Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 11 (15.3.1929)
- Date
- 1929-03-15
- Page
- Seite 165 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 11 Das Jüdische Echo 165 zu dem Gegenstand noch Rechtsanwalt Wolff (Breslau) und Dr. Soloweitschik (Berlin). Zum Schluß nahm die Landesversammlung die folgende vom Präsidenten verlesene Resolution durch Zuruf an: 1. Die Landesversammlung des Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) E. V. begrüßt mit Freude und Genugtuung alle Schritte zur Vereinigung der gesamten Judenheit zur Mitarbeit an der Aufrichtung der jüdischen nationalen Heimstätte in Palästina. Die Erweiterung der Jewish Agency durch den Eintritt von Repräsentanten der Judenheiten in der Welt bedeutet den wahren Sieg der Gedanken, von denen die Arbeit des Keren Hajessod von ihren ersten Anfängen an erfüllt war. Der Wiederaufbau Palästinas ist von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung des jüdischen Lebens und der jüdischen Kultur. Das Palästina werk gibt der Judenheit einen neuen Mittelpunkt, gibt jedem Juden neue Hoffnung für eine von schöpferischen jüdischen Leistungen erfüllte jüdische Zukunft und stärkt das jüdische Selbstbewußt sein und die jüdische Zuversicht. Es dient der Freiheit des jüdischen Lebens und der Ehre des jüdischen Namens. 2. Die Landesversammlung des Keren Hajessod (Jüdisches Palästinawerk) E. V. begrüßt die Beschlüsse der überparteilichen Konferenz der amerikanischen Judenheit vom 20. und 21. Oktober 1928. Sie‘spricht ihre Genugtuung darüber aus, daß die amerikanischen Juden unter Führung von Louis Marshall und Felix M. Warburg als erste ihre Bereitschaft erklärt haben, in die Jewish Agency einzutreten. Die Landesversammlung billigt das zwischen der Zionistischen Organisation und der amerikanischen Judenheit geschlossene Abkommen und erblickt in diesem Abkommen die Grundlage für den Eintritt der jüdischen Gemeinschaften der anderen Länder in die Jewish Agency. 3. Die Landesversammlung des Keren Hajessod (Jüdisches Palästina werk) E. V. spricht die Erwartung aus, daß es auch in Deutschland gelingen wird, der deutschen Judenheit, soweit sie mit den zwischen der Zionistischen Organisation und der amerikanischen überparteilichen Konferenz getroffenen Abmachungen einverstanden ist, eine geeignete Vertretung in der Jewish Agency zu sichern. Die Landesversammlung bevollmächtigt das Präsidium, als Initiativkomitee für die Erweiterung der Jewish Agency in Deutschland tätig zu sein und im Einvernehmen mit dem Zentralkomitee des Keren Hajessod die für den Eintritt deutscher Juden in die Jewish Agency erforderlichen Schritte zu ergreifen. Das Präsidium hat in seiner Eigenschaft als Initiativkomitee das Recht der Kooptation. Einstein-Wald Ein weiter Kreis von Verehrern Albert Einsteins hat sich zusammengetan, um ihm an seinem 50. Geburtstage eine besondere Ehrung widerfahren zu lassen. Ähnlich wie man seinerzeit den unvergeßlichen Namen Theodor Herzls durch die Pflanzung des Herzl-Waldes am besten zu ehren glaubte, so besteht auch jetzt der Plan, den Namen Albert Einsteins mit Palästina durch ein reales Werk zu verbinden. Zu diesem Zwecke soll ein Einstein-Wald, bestehend aus 10 000 Bäumen, gepflanzt werden. Die Pflanzung wird durch den Jüdischen Nationalfonds vorgenommen. Die Kosten für einen Baum belaufen sich auf RM. 6.—. Insgesamt müßte also die deutsche Judenheit RM. 60 000.—• aufbringen, um den Plan des Einstein-Komitees für den Einstein-Wald zu verwirklichen. Wenn man bedenkt, in welch hohem Maße der Name Einstein zur Erhöhung des Judentums in Deutschland beigetragen hat, <so wäre der voll aufgebrachte Betrag von RM. 60 000.— nur ein bescheidenes Zeichen des Dankgefühls, das alle Juden in der ganzen Welt, besonders aber in Deutschland, für den großen Gelehrten und Menschen empfinden sollten. Ostjuden und Ohel Jakob Auf die Einsendung in Nr. 8 unseres Blattes geht uns aus dem Kreise des Ohel Jakob folgende Erwiderung zu: Die „unterrichtete Seite“, die Ihrem geschätzten Blatt über die Besetzung des Ritualausschusses berichtet hat, scheint über die Vorgeschichte dieser Besetzung doch nicht genügend unterrichtet zu sein, denn wir können nicht annehmen, daß von einer wirklich unterrichteten Persönlichkeit eine in wichtigen Punkten so unzutreffende Sachdarstellung herrühren kann. Auch andere, mehr nebensächlich berührte Punkte bedürfen der Richtigstellung. Die Bemerkung, daß früher die zionistische Fraktion mit den Vertretern von Ohel Jakob in der Jüdischen Volkspartei vereinigt war, während die Vertreter von Ohel Jakob und die Zionisten heute in der Gemeinde getrennte Fraktionen bilden, muß die Auffassung entstehen lassen, als ob in der Jüdischen Volkspartei eine tatsächliche Zusammenfassung der beiden Parteien gegeben war und später eine Trennung erfolgte. Das ist unrichtig. Die „Jüdische Volkspartei“ war nichts anderes als ein vorübergehendes Wahlbündnis zwischen der zionistischen und der Meisterleistungen sind immer die Summe vieler Erfahrungen, jahrelanger Arbeit und genauer Kenntnis aller tedmischen Regeln. Meisterleistungen der Klavierbaukunst, die in Kennerkreisen besten Ruf genießen, sind Steinberg Flügel * Pianos Durch die sorgfältige Verwertung allerneuzeitl.Errungenschaftenund die ausschließliche Verwendung nur des besten Materials wird jedes Steinberg-Instrument den höchsten Ansprüchen ln Ton und Form gerecht. — Trotzdem verkaufen wir auch Steinberg-Flügel und -Pianos zu sehr angenehmen Bedingungen. Alleinige Niederlage Pianohaus Hirsch am Sendlingeriorplaiz MÜNCHEN / Lindwurmstraße 1