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Das jüdische Echo · 1929-02-01 · 5 (1.2.1929) · p. Seite 77

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
5 (1.2.1929)
Date
1929-02-01
Page
Seite 77 (sequence 21)
Language
German
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Nr. 5 Das Jüdische Echo 77 der Bekämpfung des Geburtenrückgangs besonders unterstützen könne. Zum Schlüsse gab er der Hoffnung auf eine harmonische und gedeihliche Zusammenarbeit der gemeindlichen Kollegien Ausdruck. Um 11.45 Uhr erst konnte die Sitzung geschlossen werden. Was endlich einmal gesagt werden muß Das Ergebnis dieser ersten langen und an Zwischenfällen reichen Sitzung der Gemeindevertretung ist, bei Licht betrachtet, recht unbefriedigend: nur sechs Ausschüsse konnten zusammengesetzt werden, der eine davon nicht einmal vollständig; andere wichtige Arbeiten wurden nicht in Angriff genommen und die tiefgehende Verstimmung auf seiten der Minderheitsfraktionen kann wohl kaum als Ersatz für die fehlenden positiven Resultate gelten; auch die liberale Fraktion dürfte nicht gerade begeistert sein von den Erfolgen, die sie auf dieser Sitzung davongetragen hat. Und worauf ist all das zurückzuführen? Man kann es sehr einfach sagen, wenn man sich nicht scheut, die Dinge beim Namen zu nennen: auf die höchst willkürliche Verhandlungsführung des Sprechers der liberalen Fraktion, der zuerst unter Berufung auf die zukünftige verfassungsmäßige Festlegung des Prinzips der Zusammensetzung der Ausschüsse nach dem Zahlenverhältnis der Fraktionen, die strikte Durchführung dieses Prinzips mit Bezug auf einen bestimmten Ausschuß verlangte, der es aber gleichzeitig ablehnte, die Zahl der Mitglieder dieses Ausschusses in einer Höhe festzulegen, die die Durchführung des Prinzips ohne Zurücksetzung der Minderheiten überhaupt erst ermöglichte, der ferner unmittelbar darauf, noch dazu mit der Versicherung, daß er nur wolle was „Rechtens“ sei, die Anwendung eben dieses gleichen Prinzips auf einen anderen wichtigen Ausschuß einfach verweigerte. Man wird dabei vergeblich nach der Logik und nach der politischen Zweckmäßigkeit eines solchen Verhaltens suchen; offenbar kommt es hier auch nur auf die Durchsetzung irgendwelcher Prestigeansprüche und nicht auf die Arbeit in den Ausschüssen an, die ja bekanntermaßen mehr von den Qualitäten der Mitglieder als von ihrer Quantität abhängig ist. Deshalb war auch die Erklärung des Herrn JR. Straus, daß die Minderheiten eine derartige Taktik nicht mitmachen würden, durchaus am Platze. Und sie war es um so mehr, als ja nur die außerordentliche Friedfertigkeit der zionistischen und orthodoxen Fraktion der Gemeinde die Durchführung eines Wahlkampfes erspart hat, der den Minderheiten ja nur Gewinn hätte bringen können. Daß unter solchen Umständen das Verfahren der liberalen Fraktion zu Beginn einer neuen Amtsperiode das denkbar ungeeignetste war, wird man selbst in ihren Reihen einsehen. Uns scheint es aus diesem Anlaß dringend geboten, darauf hinzuweisen, daß es nur zum Schaden der Gemeinde sein kann, wenn die liberale Fraktion den Minderheiten den Krieg erklärt und sie so zwingt, sich energisch zur Wehr zu setzen und den von der liberalen Seite begonnenen Kampf zu einem dauernden werden zu lassen. Deutsche XeuWäscherei M.iu.b.H. FELIX KRA\IL\KK . MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 237OS Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plätt wasche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8 Tape I*ehrkiirse der Israelitischen Kul Insgem ein de München # Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1 Rgb. Mittwoch, den 13. Februar 1929 2015 Uhr I)r. Willy Meyer, Nürnberg Spinoza 5. Abend: Willenslelire, Stau tsph i loso phie Eintritt frei Der Maskenball des Bar-Kochba unter dem Motto: Jahrmarkt in Tel-Awiw verspricht in der Tat das schönste der Maskenfeste zu werden, das der Bar-Kochba jemals veranstaltet hat. Herr David Sehneuer, von den Kammerspielen im Schauspielhaus, hat für beide Räume eine Dekoration geschaffen, die berechtigtes Aufsehen erregen wird und die die Veranstaltung zu einem Künstlerfest machen wird. Im Sinne des Mottos hat der Bar- Kochba mit einem Karussel und einer Rutschbahn für jahrmarktgemäße Belustigungen gesorgt, und auch die Darbietungen werden dazu beitragen, das Fest zu einem der lustigsten und stimmungsvollsten zu machen. Bela Bekes und Geza Velisch spielen zum Tanz, Büfett, Tombola und ein Sektzelt mit eigener Musik werden ebenfalls noch zur Stimmung beitragen. Das Motto läßt neben orientalischen Kostümen auch sämtliche andere Masken zu, die auf einem Jahrmarkt vertreten sein können und wird dadurch ein besonders farbenprächtiges Bild hervorrufen. Die besten Masken werden prämiiert. Der Bar-Kochba hat keine Mühe und kein Geld gespart, um seinen Gästen ein Fest zu bereiten, das jedem in freudiger Erinnerung bleiben wird. Daher darf keiner dabei fehlen, und das Molto für jedermann muß am Sonntag, dem 3. Februar, lauten: Auf zum Jahrmarkt in Tel-Awiw! Wochenprogramm der VJSt. „Jordania“ vom 3. II. bis 10. II. 1929 Montag: 7.15, Fuxenkurs. Dienstag: 7.30, Turnen. Mittwoch: 1 Uhr, gemeinsames Mittagessen bei Weiß. 8.30, allgemeiner Kurs. Der hebräische Theaterabend findet am Samstag, dem 16. Februar 1929, präzis 8 Uhr abends,, im „Steinickesaal“ statt. Programm: 1. Kol. Jakow. Text von Schklar. Musik von Eli Jakobson. Gesungen von Frau Sonja Ziegler, Komponist am Flügel. 2. Im- Schemesch. Von Bialik. Vorgetragen von M. Fischer. 3. Hebräische Lieder von Bialik-Czernichowsky. Musik von Engel-Almann. Gesungen von Frau Sonja Ziegler. Am Flügel: Jos.Ziegler. 4. Beir haharegah. Von Bialik. Vorgetragen von M. Fischer. 5. Fantasie über jüdische Motive. Von Eli Jakobson. Komponist am Flügel. — Pause. — 6. Hajowel.

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