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Das jüdische Echo · 1928-12-28 · 52 (28.12.1928) · p. Seite 837

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
52 (28.12.1928)
Date
1928-12-28
Page
Seite 837 (sequence 13)
Language
German
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Nr. 52 Das Jüdische Echo 837 Gemeinden-u. Vereins-Echo Personalia. Seinen siebzigsten Geburtstag beging am 21. Dezember Herr Louis Selinger, der als Referent für das Synagogen- und Beerdigungswesen, als Vorsitzender des Wohltätigkeits¬ und Waisenstiftungsausschusses, als Mitglied anderer gemeindlicher Ausschüsse und zahlreicher Wohltätigkeit seit einer Reihe von Jahren eine hingebungsvolle Tätigkeit entfaltet hat. Die ganze Münchener Gemeinde hofft und wünscht, daß es ihm noch lange vergönnt sein möge diese segensreiche Tätigkeit fortzusetzen. Zionistische Ortsgruppe München. Wir machen schon heute darauf aufmerksam, daß am Mittwoch, dem 9. Januar, im „Rheinischen Hof“ ein Vortragsabend von Herrn Moses Waldmann (Berlin) über „Gesamtjüdische Aufgaben“, „Rückblick auf die Entwicklung in der Nachkriegszeit“ stattfindet. Jüdischer Gesangverein. Konzert 5. Dezember 1928. (Verspätet!) Den Bericht über das Konzert könnte man mit den Worten sagen: Es war ein voller Erfolg. Mit Freude kann der Referent feststellen, daß der Verein im jüdischen Leben Münchens festen Fuß gefaßt hat; die große Zahl der Konzertbesucher zeigte, daß jüdischer Gesang viele Freunde hat. Schon der erste Chor Ribonoh chel olom versetzte die Zuhörer in weihevolle Stimmung; Ledovid Borchoh des Altmeisters Kirschner brachte dem Komponisten begeisterten Hervorruf; auch der Weschomru von Schalit führte diesen aufs Podium; Havdoloh ist eine melodiöse Komposition mit alten Melodien. Der Dirigent, Kapellmeister Joseph Ziegler, hat seine Schar fest in der Hand, man merkte, daß mit Begeisterung gesungen wurde; in Hinsicht auf die nicht zahlreichen Mitwirkenden kamen die Chöre zu vorzüglicher Wirkung. Die Solis hat Herr Oberkantor J. Alter (Hannover) übernommen. Mit herzlichem Applaus begrüßt, nahm der Sänger sofort alle Herzen gefangen! Man weiß nicht was man mehr bewundern soll: die musikalische Kultur, die Technik oder die fabelhafte Ausdauer; die eigenen Kompositionen kamen in glänzender Weise zur vollen Wirkung. Alter als Interpret jüdischer Volkslieder ist wohl unerreicht, er wurde mit unendlichem Beifall überschüttet und mußte viele Lieder zugeben. Die Klavierbegleitung hatte in bekannt hervorragender Weise Herr Bettsack übernommen: seine wundervolle Art der Anschmiegung ist genügend bekannt und anerkannt. An der Orgel saß Herr Professor Sagerer, der seine Meisterschaft auch hier wieder bewies. Dem Verein der Wunsch: so weiter! M. Jüdischer Gesangverein. Probe für die am 6. Januar stattfindende Feierstunde des Rabbiners Dr. Freudenthal Donnerstag, 3. Januar, 8 Uhr abends, im Lessingsaal; Hauptprobe Sonntag, 11 Uhr vormittags, in der Synagoge. Jüdisches Kammerorchester München. Die nächste Probe findet am Mittwoch, dem 2. Januar 1929, pünktlich 20.15 Uhr im Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1/0, statt. Wir bitten alle aktiven Mitglieder zu dieser Probe vollzählig zu erscheinen. Die Leitung. Jüdischer Jugendverein München. Anschrift und Auskünfte: Frl. Emma Neuwirth, Franz-Joseph- Straße 33. Donnerstag, den 3. Januar 1929: Herr Heinrich Reichner spricht über: „Heinrich Heine“. Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Rückgebäude. Beginn 20.45 Uhr. Donnerstag, den 10. Januar 1929: Vortrag von Frau Dr. Gertrude Weil: „Vom Gegensatz der Generationen“ mit anschließender Aussprache. Lessingsaal, Herzog-Rudolf-Straße 1, Rückgeb. Beginn 20.45 Uhr, Außerdem weisen wir wieder auf die Freitag- Abendfeiern hin. Jeder junge Jude Münchens ist herzlich willkommen. Raum: Herzog-Max- Straße 3/1. Jüdischer Kuiturverein J. L. Perez, München. Heute, Samstag, den 29. Dezember 1928, abends 8.45 Uhr, spricht Herr A. S t e r n in unserem Vereinslokal, Lessingsaal (Herzog-Rudolf-Straße 1, Parterre), über: „Die Teilung des jüdischen Reiches und seine Folge n.“ Eintritt frei. Gäste herzlich willkommen. Voranzeige: An unserem Theater-Abend, den wir mit dem Gesamt-Ausschuß am Sonntag, dem 6. Januar 1929, abends 8.15 Uhr, im Blüten- Saale, Blütenstraße 18/1, (Trambahn 10 und 20) veranstalten, wird das Schauspiel von Scholem Asch: „Die Jorschim“ aufgeführt. Das Jüdische Kammerorchester wirkt mit, ferner einzelne Mitglieder desselben in einem Quartett. Der zweite Teil des Abends besteht aus Rezitationen, inszenierten Volksliedern und anderem mehr. — Dieser Abend verspricht einer unserer besten zu werden. Da der Überschuß hauptsächlich wohltätigen Zwecken dienen wird, ersuchen wir um vollzähliges Erscheinen unserer Mitglieder und Interessenten. Angehörige der Jugendvereine erhalten Kategorie-Karten an der Abendkasse. (Siehe auch Inserat.) Die Vorstandschaft. Schwesternbund der München-Loge. Gemütliche Abende im Mädchenklub. Der Mädchenklub hält von nun an seine Heimabende in den neuen Klubräumen, Herzog-Max-Straße 3/1, ab. Es finden statt: Montag: 8 bis 9 Uhr Gymnastik. Dienstag: 7.30 bis 10 Uhr Nähabend. Donnerstag: 7.30 bis 8.30 Uhr Englisch. Donnerstag: 8 bis 10 Unterhaltungsabend. Wir laden zu unseren Heimabenden herzlichst ein. Anmeldungen bei Frau Studienrat Schaalmann, Tengstraße 37/IV. Nürnberg. Der „K a d i m a h“, Bund jüdischer Pfadfinder, veranstaltete am 15. Dezember im Rosenausaale eine wohlgelungene Chanukkahfeier. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache durch Leo Königshöfer, in dessen Händen ein großer Teil der Vorbereitung der Veranstaltung lag, sprach der Vertreter der Bundesleitung Albert Salzer über das Thema: „Kadimah“, Ziel und Aufgaben. Redner schilderte den Werdegang der jüdischen Jugendbewegung. Sie habe die negative Stellungnahme zur Gesellschaft aufgegeben und sehe nur im Wirken nach Innen, in enger Zusammenarbeit mit Elternhaus und Schule ihre Aufgabe. Der Kadimah, der die Pfadfindererziehung übernommen hat, sei mit der heutigen Auffassung von Judentum und jüdischer Gemeinschaft keineswegs einverstanden. Er fordert die Erziehung der jungen Menschen zur jüdischen Gemeinschaft. Durch Vermittlung jüdischen Wissens (Geschichte, Hebräischlernen usw.) und durch das Leben seiner Menschen in der jüdischen Gemeinschaft hofft V, ■M 'i

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