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Das jüdische Echo · 1928-05-04 · 18 (4.5.1928) · p. Seite 281

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
18 (4.5.1928)
Date
1928-05-04
Page
Seite 281 (sequence 9)
Language
German
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Nr. 18 Das Jüdische Echo 281 ‘teins LProf' Dr. Al. ffe: •n ^gemessen Göbbels ' R'chlem ,fem Schöbenf Samstag n Josei Gab. ^Zeitschrift llcller Schrift-!,gung des Po- Porten. Dr. Gefängnis. gab der Verklärung ab: :der Schöffen ,wjr ihn abkeinen Para. Ordnung, der wr sich das j -n nur einen j eit ablehnen, j am der Her- 1 discher Kon- [ ätzender: So en betreffenj r: So bleibt j r und Schöf- | er jüdischer * Ein solches um gefallen Museum“ censaal des :sen Tagen ■ Museum“ der Sammiit welcher n geschafunter Been Behörr vorüberumen des »lauf eines gefestigt ils Abteinun eine die Trädauernde Hand bedung des ich eine eingefunder Verimmlung. ienpiatz ienpl. attethik Rechtsanwalt Lewinsohn begrüßte die Professoren Dr. Steinbarth und Dr. Deckert von der Universität Marburg und skizzierte die Entwicklungsgeschichte des Museums. Dem Zersplittern und der Vernichtung der wertvollen Zeugen der Vergangenheit müsse Einhalt getan werden. Systematisch seien die Kult- und Kulturschätze zu heben und der Allgemeinheit wie dem wissenschaftlichen Studium zuzuführen. Beabsichtigt sei eine Beteiligung an der Ausstellung für religiöse Kunst in Marburg und an der „Pressa“ in Köln. Nach Annahme der Vereinssatzung wurden in den Vorstand gewählt: 1. Vorsitzender Rechtsanwalt Lewinsohn, 2. Vorsitzender Prof. Dr. Luthmer, Schriftführer R-A. Dalberg und Dr. Hallo, Schatzmeister Bankier J. Plaut und Dr. Gotthilf, ferner Landrabbiner Dr. Walter, J.-R. Dr. Rothfels, A. Fiorino, Frau H. Plaut und Kantor Horwitz. Synagogen- und Friedhofschändung in dem jetzt polnischen Mewe Berlin, 26. April. (JTA.) Nach der politischen Umgestaltung wanderte der größte Teil der jüdischen Bevölkerung von dem polnisch gewordenen Mewe in der früheren deutschen Ostmark aus. Synagogen und Friedhof liegen verlassen da. Unbekannte Täter haben Grabdenkmäler, Marmortafeln, Fensterscheiben, Bänke, Türen und Einrichtungsgegenstände zertrümmert. Im Laufe der Zeit haben sich wieder einige jüdische Familien in Mewe ansässig gemacht. Auf Veranlassung des polnischen Feldrabbiners Oberst Dr. Mieses wurde die Synagoge wieder instandgesetzt. Kaum war die Instandsetzung beendet, als — wie dem „Israelitischen Familienblatt“ mitgeteilt wird — wieder zwei Fensterscheiben durch einen Steinwurf zertrümmert wurden. Bisher ist es nicht gelungen, der Täter habhaft zu werden. Abermals ein Jude in Rußland durch Antisemiten zum Selbstmord getrieben Moskau, 26. April. (JTA.) Ein jüdischer Arbeitsinspektor namens Bezverki in Staobelsk hat als Folge der systematischen Hetze, die seitens seiner Arbeitskollegen gegen ihn betrieben wurde, Selbstmord begangen. Der Oberinspektor Medwjedeff wurde unter der Beschuldigung, die Hetze gegen Bezverki inszeniert und seinen Untergebenen dadurch in den Tod getrieben zu haben, verhaftet. Die amtliche Untersuchung hat ergeben, daß Bezverki ein sehr gewissenhafter Arbeiter war, der sich für die Beseitigung der Mißwirtschaft in der Fabrik „Rote Fahne“, der er als Arbeitsinspektor zugewiesen worden war, und für eine Reorganisation der Arbeitsmethoden eingesetzt hat. Der Oberinspektor Medwjedeff versuchte, Bezverkis Reformtätigkeit entgegenzuwirken, indem er eine antisemitische Hetze gegen ihn einleitete. Bezverki wurde auf Schritt und Tritt verfolgt, bis er den Freitod als einzigen Ausweg aus dem Martyrium sah. Er hinterließ einen Zettel, auf dem geschrieben stand: „Der Grund für meinen Selbstmord ist der, daß ich nicht redliche Arbeit tun durfte.