Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 16 (1929)
- Issue
- 2 (11.1.1929)
- Date
- 1929-01-11
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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22 Das Jüdische Echo Nr. 2 So ist die Aufgabe der Reichskonferenz darin gegeben, ihre Arbeit im Interesse des Klal und seiner Ziele einzustellen und die Ostjudenheit für diese Ziele zu interessieren. Die Ostjudenheit wird und muß auf diesem Wege uns folgen, wenn nicht ein vollständiger Ruin herbeigeführt werden soll. Einheit im Innern zu schaffen, um zu produktiver Arbeit zu gelangen, ist die Aufgabe der Reichskonferenz. Die Weltkonferenz der Zionisten-Revisionisten beendet W i e n , 1. Januar. (JTA.) Die Weltkonferenz der Zionisten-Revisionisten wurde mit einer feierlichen Sitzung geschlossen. Dr. J. Brutzkus, Meer Grossmann und Wladimir Jabotinsky gaben in ihren Schlußansprachen dem tiefen Glauben an den Sieg der revisionistischen Losungen Ausdruck. Die Delegierten und die Gäste brachten Jabotinsky eine stürmische Ovation dar. Wahlkampf — Eigenarbeit — Soziale Momente des Aufbaus — Dominion Die Weltkonferenz der Zionisten-Revisionisten nahm u. a. folgenden Beschluß an: Die dritte Weltkonferenz der zionistisch-revisionistischen Union stellt fest, daß die schwerwiegenden Gründe, die wir seit langen Jahren gegen die Erweiterung der Jewish Agency angeführt haben, unvermindert weiterbestehen. Die Konferenz stellt fest, daß die vom Aktionskomitee angenommenen Vorschläge für die Erweiterung der Jewish Agency in unvereinbarem Widerspruch stehen mit den Bedingungen, die der vierzehnte zionistische Kongreß für diese Erweiterung vorgeschrieben hatte, und daß daher alle von der Exekutive beabsichtigten praktischen Schritte zur Verwirklichung des Planes auf dieser Wie denken Sie über eine Haus'rnk-Kur? Haben Sie schon beobachtet, daß die herrliche Erholung ihres Sommerurlaubs jetzt wieder den zermürbten Einflüssen des Alltags ausgesetzt ist? Möchten Sie nicht, daß Ihr körperliches Befinden immer gesund und frisch bleibt? Ganz bestimmt ist es Ihrer Gesundheit dienlich. einen heilkräftigen Mineralbrunnen zu trinken. Er hat ja ni^t allein die Eigenschaft zu heilen, sondern vor allem auch, den vielen Krankheiten v o r z u b e u g e n . . . und das ist doch ein vernünftiger Grund, ihn regelmäßig zu trinken. Machen Sie eine Haustrink-Kur mit »delholzener Primusquelle Unter Echtheitsgarantie erhalten Sie den an der frischen Quelle abgefüllten Brunnen frei Haus von der Mineralwasser-Großhandlung O’TO PACHMAYA, G. m. b. M.v MÜNCHEN Theresienstraße 33 Bitte, rufen Sie 27 471 oder 27473 ungesetzlichen Grundlage ungesetzlich und für die Zionistische Organisation nicht bindend sind. Im bevorstehenden Wahlkampf und auf dem sechzehnten Kongreß wird die revisionistische Union alle Kräfte anspannen, um die Bildung der erweiterten Jewish Agency in der vom Aktionskomitee genehmigten Form zu verhindern. Für den Fall, daß dennoch die Erweiterung der Jewish Agency in dieser Form vom nächsten Kongreß beschlosen werden sollte, wird die Union ihren Kampf weiter führen, um die Souveränität des Kongresses als des einzigen Trägers der Jewish-Agency-Funktion wieder herzustellen. Weitere Beschlüsse betreffen das Verhältnis von Kapital und Arbeit beim Palästinaauibau; die Frage der revisionistischen Propaganda, schließlich die Haltung zum Vorschlag der Errichtung des 7. Dominions, die jedem Revisionisten freigestellt wird. Oie Arbeit der amerikanischen Paiestine Economic Corporation Neuyork, 1. Januar. (JTA.) Herr Bernard Flexner, der Präsident der 1925 durch die von Louis Marshall einberufenen Unparteiischen Palästina-Konferenz gebildeten Paiestine Economic Corporation, veröffentlicht soeben — wie schon kurz mitgeteilt — ein Statement, in welchem er von dem Beschluß der Exekutive der Corporation Mitteilung macht, ein weiteres Budget von 1 010 000 Dollar für die Palästinaarbeit der Corporation zu bewilligen, wodurch die Gesamtsumme der Investierungen der Corporation in Palästina auf 2 3000 000 Dollar gebracht wird. An diese Mitteilung knüpft Flexner die folgende Betrachtung: Die Erfahrungen, die die Corporation auf dem Gebiete der landwirtschaftlichen und industriellen Kreditgewährung gemacht hat, hat die Leitung der Corporation davon überzeugt, daß weitere Investierungen in Palästina durchaus gerechtfertigt sind. Mr. Flexner gibt eine Darstellung der Transaktionen mit der Haifa Bay Development Company bezüglich Erwerbung des Bodens in der Haifa-Bucht und sagt, diese Transaktion war geschehen, um ein so wichtiges Gebiet im jüdischen Gesamtinteresse zu erwerben und eine gesunde Bodenpolitik auf einem Territorium zu unterstützen, welches für die wirtschaftliche Zukunft Palästinas von erster Bedeutung werden dürfte. Anfang 1929 soll mit dem Bau des Hafens von Haifa begonnen werden. Die Eisenbahnverwaltung Palästinas errichtet hier Maschinenwerkstätten und Remisen, auch ein Ärodrom soll hier Platz finden. Die Corporation verhandelte mit dem Jüdischen Nationalfonds wegen gemeinschaftlichen Vorgehens bei dem Erwerb des Bodens. Mr. Flexner gibt eine Übersicht über die von der Corporation gewährten landwirtschaftlichen und industriellen Kredite und teilt mit, daß diese Tätigkeit weiter ausgebaut werden wird. Die Corporation bewilligt Fonds für Errichtung von Kleinhäuser in den Kolonien und beteiligt sich auch an der Errichtung eines erstklassigen Hotels in Jerusalem, das unter der Leitung eines Ausschusses stehen wird, dem u. a. der Manager Director der Egyptian Hotels Company Ltd., der Mitbesitzer des Hotels Carlton in Cannes, Frank Goldsmith, und andere europäische Hotelfachleute angehören werden.