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Das jüdische Echo · 1929-04-26 · 17 (26.4.1929) · p. Seite 263

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
17 (26.4.1929)
Date
1929-04-26
Page
Seite 263 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 17 263 Das Jüdische Echo lung gegen fünf jüngere Leute im Alter von 19 und 26 Jahren wegen der Anschläge gegen die Synagoge und die jüdische Schule in Arnsberg statt. Der Hauptangeklagte ist der Sohn eines Prokuristen der Kosackschen Papierfabrik, ein anderer Angeklagter der Sohn eines angesehenen Papierfabrikanten in Hagen-Westfalen. Sämtliche Angeklagte haben höhere Schulen besucht, zum Teil sogar das Abituriumexamen gemacht. Sie legten in der Hauptverhandlung ein reumütiges Geständnis ab. Sie leugneten einen Zusammenhang der Tat mit der vorangegangenen Hetzversammlung des Pfarrers Münchmeyer und gaben an, sie seien sämtlich schwer betrunken gewesen und zufällig an dem Hause vorbeigekommen, in dem sich die Synagoge befindet. Auf den Zuruf: „Hier ist die Judenschule“, seien sie lediglich aus Leichtsinn in das Zimmer eingedrungen und hätten dort Unfug getrieben. Das Gericht verurteilte die Angeklagten zu Geldstrafen in Höhe von 150 bis 350 RM. und bezeichnete in der Begründnug die Tat als „äußerst flegelhaft und gemein“. Eine neue Wendung in der Mordaffäre Halsmann Wien, 16. April. (JTA.) Im Falle des wegen angeblichen Vatermordes vom Innsbrucker Schwurgericht zu zehn Jahren Kerker verurteilten Rigaer jüdischen Studenten Philipp Halsmann hat die Untersuchung neue Momente zutage gefördert, die für den Verurteilten so entlastend sein sollen, daß die Verteidigung sogar mit der Möglichkeit einer Aufhebung des Verfahrens rechnet, so daß es wahrscheinlich zu einer neuen Gerichtsverhandlung, wie sie von dem Wiener Kasationshof angeordnet worden ist, nicht mehr kommen wird. Die Untersuchung hat sehr starke Verdachtsmomente gegen einen unbekannten Täter ergeben, die die Annahme eines Raubmordes als gerechtfertigt erscheinen lassen, wofür auch die Tatsache der ausgeraubten Brieftasche des alten Halsmann spricht. Vertreter der englischen Juden In der Jewish Agency London, 17. April. (JTA.) Der am Sonntag, dem 21. April, zusammentretenden Konferenz der englischen Judenheit werden die folgenden Resolutionen zur Abstimmung vorliegen: Die Konferenz rechtmäßig ernannter Vertreter jüdischer Kongregationen und Institutionen auf den britischen Inseln ermächtigt den Board of Deputies, entweder aus den Reihen seiner eigenen Mitglieder oder anderen Gruppen nicht weniger als sechs Personen zu ernennen, die die jüdische Gemeinschaft Englands in der Jewish Agency für eine vom Board of Deputies noch zu bestimmende Zeit vertreten sollen. Die Konferenz begrüßt es, daß die englisch-jüdische Gemeinschaft durch ihre Vertretung in der Jewish Agency an der Erfüllung der der Agency das vom Völkerbund der britischen Regierung anvertraute Palästinamandat zugewiesenen Pflichten teilnimmt; die Konferenz gelobt, ihr Deutsche Neuwäscherei O.m.h.H. FELIX BRANRNER MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäschenur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8 Tage Äußerstes zu tun, um die britische Regierung in der Verwirklichung des Mandates zu unterstützen und das jüdische Aufbauwerk in Palästina nach Kräften zu fördern. Die Konferenz ersucht den Board of Deputies, ein Palästinakomitee einzusetzen, dem die englisch-jüdischen Vertreter in der Agency angehören sollen. Die Statuten des Palästinakomitees unterliegen der Genehmigung seitens des Board of Deputies. United Synagogue nimmt an der Agencykonferenz aus verfassungstechnischen Gründen nicht teil London, 12. April. (JTA.) Die Ehrenbeamten (Exekutive) der Londoner United Synagogue haben sich in der letzten Sitzung mit der an die Unir ted Synagoge seitens des Jewish Board of Deputies ergangenen Einladung zur Teilnahme an der Jewish-Agency-Konferenz der englischen Juden befaßt und den Beschluß angenommen, dem Rat zu empfehlen, dieser Einladung im Hinblick auf die der Tätigkeit der United Synagogue in ihren Statuten gezogenen Grenzen nicht Folge zu leisten. Gleichzeitig wurde betont, daß kein Einwand dagegen erhoben werden soll, daß die zwölf Herren, die die United Synagogue beim Board of Deputies vertreten, an der Agencykonferenz teilnehmen. Der Rat der United Synagogue hatte sich nun in einer im Jews’ College, unter dem Vorsitz von Sir Robert Waley Cohen, abgehaltenen Sitzung mit diesem Beschluß seiner Exekutive zu befassen. Er stimmte dem Beschluß der Exekutive bezüglich der Nichtteilnahme der United Synagogue an der Agencykonferenz zu. Isidore Morrison stiftet der hebräischen Universität ein Institut für Augenheilkunde N e u y o r k , 20. April. (JTA.) Herr Isidore Morrison teilt mit, daß er 100 000 Dollar für den Bau eines Instituts für Augenheilkunde an der hebräischen Universität zu Jerusalem sofort zur Verfügung stellt. Dieses Institut wird die erste Einheit der zukünftigen medizinischen Fakultät der Universität bilden. Herr Isidore Morrison hat sich ferner verpflichtet, dem Institut jährlich 10 000 Dollar für dessen Erhaltung zuzuführen. Weiter teilt er mit, daß er in seinem Testament eine Verfügung getroffen hat, daß aus seiner Hinterlassenschaft ein Fonds entnommen werden soll, dessen Ertrag für die vollständige Erhaltung des Instituts für Augenheilkunde ausreichen soll. — Isidore Morrison ist einer der Begründer der Zionistischen Organisation in Amerika und war einige Jahre Vorsitzender der Finanzkommission des amerikanischen Keren Hajessod. 1925 stiftete Wanderer MOTORWAGEN sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: Joh. Winklholer & Söhne München 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 738 44

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