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Das jüdische Echo · 1929-01-18 · 3 (18.1.1929) · p. Seite 42

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
3 (18.1.1929)
Date
1929-01-18
Page
Seite 42 (sequence 10)
Language
German
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42 Das Jüdische Echo Nr. 3 MM VORANZEIGE Sonntag, den 3. Februar, abends 8 Ehr, in den oberen Sälen des Hotels „Bayer. Hof“, Promenadeplatz Maskenball des Bar-Kocliba Jahrmarkt in Tel-Awiw Bela Bekes u. Geza Welisch mit ihren Solisten spielen. Überraschungen Orientalische Kleidung erwünscht Karten an der Abendkasse RM. 4.—, im Vorverkauf RM 3 — bei Orljansky, Neuhauser Straße 29; Goldberg, Schwanthaler- Ecke Schillerstraße: Goldfarb, Weinstraße 4; Gidalewitsch, Miilleistiaße; Kornhauser, Isartorplatz 8. — Mitglieder und Studenten erhalten nur am Turnboden Karten zu RM. 2.— forderung gerichtet, die Obstuktion gegen die Arbeit des Präsidenten der amerikanischen Organisation, Louis Lipsky, aufzugeben, damit das zionistische Werk in Amerika weiter ungestört vor sich gehen könne. Des weiteren wird erklärt, daß Dr. Stephen S. Wise in seiner Propaganda die aus der Erweiterung der Jewish Agency den zionistischen Prinzipien drohenden Gefahren stark übertreibt. Das Jordankraftwerk geht seiner Vollendung entgegen Jerusalem, 2. Januar. (JTA.) Die Palestine Electric Corporation (Ruthenberg), an deren Kapital auch der Keren Hajessod mit 100 000 Pfund beteiligt ist, hat vor einigen Tagen eine Gruppe von Pressevertretern zur Besichtigung der Arbeiten am Jordankraftwerk bei Naharaim geladen Und dortselbst eine eingehende Führung durch die im Bau befindlichen Anlagen veranstaltet. Nach Vollendung der großzügigen Vorbereitungsarbeiten — Bau der provisorischen Kraftstation, Arbeiter- und Beamtenviertel, Werkstätten, Straßen und Eisenbahn für die lokale Warenbeförderung — wird jetzt zur Ausführung des Kerns des Planes geschritten. Die Herstellung bzw. der Ausbau des großen natürlichen Staubeckens nähert sich seinem Ende. In das riesige Becken (dessen Fläche etwa 1100 Dunam — 1 qkm umfaßt) werden sich der Jarmuk und der Jordan ergießen. Im Laufe eines Monats soll der Bau der Schleuse an der nordwestlichen Seite vollendet sein. Auch die Arbeiten an der Kanalführung, die bis zur Kraftstation 400 Meter Länge aufweist, werden demnächst beendet werden. Zur Verstärkung des Gefälles wurde ein künstlicher Abhang für die Röhrenleitung zum Turbinenhaus aufgerichtet. Mit dem Bau der eigentlichen Kraftstation wurde bereits begonnen. Ihre Fundamente und Fußböden werden in einer Tiefe von 30 Meter gegossen. Die großen eisernen Röhren von 3 Meter Durchmesser, die das Wasser in die Turbinen führen werden, liegen zur Installierung fertig am Platze. Der Bau der Kraftstation selbst geht in schnellem Tempo weiter. Dizengoff wiederum Bürgermeister von Tel-Awiw Jerusalem, 9. Januar. (JTA.) Herr Mayer Dizengoff, der Führer der Mittelstandparteien in Tel-Awiw, der schon einmal mehrere Jahre Bürgermeister von Tel-Awiw gewesen war und sich als solcher große Verdienste um das Emporblühen der Stadt erworben hatte, ist von dem vor kurzem neugewählten Stadtrat mit den Stimmen der bürgerlichen Stadtratsmitglieder gegen die Stimmen der Arbeitervertreter abermals zum Bürgermeister gewählt worden. Bekanntlich haben sich die Arbeitersitze im Stadtrat von Tel-Awiw infolge der Einführung eines neuen Wahlrechts von etwa der Hälfte auf ein Drittel verringert. Der Bürgermeister der letzten Periode, Herr David Bloch, ein Vertrauensmann der Arbeiterschaft, weilt gegenwärtig im Zusammenhang mit der Werbeaktion für die Arbeiterinstitutionen Palästinas in den Vereinigten Staaten. Komplizierung des arabisch-jüdischen Streitfalles in Chedera Jerusalem, 7. Januar. (JTA.) Der Fall von Chedera, wo vor einigen Tagen Beduinen, von Wadie Bustani aufgehetzt, jüdische Kolonisten von ihren Feldern vertrieben haben, hat sich weiter kompliziert. Die Beduinen, von denen einige von der Polizei festgenommen, dann aber freigelassen wurden, erschienen: abermals auf den Feldern der jüdischen Kolonisten und pflügten die Äcker um, die erst in der letzten Woche von den Juden gepflügt worden waren. Polizei ging nach Chedera ab, um die Ordnung wieder herzustellen. Verständigung zwischen Agudas Jisroel und Waad Leumi in der Kothel-Maarawi-Frage Frankfurt a. M., 8. Januar. (JTA.) Über die Verständigung zwischen der palästinensischen Agudas Jisroel und dem Waad Leumi in der Frage der Kothel Maarawi wird von agudistischer Seite eine Mitteilung herausgegeben, in der es zum Schlüsse heißt: „Unberührt von dem Abkommen bleibt die Freiheit der beiden Organisatoren, die mit dem Kothel- Maarawi-Problem zusammenhängenden politischen Fragen vor der palästinensischen und englischen Regierung und vor dem Völkerbunde zu vertreten. Doch verpflichten sich die beiden Jerusalemer Organisationen vor der Ausführung solcher politischer Schritte die Gegenseite zu verständigen und sich mit ihr zu beraten. Ganz unberührt von dem Abkommen bleiben natürlich die zentralen Stellen, also die Zionistische Weltorganisation und die Agudistische Weltorganisation; doch ist zu hoffen, daß auch nach dieser Richtung hin die moralische Wirkung der lokalen Verständigung nicht ausbleiben wird.“ Zweihundert Kooperativen in Palästina Jerusalem, 11. Januar. (JTA.) Im September 1928 waren 199 Gesellschaften auf kooperativer Grundlage in Palästina eingetragen, darunter 80 Gesellschaften für Landerwerb, Landanbau und Häuserbau, 42 Spar- und Darlehensgenossenschaften, 25 Produktivgenossenschaften, 41 Ackerbaugenossenschaften. Än der Bewegung für Kooperation sind Juden und Deutsche, aber nicht Araber beteiligt.

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