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Das jüdische Echo · 1929-03-29 · 13 (29.3.1929) · p. Seite 199

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
13 (29.3.1929)
Date
1929-03-29
Page
Seite 199 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 13 Das Jüdische Echo 199 Da kamen Sie und haben ein neues Blatt in unsere Geschichte eingefügt, ein genialer Mann, der als Wissenschaftler von der ganzen Welt bewundert wird, und sich zur gleichen Zeit stolz zu den Interessen seines jüdischen Stammes, des jüdischen Landes und der jüdischen Zukunft bekennt. ( Ich persönlich habe das große Glück erlebt, Sie in diesem Lichte zu sehen, sowohl in den großen Meetings in Amerika, wo Sie unsere nationalen Forderungen für den Aufbau des Landes proklamierten, wie auch in der historischen Versammlung auf dem Berge Hazofim, wo ich den Vorsitz führte und Sie die erste Vorlesung der zukünftigen hebräischen Universität abhielten. Als Sie Ihre Vorrede in unserer nationalen hebräischen Sprache begannen, waren die Augen der anwesenden Juden mit Tränen gefüllt, und die Augen der versammelten Nichtjuden ruhten voller Bewunderung auf dem Lehrer, der mit seiner Vorlesung über die höchsten Probleme der Wissenschaft auch die Ewigkeit des jüdischen Volkes und seiner hebräischen Kultur proklamierte. Ich bin sicher, daß im Moment Ihres 50. Geburtstages die Herzen von Millionen unserer jüdischen Brüder höher schlagen in Liebe für Sie und in der Hoffnung, daß Ihnen beschiedeu sei, noch viele, viele Jahre voller geistiger und physischer Kräfte zu erleben und der Stolz der ganzen Welt wie des jüdischen Volkes zu sein. Meine Kollegen im Direktorium des Keren Kajemeth senden Ihnen gleichfalls ihre besten Glückwünsche. Wie Sie wissen, wurde beschlossen, zum Andenken an Ihren 50. Geburtstag einen Einstein-Wald in unserem Lande zu pflanzen. Die Jahre werden vergehen, unser Land wird nicht mehr Palästina, sondern Erez-Israel heißen; es wird mit Millionen unserer Brüder besiedelt sein, die sich frei und stolz als Juden entwickeln können. Die Wissenschaft wird in unserem Lande sich zur hohen Blüte entfalten. Im Schatten des Einstein-Waldes werden Schüler mit ihren Lehrern Erholung suchen. Und die Lehrer werden mit den Schülern die Geschichte unseres Volkes, der tausendjährigen Galuth erzählen, bis die Juden nach vielen Leiden und Prüfungen ein freies, selbständiges und kulturell hochstehendes Volk geworden sind, das keinem anderen Volke der Erde nachsteht. Sie werden auch der düsteren Zeiten gedenken, wo die großen Männer Israels sich von ihrem Volke abwandten. Als einen Lichtpunkt aber werden sie den Namen des Mannes preisen, dessen Andenken dieser Wald bewahrt, mit dem eine neue Epoche in der Geschichte unseres Volkes begonnen hat und der in seiner Person den großen Menschen und den großen Juden vereinigte. Sein Name wird unvergänglich sein. Ihr sehr ergebener gez.: M. Ussisschkin, Vorsitzender des KKL-Direktoriums. Von den Ehrungen, die Einstein zu seinem 50. Geburtstag erhielt, haben wir ausführlich berichtet; eine auffällige Tatsache ist allerdings in diesem Zusammenhang noch nachzutragen. Von dem sonst sehr eifrigen und gerne Ehren spendenden Büro des deutschen Reichspräsidenten hat Einstein nicht einmal einen Glückwunsch erhalten. Den Kommentar dazu möge man sich selbst geben. Aus der Jüdischen Welt Jubiläum des Verbandes jüdischer Jugendvereine Berlin, 19. März. (JTA.) Am 17. d. M. fand in den Räumen des Logenhauses in der Kleiststraße der Festakt anläßlich des zwanzigjährigen Bestehens des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands statt. Neben den staatlichen und städtischen Jugendbehörden hatten fast alle jüdischen Korporationen Vertreter entsandt, die die herzlichsten Wünsche ihrer Körperschaften übermittelten. Dem folgten die grundsätzlichen Referate über die Bundesarbeit. Herr Assessor Felsenthal (Düsseldorf) formulierte in knapper, eindringlicher Form die gesamtjüdische Einstellung, die dem Verband sein charakteristisches Gepräge gibt. Der erste Vorsitzende, Herr Rabbiner Dr. Hugo Hahn (Essen), umriß in seiner Festrede die Aufgaben, die der Verband innerhalb des Lebens der deutschen Judenheit für die jüdische Jugend zu leisten habe. Zum Schluß zeichnete die Junggruppenführerin Elsbeth Capell (Düren) in lebendiger Form die Zukunftsgestaltung jüdischer Jugendarbeit durch die Junggruppendes Verbandes. Die Veranstaltung, die durch die hervorragenden gesanglichen Darbietungen von Frau Dreyfus umrahmt war, hinterließ bei den außerordentlich zahlreich erschienenen Teilnehmern den Eindruck von dem starken Lebens- und Gestaltungswirken des Verbandes. Dem eigentlichen Festakt waren eine Freitagabendfeier im Heim des Berliner Jugendbundes unter Leitung von Herrn Fritz Schwarzschild (Düsseldorf) und Sonntagabend-Versammlungen in verschiedenen Stadtteilen vorausgegangen. Den Abschluß des Jubiläums bildete ein glänzend verlaufener Festabend. Am gleichen Tage fand eine Hauptvorstandssitzung statt, die von den Mitgliedern aus allen Teilen des Reiches gut besucht war und in. der die Probleme der kommenden Bundesarbeit eingehend besprochen wurden. Ritualmordlegende unter Schulkindern in Rußland Moskau, 20. März. (JTA.) Die in Tagil (Ural) erscheinende Zeitung „Rabotschi“ teilt mit, daß die Verwalterin der Schule in Tschistopol, Frau Wäscherei d. Münchener Hausfrau HÖCKER & BÄUERLE Landwehrstr. 57/59 T. 596858 Hygienisch modernster Betrieb am Platze. Bekannt für erste Qualität. Getrennte Behandlung. Jede Hausfrau kann sich persönlich von der schonendstenBehandlung der Wäsche überzeugen. Waschmittel: Reine Kernseifenflocken 90%ig. . 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