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Das jüdische Echo · 1928-05-04 · 18 (4.5.1928) · p. Seite 279

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
18 (4.5.1928)
Date
1928-05-04
Page
Seite 279 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 18 Das Jüdische Echo 279 General Motors Automobile LORIN/ER & CO Nymphenburger Stra8e128/ Telephon 61836 Chevrolet Oakland La Salle Tagung der Exekutive zum Schutz der jüdischen Minderheitsrechte Berlin, 24. April. (JTA.) Am 22. und 23. April 1928 fand in Berlin eine von den Herren Sokolow und Motzkili einberufene Beratung der Mitglieder der in Zürich gewählten Exekutive zum Schutz der jüdischen Minderheitenrechle statt. Auf Antrag von L. Motzkin erklärte sich die Beratung als eine provisorische, deren Beschlüsse nur bis zur nächsten Vollsitzung im Sommer Gültigkeit haben und in der Zwischenzeit durch eine weitere Teilsitzung ratifiziert werden sollen. Herr Motzkin erstattete sodann einen ausführlichen Bericht über die allgemeine organisatorische und politische Arbeit der in Zürich gewählten Organisation, über die verschiedenen Aktionen des Pariser Büros, insbesondere in bezug auf Rumänien, sowie auf die Vorbereitung der Arbeiten der jüdischen Völkerbundligen (Beteiligung an der Konferenz in Brüssel!, über die Mitarbeit an der Internationalen Minderheiten-Exckutive (Ausarbeitung von Grundsätzen für die Arbeitsgemeinschaft der Minderheiten, Fragen der Prozedur beim Völkerbund und dergl.), über die Beziehungen zu den anderen internationalen Organisationen und sonstigen Gesellschaften, wie zu der französischen Eigne des Droits de l’Homme, die sich stets für den Kampf gegen Entrechtungen und Verfolgungen einsetzt. In seinem Berichte berührte er auch die Rolle, die das Komitee der jüdischen Delegationen in der Sache Schwarzbart gespielt hat. Das Büro des Komitees hat u. a. die Arbeiten des Verteidigungskomitees durebgeführt, im Herbst ein großes Buch über die Pogrome in der Ukraine in französischer und englischer Sprache veröffentlicht und das gesamte Material in umgearbeiteter Form der Verteidigung zur Verfügung, sowie auch der Eigne des Droits de fHomme zur Publizierung eines besonderen Heftes zur Verfügung gestellt. Mit Bezug auf Rumänien hat das Pariser Büro wichtiges Material zusammengebracht und durch einen speziellen Abgesandten eine Enquete an Ort und Stelle vornehmen lassen, die eine große Zahl wichtiger Dokumente zusammengebrachl hat. Auf Grund der gesammelten Materialien sei vorläufig ein großes Memorandum ausgearbeitet worden, welches der letzten allgemeinen Minderheitentagung der Union der Völkerbundligen, die im März in Brüssel stattgefunden hat, namens der dort versammelten Vertreter der palästinischen Völkerbundliga (Dizengoff, Motzkin, Feinberg), der jüdischen Völkerbundliga in der Tschechoslowakei (Dr. E. Margulies), der jüdischen Völkerbundliga Bulgariens (Dr. Mezan), der jüdischen Völkerbundliga für Österreich (Dr. J. Margulies) übergeben wurde und dessen Inhalt in der nächsten Sitzung der Union der Völkerbundligen im Haag zur Sprache kommen soll. Wenn jedoch — fuhr Herr Motzkin in seinem Bericht fort — die politische Tätigkeit in Paris und in Genf fortgesetzt worden sei, so seien die organisatorischen Arbeiten, insbesondere mit Bezug auf die Durchführung einer einheitlichen jüdischen Vertretung wie sie in Zürich proklamiert worden sei, auf Schwierigkeiten gestoßen, da die gewählte, aus 12 (jetzt aus 11) Mitgliedern bestehende Exekutive zerstreut wohne. Man müsse deswegen konstitutionell dafür sorgen, daß ein Ausschuß die Leitung der laufenden Geschäfte in der Zwischenzeit zwischen den Sitzungen zu leisten habe, wodurch vor allem die Stabilisierung und Ausbildung einer jüdischen Vertretung möglich sein werde. So halte er es für dringend erforderlich, daß die in Zürich gewählte Exekutive oder deren Vertretung eine Koordinierung der gesamten jüdisch-politischen Aktionen auf internationalem Gebiete möglichst bald realisiere. Sonst laufe man Gefahr, daß wegen des Mangels einer organisierten Geschäftsführung der Exekutive die Züricher Beschlüsse zum größeren Teil das Leben nicht treffen werden. Er halte cs deswegen für dringend, daß in Paris ein beratendes Komitee aus bekannten jüdischen Persönlichkeiten zur Durchführung der Züricher Beschlüsse geschaffen werde. Einen ergänzenden Bericht erstattete sodann Herr Z. Aberson (Genf). Die Frage der weiteren organisatorischen Arbeit erweckte sodann eine sehr lebhafte Diskussion. Aub Antrag des Herrn Dr. Margulies wurde der einmütige Beschluß gefaßt, bis zur nächsten Plenarsitzung den Vizevorsitzenden Herrn Motzkin als Leiter der gesamten Arbeiten der Exekutive zu bestimmen. Auf weiteren Vorschlag von L. Motzkin wurde Herr Z. Aberson als Chef des Genfer Büros bestätigt, ebenso in seiner früheren Funktion als Vertreter in Genf. Es wurde auch die Mitarbeit von Dr. .Feinberg bestätigt. Desgleichen wurde die Mitteilung mit Bezug auf die Mitarbeit einer speziell in Paris geschaffenen Kommision zur Kenntnis genommen. Es wurde sodann dem auch weiter funktionierenden Pariser Büro für seine bisherige Tätigkeit Idemnität verliehen, sowie eine Anzahl von Resolutionen betreffend Publikationen und Propaganda zwecks Aufklärung des Judentums über die ideellen Grundlagen und praktischen Probleme der jüdischen Minderheitsbewegung angenommen. Die Vollsitzung wird gemäß dem Beschluß der Tagung im Hochsommer in Paris stattfinden. Wäscherei d. Münchener Hausfrau HÖCKER & BÄUERLE Landwehrslr. 57/59 T. 596858 Hygienisch modernster Betrieb am Platze. Bekannt für erste Qualität. Getrennte Behandlung. Jede Hausfrau kann sich persönlich von der schonendsten Behandlung der Wäsche überzeugen. Waschmittel: Reine Kernseifenflocken 90°/oig. Haushaltwäsche — V orhangspannerei — Stärkwäsche—Feinbügelei. Größte Lohnwäscherei Münchens Diese Neuerung bietet große Verbilligung. 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