Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 19 (10.5.1929)
- Date
- 1929-05-10
- Page
- Seite 296 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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296 Nr. 19 Das Jüdische Echo humierung der Leiche angeordnet und gleichzeitig der Presse eine Erklärung übergeben, daß nach den bisherigen Untersuchungen ein Verbrechen als ausgeschlossen erscheint. Prof. Dr. Loehr von der Evangelischen Theologischen Fakultät der Universität in Königsberg hat ein Gutachten abgegeben, das ebenfalls der memelländischen Presse zugeleitet worden sei und in welchem Loehr betont, daß die Behauptung eines jüdischen Ritualmordes in das Reich der Fabel zu verweisen ist, da den Juden grundsätzlich der Genuß irgendwelchen Blutes verboten ist. Das erste Jewish-Ägency-Budget Die Amerikaner steuern 60 Prozent bei Jerusalem, 3. Mai. (JTA.) Am 29. April fand in Jerusalem eine gemeinschaftliche Sitzung der Mitglieder der Zionistischen Exekutive Palästinas, des Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation Dr. Weizmann, des Vorsitzenden der amerikanischen Jewish-Agency-Kommission, Felix M. Warburg und des Herrn Julius Simon statt. Gegenstand der Verhandlungen war die Festsetzung der allgemeinen Richtlinien für das erste Jahresbudget der Jewish Agency, das sich auf eine Million Pfund belaufen soll. Während der Sitzung wurde mitgeteilt, daß die amerikanischen Führer der Jewish Agency ihre Bereitschaft erklärt haben, die Quote von 60 Prozent des Gesamtbudgets — wie in dem Budgetplan vorgesehen ■— in den Vereinigten Staaten sicherzustellen. Die Mitglieder der Joint Palestine Survey Commission, der die Herren Felix M. Warburg, Lord Melchett, Dr. Lee, K. Frankel und Direktor Oskar Wassermann angehörten, hatten bekanntlich ein Minimalbudget von einer Million Pfund jährlich festgesetzt und dabei ihrer Überzeugung Ausdruck gegeben, daß dieses Budget sicher aufgebracht wird. Dieses Budget, hieß es in dem Bericht, würde bei strenger Sparsamkeit und vorteilhafter Verwendung genügen, um die gegenwärtigen Schwierigkeiten zu überwinden, und den im Gang befindlichen Aufbau zu einem befriedigenden Abschluß zu bringen. Der Bericht schloß mit einem Appell an die gesamte jüdische Welt, die notwendigen Opfer zur Verwirklichung eines Ideals zu bringen, das allen Juden eine Quelle des Stolzes und der Genugtuung sein und von der nicht jüdischen Welt als eine würdige Anstrengung der Judenheit zur Wiederaufrichtung des Landes ihres Ursprunges angesehen werden wird. Die Commissioners selbst verpflichten sich, ihren persönlichen Einfluß und ihre Bemühungen für die Verwirklichung des Zieles einzusetzen. Felix M. Warburg über die Mission der Jewish Agency Jerusalem, 28. April. (JTA.) Herr Felix M. Warburg empfing den Vertreter der Jüdischen Telegraphen-Agentur und sprach sich ihm gegenüber über die Zukunft der Jewish Agency aus. Er stellte fest, daß über die Arbeit und die Aufgaben der Jewis Agency zwischen Zionisten und Nichtzionisten ein völliges Übereinkommen erreicht wurde und daß hierüber völlige Übereinstimmung herrscht. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation wird gleichzeitig der Präsident der Jewish Agency sein, es könne aber auch eine andere Persönlichkeit zum Präsidenten der Jewish Agency gewählt werden, wenn diese drei Fünftel aller Stimmen auf sich vereinigt. Wohl ist das Arrangement getroffen worden, sagte Herr Warburg weiter, daß der große Rat und die administrativen Körperschaften der Agency zur Hälfte aus Zionisten, zur anderen Hälfte aus Vertretern nichtzionistischer Körperschaften zusammengesetzt sein sollen, ich stelle es mir aber vor, daß diese Einteilung nur für die Anfangsperiode Geltung haben werde; in Zukunft sollte die persönliche Befähigung das einzige Kriterium für die Übernahme eines Amtes sein. Bevor ich nach Palästina gereist war, fuhr Herr Warburg fort, bin ich in Cannes mit Baron Edmond de Rothschild und Lord Melchett zusammengetroffen. Baron de Rothschild bewies ein starkes Interesse für alle Einzelheiten der Lage und der Arbeit in Palästina und gab der Hoffnung Ausdruck, die erweiterte Jewish Agency werde das Werk in Palästina verstärken. Im Verlauf der weiteren Unterredung äußerte Herr Warburg, er habe in diesen Tagen viele Teile Palästinas besucht und tiefe Eindrücke empfangen. In ganz Palästina ist ein bemerkenswerter Fortschritt zu verzeichnen. Das größte Guthaben mr: . AM MERCEDES-BENZ Ein Wagen, den alle bewundern zuverlässig — bequem elegant — preiswert DAIMLER-BENZ A.-G. Verkaufstelle München, Lenbachplatz 4 Fernruf 59390 LEITER: DIREKTOR JAKOB WERLIN