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Das jüdische Echo · 1929-01-11 · 2 (11.1.1929) · p. Seite 27

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
2 (11.1.1929)
Date
1929-01-11
Page
Seite 27 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 2 Das Jüdische Echo 27 der jüdischen Studentenschaft. Der Präsident des Weltverbandes, Dr. Lauterpacht (London), hielt ein Referat über die Zukunftsarbeit des Verbandes, der Generalsekretär, L. Steinig (Wien), berichtete über die bisherige Tätigkeit des Verbandes, M. Stone referierte über den gegenwärtigen Stand des Numerus clausus. Vorgesehen sind Referate von Dr; Pachtmann über die wirtschaftliche Tätigkeit des Verbandes, von M. Stanhill über „Das Studentenhaus“, von Dr. Ch. Hoffmann über die Kulturarbeit des Weltverbandes. L. Steinig wird am zweiten Sitzungstage über die Beziehungen zu der internationalen Studenten-Konföderation referieren, wo dann über die eingebrachten Resolutionen abgestimmt werden wird. Louis Marshall über die Nöte der jüdischen Erziehung in Amerika N e u y o r k , 18. Dezember. (JTA.) In der mit einer Ckanukkahfeier verbunden gewesenen Jahresversammlung der Gesellschaft für jüdische Erziehung führte Louis Marshall, der Präsident des American Jewish Committee, in einer Ansprache aus, die jüdische Erziehung in den Vereinigten Staaten leide unter dem Mangel an Zusammenarbeit und werde auch nicht genügend gefördert. Von den etwa 350 000 im Schulalter stehenden jüdischen Kindern Neuyorks, einer Stadt, die 1 800 000 Juden beherbergt, ist nicht einmal die Hälfte irgendeines jüdischen Unterrichtes teilhaftig. Die amerikanischen Juden geben 4 bis 5 Millionen Dollar jährlich für jüdischen Unterricht aus, davon entfallen auf die Neuyorker Gesellschaft für jüdische Erziehung im ganzen 250 000 Dollar. Man müsse die Mutter für das Erziehungswerk interessieren, da der Vater in der Regel geschäftlich überbürdet ist. Marshall forderte die Juden Neuyorks auf, das Erziehungswerk zu fördern und die beschämende Tatsache aus der Welt zu schaffen, daß eine so große Gemeinschaft so wenig für die Erhaltung des Judentums unter ihren Kindern tut. Das Resultat der Gemeindewahl in Tel-Awiw Tel-Awiw, 1. Januar. (JTA.) Die heute durchgeführten Wahlen in die Stadtverwaltung von Tel-Awiw ergaben das folgende Resultat: Gewählt wurden fünf Vertreter der organisierten Arbeiterschaft, vier Abgeordnete des vereinigten Zentrums, zwei Vertreter der polnischen Juden, zwei Vertreter des Hausbesitzervereins, ein Misrachist, ein Vertreter der kleineren Kaufmannschaft. Die Wahlbeteiligung war eine enorme; es schritten 92 Prozent der gesamten Wählerschaft zur Urne. Einwanderung in Palästina im November 1928 Jerusalem, 2. Januar. (JTA.) Im Monat November 1928 kamen 247 Personen, unter ihnen 185 Juden, nach Palästina; 385 Personen, unter ihnen 160 Juden, wanderten im November aus. Während des Monats Oktober wurden 279 Immigranten in Palästina registriert, darunter 205 Juden, 62 Christen und 12 Mohammedaner. 32 Immigranten wurde die Einreise verweigert. Während des gleichen Zeitraums wanderten 323 Personen, darunter 196 Juden, aus. Gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres ergeben sich, wie schon in den vorausgegangenen Monaten, Zeichen der Besserung. Beginn der Immatrikulation an der Jerusalemer Universität Jerusalem, 4. Januar. (JTA.) Am 2. Januar begannen an der Jerusalemer Universität die Immatrikulationen für das neue Semester. Am erersten Immatrikulationstag haben sich — wie der Kanzler der Universität, Dr. J. L. Magnes, der Jüdischen Telegraphen-Agentur mitteilt — 250 Studenten für die Vorlesungen eintragen lassen. Eine Konferenz zwischen Waad Leumi und Chancellor Jerusalem, 1. Januar. (JTA.) Die Exekutive des Waad Leumi (jüdischer Nationalrat in Palästina) hatte gestern eine mehr als eine Stunde dauernde Unterredung mit dem Oberkommissar Sir John Robert Chancellor in dessen Amtshause, bei der die aktuellen Fragen der palästinensischen Judenheit zur Besprechung gelangten, so die Fragen der Knesseth Israel (Gesamtorganisation der palästinensischen Judenheit), der Einwanderung, der Klagemauer usw. Der Oberkommissar betonte, es sei wünschenswert, daß die Judenheit Palästinas eine organisierte Einheit darstelle, und sagte ferner, es müßten vor einer größeren Einwanderung frischer Kräfte die entsprechenden Vorbedingungen geschaffen werden. Im weiteren Verlauf der Unterredung sprach sich Sir John Chancellor sehr lobend über das Jordan-Kraftwerk und über den Zustand der benachbarten Kolonien, die er besuchte, aus und sagte, es sei nötig, die Kolonien so zu gestalten und sicherzustellen, daß sie sich dannn aus e;gener Kraft erhalten können. Die Exekutive des Waad Leumi ersuchte den Oberkommissar, die Wünsche für Wiedergenesung des Königs Georg nach London zu übermitteln. Chancellor zur Frage des Parlaments Jerusalem, 3. Januar. (JTA.) Der Oberkommissar von Palästina, Sir John Robert Chancellor, empfing heute eine arabische Delegation, die ihm die Forderung nach Einführung eines Volksparlaments in Palästina unterbreitete. Die Unterredung dauerte ungefähr eine Stunde. Der Oberkommissar setzte der Abordnung auseinander, welche Schwierigkeiten im Hinblick auf die religiöse und rassische Verschiedenheit der Bevölkerung Palästinas der Einführung einer parlamentarischen Ordnung entgegenstehen. Er versprach aber der Abordnung, ihr in kurzer Zeit eine definitive Antwort zu geben. Wachsendes Defizit der Palästinaregierung — Infolge Schuldentilgung Jerusalem, 3. Januar. (JTA.) Das Defizit im palästinensischen Staatshaushalt in den ersten zehn Monaten des Jahres 1928 (1. Januar bis 31. Oktober) betrug — wie soeben mitgeteilt wird — 711 265 Pfund. Das Defizit ist erklärbar durch die Tilgung der Anleiheschulden, wozu in der Be- Treibt Turnen und Sport im Bar-Kochba

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