“ Der Kampf der Sowjetregierung gegen den Antisemitismus Moskau, 27. April. (JTA.) Das Zentralkomitee der kommunisischen Partei Rußlands hat den Beschluß gefaßt, zwecks Bekämpfung des Antisemitismus ein Sammelwerk erscheinen zu lassen, das Beiträge von den führenden Männern der Sowjetregierung sowie Statistiken, die die Position des jüdischen Elementes in Rußland beleuchten, enthalten wird. In dem Buch soll besonderer Bedacht auf die Widerlegung der unrichtigen Behauptungen der Judengegner genommen werden. Soeben ist im Staatsverlag eine „Kampf dem Antisemitismus“ betitelte Schrift von S. Gorew erschienen, die eine Geschichte der antisemitischen Bewegung in Rußland enthält und die Lage der Juden im jetzigen Rußland skizziert. Die Schrift gibt auch eine Übersicht über die jüdische Kolonisationsbewegung und bringt statistische Daten über die Teilnahme der Juden in den Sowjetinstitutionen. Vom Niedergang des Wiener Judentums Wien, 27. April. (JTA.) Der zahlenmäßige Niedergang des Wiener Judentums schreitet fort. Die Zahl der Todes- und Austrittsfälle übersteigt die der Geburts- und Wiedereintrittsfälle um das Dreifache. Über den Monat März gibt das Matrikenamt der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde die folgenden Daten bekannt: Eingetragen wurden 128 Geburten, 296 Todesfälle, 85 Austritts¬ und 17 Wiedereintrittsfälle. Dr. Weizmann in Kanada Toronto, 26. April. (JTA.) In diesen Tagen wurde in Toronto in feierlicher Weise die United Palestine Appeal (Vereinigte Palästina-Aktion) der kanadischen Juden eröffnet. Der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Dr. Chaim Weizmann, ist zu der Eröffnungsfeier aus Neuyork herübergekommen und wurde von den aus ganz Kanada eingetroffenen Delegierten und der jüdischen Gemeinde von Toronto begeistert empfangen. Bei der Eröffnungsfeier hielt Dr. Weizmann eine groß angelegte Rede über die jetzige Lage in Palästina und die Aufgaben der zionistischen Bewegung in der nächsten Zukunft. Eine Erklärung Dr. Wises über die Gründe seines Rücktritts Dr. Stephan W i s e hat eine längere Erklärung über die Gründe seines Austritts aus'der Leitung der amerikanischen Zionistischen Organisation veröffentlicht. Er könne nicht mehr die Mitverantwortung tragen, da er sich in einem tiefen und unmißverständlichen Gegensatz zu den herrschenden Methoden der zionistischen Leitung befände. Wise tadelt vor allem die nicht genügende Förde- Die idealen DER NEUE FORD 8/28 od. 13/40 PS bei gleichen Preisen Große Geschwindigkeit, Beschleunigung, Bergsteigfähigkeit, wunderbare Präzisionsarbeit und Linienführung Fahrzeuge von Weltruf STEPPACHER & CO. LINCOLN 23/100 LOCOMOBILE 16/70 Die berühmten 8 Cylinder der Welt Einzige autoris. „Ford“-Vertretung BarerStr.30 (beim Obelisk),Tel.57460

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