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Das jüdische Echo · 1929-04-05 · 14 (5.4.1929) · p. Seite 218

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
14 (5.4.1929)
Date
1929-04-05
Page
Seite 218 (sequence 19)
Language
German
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218 Das Jüdische Echo Nr. 14 dieser Stunde das fröhliche Fest des Purim begeht, bewundere die Taten des Zeppelin und wünscht dem Luftschiff, seinem Führer Dr. Eckener und der Besatzung weitere Erfolge und sagt ihnen ein herzliches „Schalom“. Aus der jüdischen Welt Sitzung des Landesvorstandes der Z. V. f. D. Ansiedlung deutscher Chaluzim in Palästina — Kurt Blumenfeld über die aktuelle Lage der zionistischen Bewegung Berlin, 28. März. (JTA.) Der Landesvorstand der Zionistischen Vereinigung für Deutschland trat am 24. März zu einer Sitzung zusammen, in der als erster Punkt der Tagesordnung die Frage der Ansiedlung deutscher Chaluzim in Palästina behandelt wurde. Es handelt sich um ein Ansiedlungsprojekt, das bereits grundsätzlich beschlossen worden ist. Der vom Geschäftsführenden Ausschuß vorgelegte Finanzierungsplan wurde genehmigt, ein erheblicher Teil der Mittel ist bereits beschafft worden und es ist zu erwarten, daß die noch erforderlichen Beträge im Laufe der nächsten Monate aufgebracht werden. Auch über die Methode der Ansiedlung ist in den meisten Punkten eine Übereinstimmung erzielt worden. Die endgültige Beschlußfassung erfolgt erst auf der nächsten Sitzung des Landesvorstandes. Die Nachmittagssitzung wurde durch ein Referat von Kurt Blumenfeld über die aktuelle Lage der zionistischen Bewegung eingeleitet. Blumenfeld gab eine.Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung in Palästina und berichtete über die Vorarbeiten zur Konstituierung der Jewish Agency. Die wesentlichste Aufgabe erblickte er in der Konzentration der zionistischen Kräfte, vor allem in einem starken allgemeinen Zionismus als Träger der Hauptaufgaben der zionistischen Bewegung. Das Schicksal des allgemeinen Zionismus sei entscheidend für die Zukunft der Zionistischen Organisation überhaupt. Der Landesvorstand nahm ferner einen Bericht über zionistische Frauenarbeit entgegen, auf deren Entwicklung große Hoffnungen gesetzt werden. Der vorgelegte Etat für das laufende Jahr 1929 wurde in der Etatdebatte genehmigt. 25 Jahre Jüdischer Frauenbund in Deutschland — Jubiläumstagung in Berlin Berlin, 30. März. (JTA.) Am 9. bis 11. Juni tagt in Berlin der Jüdische Frauenbund von Deutschland. Die Tagung gewinnt eine besondere Bedeutung dadurch, daß der Bund sein 25jähriges Bestehen in diesem Jahre feiert. Der verantwortlichen Vertreterinnen des Bundes werden auf Grund ihrer langjährigen Arbeit über die Entwicklung des Jüdischen Frauenbundes berichten und die Zukunftsaussichten der jüdischen Frauenbewegung und jüdischen Frauenarbeit erörtern. Der Jüdische Frauenbund, der 50 000 Mitglieder umfaßt und dem 450 Frauenvereine aller jüdischpolitischen Richtungen angeschlossen sind, verspricht sich von dieser Tagung, die in allen Kreisen schon lebhaften Widerhall findet, wesentliche Förderung der gesamten Arbeit. Berlin, 30. März. (JTA.) Einer Anregung von Frau Rebekah Kohut, Neuyork, die auch im Jahre 1923 eine jüdische Frauenkonferenz in Wien einberufen hatte, folgend, findet vom 4. bis 6. Juni d. J. in Hamburg eine Internationale jüdische Frauentagung statt. Mit der Vorbereitung dieses Kongresses ist ebenfalls der Jüdische Frauenbund von Deutschland betraut worden. Der polnische Senat stimmt Anträgen jüdischer Senatoren zu Gegen übermäßige Steuern, gegen Numerus clausus, für Stützung jüdischen Religions-, Erziehungs¬ und Kulturwesens Warschau, 26. März. (JTA.) Der polnische Senat nahm in seiner letzten Sitzung mehrere von den jüdischen Senatoren Dr. Davidsohn und Körner eingebrachte Resolutionen an, so u. a. Anträge wegen Senkung der Umsatz- und Einfuhrsteuer, Herabsetzung der Strafen bei Überschreitung der Geschäftssperrstunde usw. Ferner nahm der Senat die folgende Resolution an: Der Senat fordert die Regierung auf, die Entwicklung des privaten Schulwesens mit hebräischer und jiddischer Unterrichtssprache nicht zu hemmen. Die Regierung wird aufgefordert, von ihrem Rechte, Mitglieder der Verwaltung der jüdischen Gemeinden in den Ostgebieten, in Galizien und im früheren preußischen Gebiet zu ernennen, keinen Gebrauch zu machen. Das Staatsbudget für religiöse Bedürfnisse soll in Zukunft nach der Zahl der Bürger jeden Glaubens auf die einzelnen Glaubensbekenntnisse verteilt werden. Der Senat nahm Anträge jüdischer Senatoren wegen Subventionierung der folgenden jüdischen Institutionen an: Zentrales Rettungskomitee, Jüdische Gesellschaft für Schutz taubstummer Kinder,. Jüdischer Waisenschutz, Hechaluz, Zentrale jüdische Auswanderergesellschaft „JEAS“ und Gesellschaft für jüdischen Gesundheitsschutz „TOS“. Bezüglich des Numerus clausus nahm der Senat eine Resolution an, in der die Regierung aufge- D e r neue AUSTRO-DAIMLER 6Cylinder,i12/70PS Eine umwälzende Neukonstruktion Hirschbold K o m m. - G e s. Fernruf 51355 MÜNCHEN Sonnenstr. 19

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