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Das jüdische Echo · 1929-05-10 · 19 (10.5.1929) · p. Seite 297

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
19 (10.5.1929)
Date
1929-05-10
Page
Seite 297 (sequence 18)
Language
German
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Nr. 19 Das Jüdische Echo 297 der palästinensischen Judenheit sind jene unsichtbaren Hilfsquellen, die aus verschiedenen Ländern fließen, indem jeder Jude, der Verwandte in Palästina hat, diesen seine Hilfe angedeihen läßt. Diese unsichtbaren Hilfsquellen stellen ein Gewebe dar, das mit zahllosen feinen Fäden alle Teile der Welt an das Land Palästina knüpft und das eine große Kraftquelle für Palästina bedeutet. Der Iedalismus der Juden Palästinas und die grenzenlosen Opfer, die nicht allein die Kolonisten, sondern auch alle Elemente des Landes dem Werke des Aufbaus bringen, haben mich tief bewegt. Herr Warburg führte als Beispiel die beiden Brüder Pollac an, die als die Eigentümer der großen Zementfabrik „Nescher“ wie Eremiten leben und große Summen konstruktiven Zwecken widmen. Er wies auf den Fall des Architekten Green hin, der sofort nach dem katastrophalen Erdbeben, das zahlreiche Häuser zerstörte, aus eigener Kraft und eigenen Mitteln, ohne ein Entgelt zu verlangen, die Häuser reparierte und in erstaunlich kurzer Zeit die meisten beschädigten Gebäude wieder bewohnbar machte. Besprechung über die Palestine Economic Corporation Jerusalem, 28. April. (JTA.) Herr Felix M. Warburg hielt mit den Herren Dr. Bernhard Kahn, Mohl, Viteles, Julius Simon und Singer eine Besprechung über die Palästinaarbeit der amerikanischen Palestine Economic Corporation ab. Es wurde festgestellt, daß die Arbeit in befriedigender Weise vorwärts geht. Herr Felix M. Warburg verläßt in diesen Tagen Palästina und schifft sich am 25. Mai an Bord der „Berengaria“ nach Neuyork ein. Aus der jüdischen Welt zweite Kenessio Gedaulo“. Referent: Dr. Lipmann Schlesinger, Hamburg. Diverse Korreferenten. Fortsetzung der Generaldebatte einschließlich der Kenessio Gedaulo-Probleme. Anträge; Wahlen. 60. Geburtstag von Leo Bramson Berlin, 24. April. (JTA.) Am 29. April 1929 vollendet Herr Dr. Leo Bramson, Vorsitzender des Verbandes der Gesellschaften zur Förderung von Handwerk und Landwirtschaft unter den Juden, „ORT“, sein 60. Lebensjahr. Leo Bramson, Jahrzehnte hindurch während des Zarenregimes ein Vorkämpfer der Freiheitsidee und der jüdischen Gleichberechtigung in Rußland, ist in den Nachkriegsjahren, in denen er die Organisation des „ORT“-Verbandes über ganz Europa mit ausbauen half, zur zentralen jüdischen Persönlichkeit geworden. Wiederholte Schändung des jüdischen Friedhofs bei Aschendorf Osnabrück, 28. April. (JTA.) Die „Osnabrücker Volkszeitung“ meldet aus Aschendorf: „Wir haben schon von dem Unfug berichtet, den Bubenhände auf dem jüdischen Friedhof zwischen hier und Tunxdors verübt haben. Bekanntlich hat man dort mehrere Grabdenkmäler nicht nur umgeworfen, sondern sie auch völlig zerschlagen. Jetzt haben ruchlose Menschen abermals ihre Visitenkarte auf dem Gottesacker abgegeben, indem sie aus Teilen eines zerschlagenen Grabsteines auf dem Grabe eines eben erst beerdigten Kindes ein Kreuz errichtet haben. Die Unholde mögen sich vielleicht über die Pon ihnen verübten Heldentaten freuen, in den Augen unserer gesamten Bevölkerung bewertet man diese jedoch als das, was sie sind, als Schandtaten. Die Gemeindewahlen in Hannover AC.-Sitzung im Mai B e r 1 i n, 3. Mai. (JTA.) Seitens der Zionistischen Exekutive in Palästina ist der Wunsch zum Ausdruck gekommen, noch in der zweiten Hälfte des Mai eine Sitzung des Aktions-Comitees der Zionistischen Organisation stattfinden zu lassen. Herr Leo Motzkin, der Präsident des Aktions-Comitees, dem dieser Wunsch übermittelt wurde, hat in Berlin Beratungen mit den deutschen und mehreren durchreisenden auswärtigen AC.-Mitgliedern gepflogen. Es kam einmütig — auch mit den Stimmen der AC.-Opposition — der Wunsch zum Ausdruck, in der zweiten Hälfte des Mai eine AC.-Sitzung abzuhalten. Herr Motzkin begibt sich am kommenden Sonntag nach London, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Exekutive den genauen Zeitpunkt und den Ort der AC.-Tagung festzusetzen. . Delegiertentag der deutschen Landesorganisation der Agudah Hamburg, 28. April. (JTA.) Die Tagesordnung für den Delegiertentag der deutschen Landesorganisation der Agudas Jisroel, der am 19. und 20. Mai in Leipzig stattfindet, lautet: Sonntag, 1.30 Uhr: Sitzung des Gesamtvorstandes der Landesorganisation; 4 Uhr: Eröffnung des Delegiertentages, Begrüßung durch den Vorsitzenden, Bericht des GA., Bericht der Landesorganisation, Bericht der Jugendorganisation, Bericht der Palästina-Zentrale, Bericht des deutschen Keren Hatorah, Bericht des Kriegswaisenfonds, Wahl der verschiedenen Kommissionen, Eröffnung der Generaldebatte. Montag, 9,30 Uhr: Referat: „Die Die Wahlen zur Gemeindeverwaltung haben stattgefunden. Wie erinnerlich, hatten etwa 40 Mitglieder der religiös-liberalen Partei (es wurde gesagt, daß sich diese Zahl beliebig vergrößern lasse) erklärt, daß sie aus der Gemeinde austreten und eine Separat-Gemeinde gründen würden, wenn bei der beabsichtigten Wahlreform das sogenannte Aufnahmeprinzip fallen würde und damit die Ausländer das Wahlrecht erhielten. Das Repräsentantenkolleg, das in seiner Mehrheit das allgemeine Wahlrecht beschließen wollte, war MAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge, Kaulbachstraße 82/86 (Nähe Siegestor) Telephon 33 8 23—24 OPEL/ STUDEBAKER Vertretung — Spezial * Reparaturwerkstätte Günstige Ratenzahlungen

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