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Das jüdische Echo · 1929-05-17 · 20 (17.5.1929) · p. Seite 315

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
20 (17.5.1929)
Date
1929-05-17
Page
Seite 315 (sequence 19)
Language
German
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Nr. 20 Das Jüdische Echo 315 EINLADUNG Frau IRMÄ LINDHEIM, NEW YORK Präsidentin der amerikanischen „Hadassah“, spricht am Donnerstag, dem 23. Mai, abends i/29 Uhr, im Konzertsaal des Hotels „Bayerischer Hol“, Promenadeplatz, über Die Juden in Ämerika und ihre Beziehung zu Palästina im Rahmen eines Gesellschaltsabends, den der Verband jüdischer Frauen für Kulturarbeit in Palästina zu ihren Ehren veranstaltet. Eintrittskarten ä 2.50 RM. inklusive Teegedeck sind nach vorheriger schriftlicher bzw. telefonischer Bestellung am Saaleingang in Empfang zu nehmen. / Ädresse: Fräulein Hohenberger, Herzog-Rudolf-Straße 1 / Telefon 297449. Gesellschaftsanzug erwünscht. über 12 (früher 14), die Demokraten über 4 (früher 5), die Aufwertungspartei über 3 (früher 4), die Altsozialisten über 2 (früher 4) Mandate. Die Nationalsozialisten haben ihre Mandatszahl von 2 auf 5 steigern können und bilden jetzt, da sich die bisherige Regierungsmehrheit von 49 auf 46 verringert hat, das Zünglein an der Wage bei der Bildung der künftigen Regierung. Sie können die Mehrheit nach rechts oder nach links herstellen, wenn nicht ein Kabinett der großen Koalition gebildet wird. Ende des Ritualmordmärchens in Memel — Das Gutachten des Universitätsprofessors Dr. Loehr Berlin, 8. Mai. (JTA.) In Memel ist eine weitgehende Klärung und Beruhigung der Lage erreicht worden. In erster Linie trug zur Beruhigung bei, daß der Oberstaatsanwalt der Presse die Meldung zugehen ließ: „In der Todessache Martha Jakumeit ist bisher noch kein Anhaltspunkt für eine strafbare Handlung gegeben.“ Ferner wirkte ein bedeutungsvolles Gutachten des Ordinarius der evangelisch-theologischen Fakultät, des bekannten Königsberger Universitätsprofessors Dr. Max Loehr, sehr beruhigend. Otto Abeies 50 Jahre Wien, 7. Mai. (JTA.) Der bekannte zionistische Schriftsteller Dr. Otto Abeies begeht in diesen Tagen seinen 50. Geburtstag. Er wird aus diesem Anlaß Gegenstand zahlreicher Ehrungen seitens der österreichischen Zionisten sein. Dr. Abeies war Redakteur der ,von Herzl gegründeten Wochenschrift „Die Welt“ und der einzigen jüdischen Tageszeitung in deutscher Sprache „Wiener Morgenzeitung“. Abeies hat auch vielgelesene Romane und Novellen aus dem Leben der Juden in Osteuropa veröffentlicht. Tel-Awiw feiert den 20. Jahrestag seines Bestehens Jerusalem, 5. Mai. (JTA.) Auf dem Ausstellungsgelände von Tel-Awiw versammelte sich am 2. Mai fast die gesamte Einwohnerschaft der Stadt zur Feier des 20. Jahrestags der Gründung der jüdischen Stadt Tel-Awiw. Der Bürgermeister, Herr Mayer Dizengoff, hielt die Eröffnungsansprache. Er gedachte zunächst der bei dem Pogrom im Jahre 1921 gefallenen Juden und teilte mit, daß die Stadtverwaltung beschlossen habe, die neue Straße, die eine Fortsetzung des Rothschild-Boulevard ist, ,Keren-Kajemeth-Boulevard“ zu benennen als Zeichen der Dankbarkeit für den Jüdischen Nationalfonds, der ein Haus und einen Geldbetrag als Darlehn für de Begründer von Tel-Awiw gestiftet hat. Nach Dizengoff hielt der Distriktsgouverneur eine Rede in hebräischer Sprache. Den Mittelpunkt der Feier bildete eine Prozession aller in Tel-Awiw Geborenen, c:ein Gruppen nach dem Geburtsjahr, jede Gruppe mit eigenem Banner, durch die Straßen der Stadt marschierten. 200 000 Menschen haben die Tel-Awiwer Messe besucht — Ein großer Erfolg für die Palästina- Industrie Jerusalem, 8. Mai. (JTA.) Am 5. Mai abends wurde die Messe in Tel-Awiw feierlich geschlossen. Der Chefsekretär der Palästinaregierung H. C. Luke hielt eine Ansprache, in der er erklärte, daß auch das fortgeschrittenste Land stolz sein würde auf Produkte und Leistungen, wie sie die Handelsmesse und -ausstellung in Tel-Awiw aufgezeigt haben. Die Entwicklung der Palästinaindustrie grenzt ans Wunderbare. — Der Bürgermeister von Tel-Awiw, Mayer Dizengoff, teilte mit, daß mehr als 200 000 Menschen die Messe besucht haben. Ausgestellt haben 300 Firmen. Während der Messe wurden Waren im Gesamtbeträge von 40 000 Pfund abgesetzt. Im Februar 378 Juden eingewandert, 104 ausgewandert Jerusalem, 5. Mai. (JTA.) Wie soeben vom Einwanderungsamt mitgeteilt wird, sind im Monat Februar 1929 483 Personen, unter ihnen 378 Juden, in Palästina eingewandert, während 166 Personen, unter ihnen 104 Juden, das Land verlassen haben. Im Januar d. J. wanderten 481 Personen (352 Juden) ein, 173 Personen (89 Juden) wanderten aus. Im Dezember kamen 107 Juden nach Palästina, während 99 Juden das Land verlassen haben. Während des ganzen Jahres 1928 war die Zahl der Einwanderer und die der Auswanderer gleich, nämlich 2178. In den drei Krisenjahren 1926, 1927 und 1928 kamen 17 971 Juden ins Land, 14 614 Juden verließen es, so daß der Gesamtüberschuß der Einwanderung in diesen drei Jahren 3357 ergab. Mit Beginn 1929 ist eine sich steigernde Einwanderer- und eine fallende Auswanderertendenz festzustellen. Der Elektrizitätskonflikt in Jerusalem nicht beigelegt Jerusalem, 5. Mai.. (JTA.) Die Jerusalemer jüdische Gemeinde hat eine Protestbewegung gegen die Jerusalemer Electric Corporation, die bei ihren Bauarbeiten nach wie vor jüdische Arbeiter nicht beschäftigt, eingeleitet. Die Corporation hat zwar ihre Bereitschaft erklärt, jüdische Arbeiter

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