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Das jüdische Echo · 1929-01-11 · 2 (11.1.1929) · p. Seite 26

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
16 (1929)
Issue
2 (11.1.1929)
Date
1929-01-11
Page
Seite 26 (sequence 10)
Language
German
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26 Das Jüdische Echo Nr. 2 sehen Weltexekutive Prof. S. Brodetsky abgehalten. Im Mittelpunkt des ersten Verhandlungstages stand eine große Rede von Prof. Brodetsky, der die aktuellen zionistischen Probleme beleuchtete. Am zweiten Verhandlungstage wurde zunächst die Hauptaussprache fortgesetzt, die sich um Probleme der Organisationsreform bewegte, ferner um politische Arbeit und um die Erhaltung des gefährdeten hebräischen Schulwerkes in Karpathorußland. In der Nachmittagssitzung referierten die einzelnen Kommissionen. Dr. Emil Margulies erstattete das politische Referat und wies in einer großangelegten Rede auf die Notwendigkeit der Fortsetzung der selbständigen innerjüdischen politischen Arbeit hin. Der Beschluß betreffs der Jewish Agency lautet: „Der 8. tschechoslowakische Zionistentag begrüßt die Beschlüsse der letzten Aktionskomiteesitzung bezüglich der Jewish Agency, einschließlich der Annahme der Anträge der Arbeitervertreter bezüglich der Freiheit der Siedlungsform, der Selbstarbeit und der Aufnahme von Verhandlungen mit den jüdischen, nichtzionistischen Arbeiterparteien Amerikas über deren Eintritt in die Jewish Agency.“ Andere Beschlüsse betreffen die Gründung einer Tarbuth-Organisation, wie sie durch das Zentralkomitee beschlossen wurde, die Aufbringung von 10 000 Pfund für den Keren Kajemeth im Jahre 1929, die Forderung nach mehr Zertifikaten für tschechoslowakische Chaluzim, die Errichtung zweier politischer Sekretariate in Prag und Karpathorußland u. a. m. 891 Selbstmorde von Juden in Warschau im Jahre 1928 Warschau, 3. Januar. (JTA.) Nach einer soeben veröffentlichten Statistik haben im Verlauf des Jahres 1928 in Warschau 891 jüdische Personen Selbstmord begangen. Die Gesamtzahl der Selbstmorde in Warschau im Berichtsjahre betrug 1680; mehr als die Hälfte der Selbstmorde entfallen auf die Juden. Etwa drei Fünftel der jüdischen Selbstmorde (591) betrafen Frauen. Der rumänische Justizminister bereitet ein neues Bürgerschaftsgesetz vor Bukarest, 2. Januar. (JTA.) Der jüdische Deputierte Michael Landau hatte ein Unterredung mit dem Justizminister Juniam über die Lage Tausender jüdischer Familien, die gegen ihren Willen staatenlos geworden sind und der Willkür der untergeordneten Behörden ganz und gar preisgegeben sind, obwohl sie auf Grund der Traktate rumänische Bürger sein müssen. Der Justizminister versprach, dem Parlament eine neue Gesetzesvorlage vorzulegen, laut welcher allen jenen Personen, die durch die Unvollkommenheiten des früheren Gesetzes staatenlos geworden sind, die Möglichkeit geboten wird, die Staatsbürgerschaft zu erlangen. Das Gesetz wird in Einklang mit den Bestimmungen des Friedensvertrages stehen. Antisemitische Ausschreitungen in Rumänien Bukarest, 6. Januar. (JTA.) In Buzeu kamen am Donnerstag, dem 3. Januar, sehr ernste antisemitische Ausschreitungen vor. Eine starke Bande Cuzisten zog durch die Straßen und schlug in vielen jüdischen Wohnungen und Geschäftsläden die Scheiben ein. Später stürmten Cuzisten Wohnungen und Läden, demolierten die Inneneinrichtungen und raubten Einrichtungsgegenstände und Waren. Mehrere der jüdischen Einwohner und Geschäftsinhaber wurden mißhandelt und verletzt. Einige Chuzisten drangen in die Wohnung des Kaufmanns Moische Hoffmann in derstrada Curcanului ein und zerstörten die gesamte Inneneinrichtung. Die Mitglieder der Familie Hoffmann wurde schwer mißhandelt. Auf ihre Hilferufe eilten Nachbarn herbei. Zwischen diesen und den Cuzisten entstand eine Schlägerei, in deren Verlauf die Cuzisten einige Revolverschüsse abgaben, die den Schuhmacher Damian Potache töteten, den Hangelsangestellten Postolescu und einen zweiten Mann von der Abwehr schwer verletzten. Einem am Tatort erschienenen Polizeiaufgebot gelang es, als Mittäter den Beamten Mihail Negulescu, den Eisenbahnkassier Dragomirescu, den Eisenbahnbeamten Balanescu und den Lyzeumsbeamten Timache zu verhaften. Bei den Verhafteten wurden mehrere Revolver und Dolche, sowie antisemitische Manifeste gefunden. Das Innenministerium bestätigt die Meldung von den antisemitischen Ausschreitungen. In Buzeu ist die Erregung unbeschreiblich. Die Bukarester Presse tadelt scharf das energielose Verhalten der Polizei von Buzeu. Der Innenminister verfügte die Amtsenthebung des Polizeichefs der Stadt. Der Lehrstuhl für Hebräisch an der Universität Saloniki Saloniki, 1. Januar. (JTA.) Professor Lazare Belleli hat der an ihn ergangenen Berufung, den Lehrstuhl für Hebräisch an der Universität Saloniki mit dem Titel Aberordentlicher Prefessor zu bekleiden, Folge geleistet, nachdem ihm die Versicherung gegeben wurde, da er nach kurzer Zeit zum Ordinarius ernannt werden wird. Sitzung des Zentralrates des Weltverbandes jüdischer Studenten Paris, 3. Januar. (JTA.) In den Sälen des Internationalen Institutes für intellektuelle Zusammenarbeit, im Palais Royal, begann am 3. Januar eine Tagung des Zentralrates des Weltverbandes Die idealen Fahrzeuge von Weltruf sofort lieferbar! OER NEUE 8/28 und 13/40 FORD bei gleichen Preisen G>-oße Geschwindigkeit Beschleunigung Bergsteigfähigkeit wunderbere Präzisionsarbeit und Linienführung Deutsch-Amerikanische Automobil-Vertriebs-Ges. m. b. H. Einzige, autorisierte „F o r d“ - Vertretung Barer Straße 20 (oeim Obelisk) . 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