten Zeit bereits eingehend behandelten § 4 der Agudas-Satzungen. Dieser Paragraph schließt aus den zentralen Organen der Gesamt-Aguda Angehörige solcher Organisationen aus, die im „prinzipiellen Gegensatz“ zur Agudas Jisroel stehen. Der Paragraph wurde von der ersten Kenessio Gedaulo auf Antrag der Slowakei-Delegation geschaffen und richtet sich gegen den Misrachi. Er ist seit seinem Vorhandensein von weiten Kreisen, namentlich von Kreisen der deutschen Agudisten, stark angefochten worden. Die Verhandlungen auf dem Delegiertentag endeten mit der Annahme folgender Resolution: „Der Leipziger Delegiertentag der deutschen Landesorganisation der Agudas Jisroel ist der Überzeugung, daß eine Revision der Satzungen der Weltorganisation zu den wesentlichen Aufgaben der kommenden Kenessio Gedaulo gehört. Die Bestimmungen des § 4 über die Wählbarkeit in die zentralen Verwaltungsorgane der Agudas Jisroel entsprechen in der Auslegung, die sie gefunden haben, weder dem Wesen noch dem Zwecke einer Golus-Organisation, im Dienste der Gesamtheit des thoratreuen jüdischen Volkes. Die Beseitigung dieser Bestimmungen durch die Kenessio Gedaulo erscheint dem Delegiertentag als Lebensnotwendigkeit für die Erhaltung und die Erweiterung der gesamten Aguda, insbesondere aber der deutschen Landesorganisation. Der Delegiertentag empfiehlt die Abänderung von § 4, Absatz 3 und 4, in dem Sinne, daß die Wählbarkeit aller Agudisten gesichert wird, die den Anforderungen des § 4, Abs. 2, entsprechen und von denen die gewissenhafte Wahrung der Selbständigkeit der Agudas Jisroel zu erwarten ist.“ Somit wird die deutsche Landesorganisation auf der Kenessio Gedaulo für die Beseitigung der angefochtenen Bestimmungen eintreten und man erwartet, daß auf Grund dieses Beschlusses innerhalb Deutschlands manche Kreise der Gemeindeorthodoxie, die sich der Aguda bisher fernhielten, an dem Wahlkampfe für die Delegiertenwahlen zur Kenessio Gedaulo teilnehmen werden. Auf der anderen Seite ist durch den letzteren Satz der Resolution auch die weitere Mitarbeit derjenigen Gruppe ermöglicht, die sich verpflichtet fühlt, über die gewissenhafte Wahrung der Selbständigkeit der Orthodoxie mit besonderer Entschiedenheit zu wachen und dafür satzungsgemäß Garantien zu fordern. Ein ausführliches Referat erstattete Dr. Lipmann Schlesinger (Hamburg) über „Die Probleme der Kenessio Gedaulo“. Von Interesse sind noch folgende, von dem Delegiertentag einstimmig angenommene Resolutionen, die sich auf Palästina beziehen. Jewish Agency: Der Leipziger Delegiertentag der Aguda Jisroel in Deutschland hält den Beschluß der Wiener Zentralsitzung von 1921 für die Erez-Jisroel-Arbeit nach wie vor für aktuell und tritt für eine vollberechtigte und vollverpflichtete Mitarbeit der Agudas Jisroel in der Jewish Agency ein, unter der Bedingung, daß die Agency ausschließlich politischen und wirtschaftlichen Aufgaben gewidmet ist und die Kulturarbeit den beteiligten Verbänden überläßt. Gemeindegesetz in Palästina: Der deutsche Delegiertentag spricht der Leitung der Weltaguda Dank und Anerkennung für die in Erez Jisroel geleistete politische Organisationsarbeit aus und gibt seiner wärmsten Sympathie für die dortigen Gesinnungsgenossen Ausdruck. Er bittet den GA. weiter dahin zu wirken, daß jede Zersplitterung der gesetzestreuen Kreise in Erez Jisroel verhütet und die Schaffung einer einheitlichen orthodoxen Gemeinschaft gesichert wird. Die Neuwahlen zum Landesvorstand ergaben die Wiederwahl von Hamburg als Vorort, sowie der bisherigen Mitglieder des großen Landesvorstandes. Neugewählt wurden u. a. die Herren: Hugo Cahn (Mainz), Rechtsanwalt Klibansky (Frankfurt a. M.), Willy Guggenheim (Berlin) und Rabbiner Dr. Unna (Mannheim). Der Hntischächtbeschluß des internationalen Tierschutz« kongresses Wien, 20. Mai. (JTA.) Der internationale Tierschutzkongreß, der in der letzten Woche in Wien getagt hat, hat vor seinem Auseinandergehen eine Resolution angenommen, die dahingeht, zu erwirken, daß jedes Schlachten oder Schächten ohne vorangegangene Betäubung zu verbieten sei* Die vom französischen Delegierten Meitre Lespine vorgeschlagene Resolution, welche die humanste Art der Schlachtung forderte, wurde nicht angenommen, obwohl gerade die Kongreßteilnehmer von wissenschaftlicher Geltung sich für sie eingesetzt hatten. Miß Lind of Hageby, Professor Müller (München), Krämer (Berlin) und der Kongreßvorsitzende Dr. Melkus setzten sich für die Annahme der strengeren Resolution ein, indem sie ausführten, daß Ausnahmen zugunsten eines Volkes oder einer Konfession nicht gemacht werden dürfen. Der Kongreß setzte ein permanentes Juristenkomitee mit dem Sitz in Paris ein, welches Entwürfe staatlicher und internationaler XTOliWERCk GOLD 1 SCHOKOLADE-PRALINEN

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