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Das jüdische Echo · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · p. Seite 249

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
Seite 249 (sequence 18)
Language
German
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Nr. 16 Das Jüdische Echo 249 dennoch nicht beiseite zu stehen, sondern Delegierte zu der Konferenz zu entsenden. Auf Antrag von M. H Davis wurden die folgenden zehn Delegierten für die Agency-Konferenz der englichen Juden gewählt: D. Barnett, I. M. Shochet, L. Segalov, J. M. Libgott, N. Fisher, J. Kahan, A. E. Mögen, B. Simons, I. Cohen und M. Churner. Der Präsident, M. H. Davis, selbst ist einer der Vertreter des Board of Deputies für die bevorstehende Konferenz. Fünf Jahre Gefängnis für den Juden-Mörder Trofimow Moskau, 12. April. (JTA.) Der Fabrikarbeiter Trofimow, der seinen jüdischen Arbeits- und Parteigenossen Bolscheminikow mit einem Beil erschlug, wurde vom Gericht in Pskow zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, wobei das Gericht gleichzeitig anerkannte, daß die Strafe im Hinblick auf die Jugend des Mörders — er ist erst 17 Jahre alt .— auf fünf Jahre Gefängnis herabzusetzen sei. Die ebenfalls 17jährigen Arbeiter und Jungkommunisten Sineninkolsky und Kunizin wurden der Beihilfe am Morde schuldig befunden und zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt, wobei auch dieses Urteil im Hinblick auf ihre Jugend auf je ein Jahr herabgesetzt wird. Gurin erhielt ein Jahr Gefängnis,, auch ihm wurde die Strafe wegen seiner Jugend auf acht Monate reduziert. Die Fabrikbeamten Kruze und Borisow, die wegen stillschweigender Duldung und darum Begünstigung der systematischen antisemitischen Verfügung Bolscheminikows angeklagt waren, kamen mit einem strengen Verweis davon. Das Urteil hat in Rußland geteilte Aufnahme gefunden. Die judenfeindlichen Elemente zeigen sich über das milde Urteil befriedigt. Diejenigen aber, die es für notwendig ansehen, daß gegen den Antisemitismus ein entscheidender Schlag geführt wird, sind über das Urteil enttäuscht. Nach ihrer Meinung hätte das Gericht wenigstens theoretisch die Todesstrafe aussprechen sollen, um dann mit Rücksicht auf die Jugend Trofimos auf zehn Jahre Gefängnis zu erkennen. Eine Statistik der in Rußland beschlagnahmten Synagogen — Starke Verminderung der Zahl der Rabbiner Moskau, 14. April. (JTA.) Die Zeitung „Bezboschnik“ teilt mit, daß von den in der Ukraine im Jahre 1914 vorhanden gewesenen 1400 Synagogen im Jahre 1927 nur noch 1034 Synagogen übrig geblieben wären. Seit 1927 sind wiederum etwa 100 Synagogen behördlich beschlagnahmt und in Arbeiterklubs umgewandelt worden. In Weißrußland sind bis zum Jahre 1927 100 Synagogen behördlich geschlossen worden. In der gleichen Weise wie die Zahl der Synagogen vermindert sich auch die Zahl der Ortsrabbiner, denen bekanntlich im heutigen Rußland die materielle Grundlage für ihre Existenz fehlt, da Gemeinden nicht bestehen dürfen und die Rabbiner auf Zuwendungen seitens privater Personen angewiesen sind. In den Jahren 1914 bis 1927 verminderte sich denn auch die Zahl der Rabbiner in der Ukraine von 1059 auf 850. In dem gleichen Verhältnis verminderte sich die Zahl der Rabbiner in Weißrußland. Synagogenweihe der Negerjuden in Neuyork. Ein Negerherrscher aus Westafrika wohnt der Feier bei Neuyork, 25. März. (JTA.) Bekanntlich existiert in Neuyork eine Kongregation von Negern jüdischen Glaubens, die sich „Bnei Brith Abraham“ nennt. Die Kongregation erwarb vor kurzem im Zentrum des Negerviertels von Neuyork zwei Häuser und baute sie in eine Synagoge und eine Schule um. Der Einweihung der Synagoge wohnte ein Negerherrscher aus Westafrika, Prinz Gora Amaa III., bei, der über Millionen Negeruntertanen herrscht. Vor der Feier wurden das Mincha- und das Maariwgebet gemeinsam verrichtet. Es fand dann eine Seelenandacht nach verstorbenen Negerjuden statt, wobei der Rabbiner der Negergemeinde, Rabbi Ford, der selber Neger ist, das Kaddischgebet sprach. Fürst Gora Amaa hielt eine Ansprache, in der er die kulturell hochstehenden Mitglieder der Gemeinde aufforderte, in sein Reich nach Afrika zu kommen, wo sie als Lehrer des Volkes an der Erlösung Afrikas mitarbeiten sollen. Rabbi Ford führte in seiner Rede aus, die schwarzen Juden seien für den Aufbau von Erez Israel und für die Befreiung Afrikas. Mit dem Gesang von „Hatikwah“ schloß die Feier. Die jüdische Negergemeinde setzt sich aus Negern zusammen, die oder deren Eltern erst in Amerika zum Judentum übergetreten sind. Wohl gibt es in Amerika Neger, die behaupten, einem uralten jüdischen Negerstamm anzugehören. Diese Behauptung hält aber der Prüfung nicht stand. Warum die Palästinaregierung den Hafenbau in Haifa in eigener Regie führt London, 12. April. (JTA.) Der Beschluß der Palästinaregierung, die Bauarbeiten im Haifaer Hafen durch ihre eigenen Departements, unter Ausschaltung von Privatunternehmern, durchzuführen, wurde — so schreibt der „Manchester fer51' J^uxffbzr36rr3. JKaufingerO^r. 2~5~ frr. 8 J^bkol u ng Kostenlos r

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