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Das jüdische Echo · 1929-04-19 · 16 (19.4.1929) · p. Seite 248

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
16 (19.4.1929)
Date
1929-04-19
Page
Seite 248 (sequence 8)
Language
German
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248 Das Jüdische Echo Nr. 16 Tel-Awiw zusammenfällt. Die Ausstellung, die nun seit Jahren regelmäßig wiederholt werde, führ immer wieder vor Augen, was der jüdische Pioniergeist in Palästina unter der Voraussetzung voller Handlungsfreiheit leisten könne. Von besonderer Bedeutung sei an der Ausstellung die starke Teilnahme der jungen palästinischen Industrie, deren Produkte sich in kurzer Zeit im Lande und in den Nachbarländern durchgesetzt hätten. Mit einem Dank an die Organisatoren und Mitarbeiter an der Ausstellung, sowie an die beteiligten Regierungsstellen schloß Herr Dizengoff seine Rede, die ins Englische und Arabische übersetzt wurde. Der High Commissioner erwiderte auf die Begrüßungsrede von Herrn Dizengoff mit Worten hoher Anerkennung für die Leistung, die die Ausstellung in Tel-Awiw darstelle. Die große Zahl der Teilnehmer und die Art und Weise der Ausstellung erweckten in ihm den Eindruck, daß man auf dem Gebiete des Aufbaus in Palästina bereits außerordentlich viel gelernt habe. Es sei erfreulich, den deutlichen Fortschritt zu verfolgen, den die palästinensische Wirtschaft in allen Zweigen dauernd mache und an dem auch die junge Industrie stark beteiligt sei. Die Möglichkeiten für die Industrie würden zweifellos durch die baldige Beendigung des Rutenbergschen Elektrizitäts-Unternehmens noch erheblich gesteigert werden. Man solle sich allerdings zunächst auf die industrielle Produktion konzentrieren, die in Palästina bereits Beweise ihres Gelingens gegeben habe. Er wende sich an alle diejenigen, die an der Entwicklung und an dem Aufblühen des Landes interessiert und in der Lage seien, hier Kapital und Kraft zu investieren, mit dem Appell, die Erschließung des Landes tatkräftig zu unterstützen. Die Ausstellung wurde sodann vom High Commissioner als eröffnet erklärt. Ein Rundgang durch die Pavillons und Hallen schloß den Eröffnungsakt. (Ziko) Aus der jüdischen Welt Dr. Eckener an den deutschen Keren Hajessod Berlin, 10. April. (JTA.) Der Führer des Luftschiffes „Graf Zeppelin“, Dr. ing. e. h. Hugo Eckener, hat nach der Rückkehr von der Orientfahrt des „Grafen Zeppelin“ an den Vorsitzenden des Deutschen Keren Hajessod nachstehendes Schreiben gerichtet: „Sehr verehrter Herr Präsident! Für die in so liebenswürdiger Weise den Teilnehmern an der Orientfahrt gestifteten Flaschen edlen palästinensischen Weins möchte ich nicht verfehlen, zugleich im Namen der Passagiere meinen herzlichen Dank auszusprechen. Wir haben den Wein getrunken, als wir in1 höchst eindrucksvollem Fluge vom Toten Meer uns wieder über Jerusalem erhoben und, von dem merkwür- TEINACHER HIRSCHQUELLE rein natürliches Mineralwasser von Weltruf, ärztl. sehr empfohlen bei BLASEN-, NIEREN- und HALSLEIDEN Generaidppot: EDUARD KÜHLES # MÜNCHEN RASPSTRASSE 6 TELEPHON 92 200 digen Erlebnis im Innersten ergriffen, wieder über der hell strahlenden Hauptstadt des Landes standen und den Jubel der Bevölkerung zu uns heraufschallen hörten. Es war eine feierliche Stunde, die ihre Weihe mit Recht in einem so edlen Tropfen finden durfte. Mit vorzüglicher Hochachtung Ihr sehr ergebener Dr. H. Eckener.“ Keren-Hajessod-Stiftung zugunsten der hebräischen Universität Berlin, 10. April. (JTA.) Herr Dr. Julius Moses in Mannheim hat einen Betrag von etwa 2500 RM., den ihm Freunde und Verehrer anläßlich seines 60. Geburtstages zur freien Verfügung gestellt haben, durch den deutschen Keren Hajessod dem mikrobiologischen Institut der Hebräischen Universität in Jerusalem zugewandt. Ein großes jüdisches Sportfest am Tage der Eröffnung des 16. Zionistenkongresses Zürich, 9. April. (JTA.) Am 28. Juli d. J., dem Tage der Eröffnung des 16. Zionistenkongresses, wird in Zürich ein großes Sportfest der jüdischen Sportverbände stattfinden, an welchem sich Hakoah (Wien), Hagibor (Prag), Makkabi (Antwerpen), Makkabi (Paris) u. a. m. beteiligen werden. Zu dem Schauturnen werden mehr als 500 jüdische Turner aufmarschieren. Ein Weltkongreß der zionistischen Frauen Zürich, 9. April. (JTA.) In der Zeit des 16. Zionistenkongresses, der bekanntlich am 28. Juli mit einer feierlichen Sitzung im Züricher Stadttheater eröffnet wird, findet in Zürich auch ein Kongreß des Weltverbandes der Zionistischen Frauenvereine (Wizo) statt. Die Züricher Frauenorganisation, „Züricher Kulturverband“, wählte ein Damenkomitee, dem der Empfang und die Unterbringung der Frauendelegierten zum Zionisten- Kongreß und zum Wizo-Kongreß obliegt. Der Wizo-Kongreß wird dem Zionistischen Weltkongreß vorangehen. Die englische Federation of Synagogues nimmt an der Jewish-Agency-Konferenz teil London, 10. April. (JTA.) In der gestern in London abgehaltenen Sitzung des Ausschusses der Federation of Synagogues, die den religiös-konservativen Teil der englischen Juden repräsentiert, empfahl der Präsident der Federation, M. H. Davis, den Delegierten, der Einladung des Board of Deputies zur Teilnahme an der am 21. April stattfindenden Konferenz der englischen Juden, in der die englischen Vertreter im nichtzionistischen Teil der Agency gewählt werden sollen, Folge zu leisten. Er erklärte, er habe die Frage sorgfältig erwogen, die nicht gerade einfach zu lösen sei. Die Zionisten wünschen, daß Palästina ein wirkliches Nationalheim werde. Nun geht man daran, eine Agency aus Zionisten, lauen Zionisten, und gar Antizionisten zu bilden. Immerhin ist eine gewisse Bürgschaft in der Tatsache vorhanden, daß die Agency zu 50 Prozent aus Zionisten bestehen wird. Wenn die Mitglieder der Federation, einer orthodoxen Körperschaft, die sich stets mit dem Zionismus identifiziert hatte, sorgfältig die Vorteile und die Nachteile einer Teilnahme an der Agency-Konferenz abwägen, müssen sie zu dem folgenden Schlüsse kommen: So sehr es erwünscht gewesen wäre, eine hundertprozentig zionistische Agency zu haben, so gebiete die jüdische und die zionistische Pflicht, der Federation

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