Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 2 (11.1.1929)
- Date
- 1929-01-11
- Page
- Seite 24 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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24 Das Jüdische Echo Nr. 2 SELMA EMRICH SCHÜLERPENSIONAT WuRZBURG /TnmiBCMG ASSE 3 Gewissenhafte Überwachung / Beste Verpflegung Seminaroberlehrer Dr. Bamberger (Würzburg) hielt einen zweistündigen Vortrag: „Grundfragen der hebräischen Phonetik.“ Seminarrabbiner Dr. Neubauer (Würzburg) zeigte in einer vierstündigen literargeschichtlichen Betrachtung der Suggia Pesochim 21b unter Heranziehung der Parallelstellen aus den halachischen Midraschim und aus dem Jeruschalami die wissenschaftliche Methode des Talmudstudiums. Rabbiner Dr. Ja m p e 1 (Schwedt) hatte seine vierstündige Vorlesung: „Biblische Archäologie“ betitelt. Mit begeisternden Worten sprach er von der Notwendigkeit der Beschäftigung mit der Bibelwissenschaft. An überzeugenden Beispielen zeigte er, wie aus rein psychologischen Gründen der nichtjüdische Forscher meist nicht imstande ist, der Bibel gerecht zu werden. Um so mehr ist es zu bedauern, wenn jüdische Gelehrte deren Ergebnisse unbesehen hinnehmen. Wie er selbst aber, ausgestattet mit dem Rüstzeug der Bibelwissenschaft, jedoch frei von ihren Vorurteilen zu Ergebnissen gelangte, welche angegriffene Behauptungen der Bibel aufs schönste erklären und bestätigen, das zeigte der Redner an mehreren Beispielen aus der Vorgeschichte Israels. Der wissenschaftliche Lehrerfortbildungskurs in Würzburg war eine Tat, von der alle Teilnehmer wünschen, daß sie sich recht oft — wenn möglich alljährlich — wiederholen möge. Die rege Anteilnahme einer so großen Zahl von Lehrern vom ersten bis zum letzten Moment hat gezeigt, wie stark das Bedürfnis der jüdischen Lehrer nach einer wissenschaftlichen Weiterbildung ist. Weiterhin hat aber auch der Fortbildungskurs aufs neue erwiesen, wie dringend eine wissenschaftliche Vorbildung für j e - den jüdischen Lehrer, ob in Stadt oder Land, von all denen gefordert werden muß, denen eine gedeihliche En twicklung des jüdischen Lebens am Herzen liegt. Aus der jüdischen Welt Die Zahl der Juden im Deutschen Reich Berlin, 3. Januar. (JTA.) Das Statistische Reichsamt hat vor einigen Tagen den schon lange erwarteten Band „Statistik des Deutschen Reiches“ herausgegeben, in dem die Ergebnisse der Volkszählung des Jahres 1925 ausgewertet sind. Darnach beträgt die Zahl der Israeliten im Deutschen Reich insgesamt 564 379 (davon weiblich 289 929). Auf die einzelnen Länder verteilt sich diese Zahl wie folgt: Preußen: 403 969 (weiblich 207 521): Bayern: 49 145 (w. 25 319); Sachsen: 23252 (w. 11 333); Württemberg; 10 827 (w. 5681); Baden; 24 064 (w. 12 666); Thüringen: 3603 (w. 1773); Hessen: 20 401 (w. 10 653); Hamburg: 19 904 (w. 10 225); Mecklenburg-Schwerin: 1225 (w. 641); Oldenburg 1513 (w. 790); Braunschweig: 1753 (w. 814); Anhalt: 1140 (w. 586); Bremen: 1508 (w. 788); Lippe: 607 (w. 349); Lübeck 629 (w. 326); Mecklenburg-Strelitz: 182 (w. 99); Waldeck: 477 (w. 261); Schaumburg-Lippe: 180 (w. 104). — In den Großstädten wohnen insgesamt 376 782 Juden (w. 192 031). Die Reichshauptstadt Berlin beherbergt 172 672 Juden (w. 88 456). Es folgen Breslau: 23 240 (w. 12 232), Frankfurt a. M. 29 385 (w. 15 150); Köln: 16 093 (w. 7976); Düsseldorf: 5130 (w. 2438); München: 10 068 (w. 5061); Nürnberg: 8603 (w. 4299); Dresden: 5120 (w. 2556); Leipzig: 12 594 (w. 6155); Chemnitz 2796 (w. 1337); Kassel: 2750 (w. 1431); Wiesbaden: 3088 (w. 1654); Essen: 4209 (w. 2098); Duisburg: 2080 (w. 984); Barmen: 721 (w. 373); Elberfeld: 2335 (w. 1176); Kiel: 605 (w. 300); Altona 2909 (w. 1215); Hannover: 5521 (w. 2885); Königsberg i. Preußen 4049 (w. 2111); Stettin: 2615 (w. 1372); Stuttgart: 4548 (w. 2320); Karlsruhe: 3386 (w. 1736); Mannheim: 6972 (w. 3513); Mainz: 2738 (w. 1418); Hamburg (Stadt); 19 794 (w. 10182); Bremen (Stadt): 1328 (w. 689). Die Juden in der Reichshochschulstatistik für das Sommer-Semester 1928 Berlin, 4. Januar. (JTA.) Im Sommersemester 1928 wurden die deutschen Universitäten von 81917 Studierenden besucht, darunter 3571 Juden. Der Anteil der Juden an der Zahl der Studenten betrug 4,4 Prozent, während der jüdische Bevölkerungsanteil in Deutschland nach der Volkszählung im Jahre 1925 nur 0,9 Prozent ausmacht. Hochwertige Instrumente sind auch in ersch winglichen Preisen ei häßlich. Dafür liefern wir gerne den beweis. ^■■1 Ihr Vertrauen zu dem guten Ruf unseres Hauses wird wohl gerechtfertigt. FLÜGEL/PiANOS HARMONIUMS und zwar Qualitätsinstrumente führender Marken ■■■■■■■ keine Massenware, finden Sie bei uns in vielen Preislagen, die jedem Musikfreund die Anschaffung eines wirklich tonschönen, dauerhaften Instrumentes ermöglichen. BHHHHHI Zah ungserleichterung betrachten wir in der heutigen Zeit als notwendige Voraussetzung des Klavierverkaufs. Ihr Vorteil wird es sein, sich vor Ihrer Entscheidung mit uns zwanglos unser Lager zu besichtigen. Erst dann werden Sie unsere Leistungsfähigkeit ganz erkennen. Pianohaus Hirsch am Sendlingeriorplatz MÜNCHEN / Lindwurmstrabe 1