Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 17 (26.4.1929)
- Date
- 1929-04-26
- Page
- Seite 264 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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264 Das Jüdische Echo Nr. 17 er 100 000 Dollar für den Keren Hajessod, Keren Kajemeth und die hebräische Universität. Dr. Weizmann wieder hergestellt Paris, 16. April. (JTA.) Wie die JTA. erfährt, ist der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Sir Chaim Weizmann, von seinem Halsleiden, das sich während seines Aufenthaltes in Berlin zur Zeit der A.C.-Sitzung im Dezember v. J. komplziert hatte, und das ihn zwang, sich einige Monate Schonung aufzuerlegen, wieder genesen und wird sich in einigen Tagen nach Palästina begeben, wo er mit führenden zionistischen und nichtzionistischen Persönlichkeiten Zusammentreffen und mit ihnen Fragen der Jewish Agency und des jüdischen Aufbaus in Palästina erörtern wird. Die verschollene Jerusalemer Ausflugsgesellschaft aufgefunden und geborgen Jerusalem, 16. April. (JTA.) Die aus Dr. Harry Sacher, Edwin Samuel und ihren Frauen, sowie aus acht weiteren prominenten Personen bestehende Gesellschaft, die im Auto einen Ausflug zum Toten Meer unternommen hatte und einige Tage lang verschollen blieb, wurde von dem auf der Suche nach ihr ausgesandten Flugzeug in einem defekt gewordenen Motorboot hilflos auf dem Toten Meer treibend aufgefunden. Dem Motorboot war das Benzin ausgelaufen, so daß es sich tagelang nicht den Ufern nähern konnte. Die Gesellschaft wurde aus ihrer hilflosen Lage befreit, alle Teilnehmer kehrten wohlbehalten nach Jerusalem zurück. Da die Gesellschaft schon am Samstag zurückerwartet wurde und bis Montag nicht eintraf, gab man sich in Jerusalem schweren Besorgnissen ri'l!Tf:7‘6/:14n HBÜ HAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge, Kaulbachstraße 82/86 (Nähe Siegestor) Telephon 33823—24 OPEL / STUDEBAKER Vertretung — Spezial «Reparaturwerkstätte Günstige Ratenzahlungen hin. Außer dem Luftfahrzeug, dem die schließliche Auffindung gelungen war, waren Abteilungen der palästinensischen und der transjordanischen Polizei sowie mehrere Boten nach zahlreichen Richtungen ausgesandt, um sie zu suchen. Ihre wohlbehaltene Rückkehr hat in der Jerusalemer Gesellschaft große Freude ausgelöst. Die Jerusalemer Eletric Corporation verpflichtet sich, zur Hälfte jüdische Arbeiter zu beschäftigen Jerusalem, 17. April. (JTA.) Der zwischen der Jerusalemer Jüdischen Gemeinde und der Jerusalemer Elextric Corporation wegen der Nichtbeschäftigung jüdischer Arbeiter beim Bau und der Anlage des Jerusalemer Elektrizitätswerkes entstandene Konflikt ist dadurch beigelegt worden, daß sich die Corporation gegenüber der jüdischen Gemeinde verpflichtet hat, von jetzt ab bei allen Arbeiten zur Hälfte jüdische Arbeiter zu beschäftigen. Die neuen Arbeiten werden in kurzem, nach Eintreffen der neuen Maschinen aus dem Auslande, begonnen werden. Ein Palästinawald zum Andenken an die Pinsker Märtyrer Tel-Awiw, 20. April. (JTA.) Die aus der Stadt Pinsk nach Palästina eingewanderten Juden haben beschlossen, einen Wald zu pflanzen zur Erinnerung an die beim Einzug des polnischen Militärs in Pinsk im Jahre 1919 standrechtlich erschossenen 35 angesehenen zionistischen Persönlichkeiten. Die Erschießung der 35 Zionisten, die unter der Beschuldigung kommunistischer Betätigung ohne vorangegangenes Verfahren und nur auf Grund irgendeiner aufgefundenen Liste vor sich ging, hat damals auf die gesamte polnische Judenheit einen niederschmetternden Eindruck gemacht. Chancellor unterzeichnet die Tiberias-Bäder- Konzession Jerusalem, 18. April. (JTA.) Oberkommissar Chancellor hat soeben die Konzession betreffend die Tiberias-Thermen unterzeichnet. Die Konzession lautet auf die Namen Suprasky, Gesundheit und Richter Rosenblatt, die über 90 Prozent der Aktien der neugegründeten Bädergesellschaft verfügen, während 10 Prozent den Arabern Soleiman Nassim und Amin Rizek, früheren Eigentümern der Bäder, gehören. Die Konzession wurde für 40 Jahre erteilt.