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Das jüdische Echo · 1928-12-28 · 52 (28.12.1928) · p. Seite 838

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
52 (28.12.1928)
Date
1928-12-28
Page
Seite 838 (sequence 14)
Language
German
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838 Das Jüdische Echo Nr. 52 der Bund sein Erziehungsziel — den Menschen der jüdischen Tat, der überall dort, wo es gilt für das Judentum zu wirken, seine ganze Kraft einsetzt — zu erreichen. Nürnberg. Der Verband gesetzestreuer jüdischer Jugendvereine Bayerns (i. d. A. J. J. 0.) hält seinen diesjährigen Verbandstag am Sonntag, dem 30. Dezember 1928, in Nürnberg ab. Neben dem Geschäftsbericht des Vorsitzenden, Herrn Rechtsanwalt Dr. Gustav Münz, und dem Kassenbericht des Herrn Alfred Bauer bringt die Tagung bedeutsame Referate, die von bekannten Jugendführern gehalten werden. Herr Dr. rned. Arnold Merzbach (Frankfurt a. M.) wird über das für jede Gemeinschaftsarbeit grundlegende Thema: „Mensch oder Masse“ sprechen, während Herr Dr. Max Cohen (Köln a. Rh.) über die im Mittelpunkte des praktischen Interesses stehenden „Berufs- und Wirtschaftsprobleme der jüdischen Jugend“ referieren wird. Für den Abend ist in Gemeinschaft mit den Nürnberger- und Fürther- Agudogruppen ein öffentlicher Vortragsabend vorgesehen, an dem Herr Jakob Rosenheim (Frankfurt a. M.) über die kommende Kenessio Gedaulo spricht. Elberfeld. —■ (Chanukkah-Konzert unter Mitwirkung des Komponisten Heinrich S c h a 1 i t aus München (Klavier), R a h e 1 E r - m o 1 n i k o f f aus Berlin (Alt) und Leo Rosenb 1 ü t h aus Frankfurt a. M. (Bariton). Der Mendelssohn-Verein (Verein für jüdische Geschichte und Literatur), veranstaltete in Gemeinschaft mit der Bergischen Loge am Donnerstag, dem 13. Dezember, ein Chanukkah-Konzert, zu dem die drei bereits genannten Künstler gewonnen waren. Heinrich Schalit ist in seiner Kunst, kompositorisch sowohl wie pianistisch, dermaßen herangereift, daß sein Name ein Programm bedeutet, dessen Wurzeln tiefgehend im Judentum gelagert sind. Wenn wir, seine jüdischen Zeitgenossen, uns nur die Mühe geben wollten, den in seiner Eigenart bedeutungsvollen Mann in seiner künstlerischen Auswirkung kennenzulernen, dann dürften die Verständnisvollen unter uns stolz darauf sein, ihn als einen auf den Höhen des Judentums wandelnden Künstler begriffen zu haben. Aus n i c h t jüdischen Kreisen heraus urteilt die Münchener Kritik über die Aufführung von Schalitschen Kompositionen in ganz begeisterter und in des Lobes vollster Weise. Für hymnenartige Texte, insbesondere für die von Jehuda Halevy, hat Schalit einen kongenialen Aussdrucksstil geschaffen, der unverkennbar jüdischen Charakter trägt. In dem Hymnus „Der Wahre“ z. B. trifft Schalit einen kultischen Gesangston, wie er sonst nur aus orientalisch-jüdischen Melodien entgegenklingt. Demgemäß ist auch seine herrliche Bearbeitung von „ostjüdischen Volksliedern“. Auch da zeigt sich der angeborene Instinkt und ein echtes Gefühl für stilgemäße, den Charakter des „Jüdischen“ treffende Harmonisierung. — Schalit wäre daher ein Berufener, sich auch auf dem Gebiete synagogaler Musik zu betätigen. Seine Kunst als Pianist umfaßt alle Vorzüge einer feinsinnigen, souveränen Beherrschung des Instrumentes. Rahel Ermolnikoff ist eine ausgezeichnete Altistin, die es verschmäht, mit den billigen Mitteln stimmlicher Aufdringlichkeit zu imponieren. Sie ist für den „Sprechgesang“ des ostjüdischen Volksliedes die idealste Interpretin, die man sich denken kann. Ihre schön gebildete Stimme ist samtweich, nicht zwar von großem Volumen, dagegen von einer Schönheit des Wohlklangs, die von ausdrucksvoll warmer Innerlichkeit getragen, bei dem leider nicht zahlreich anwesenden Publikum ein beifallsfreudiges Echo fand. Sie sang Bearbeitungen sowie Original-Kompositionen von Schalit. Leo Rosenblüth, ein Schüler des bekannten Frankfurter Oberkantors Naumow-Fleischmann, ist im Hinblick auf seine Jugend ein ganz vorzüglicher, wohltimbrierter und umfangreicher Bariton, der zu den allerschönsten Hoffnungen berechtigt. Der Sänger ist ohne Zweifel von großer Musikalität wie auch von einer Intelligenz des Vortrages, die den seinen vortrefflichen Gesangsleistungen gezollten Beifall in vollstem Umfang rechtfertigen. Er sang Lieder von Schalit sowie zwei Arien aus „Judis Makkabäus“. Schade, daß man bei dem vorzüglichen Konzert so viele sah, die nicht da waren. H. Z. KEREN KAJEMETH LEJISRAEL Jüdischer Nationalfonds Postscheck- Konto München 10442 Nürnberg 24565 Fernsprecher München 297 449 Nürnberg 92 26 Zentrale für Deutschland Berlin W 15 Meinekestraße Nr. i o Spendenausweis des Nürnberger Büros vom 21. Dezember 1928 Spendenbuch: Herr Ernst Goldmann anläßlich Vermählung seiner Tochter 10.—; Frl. Caro Wollner anläßlich ihrer Verlobung 5.—; durch Rosi Birnbaum (Fürth): Herr und Frau Leo Bendit anläßlich Geburt ihrer Tochter 10.—. Allgemeine Spenden: Tellersammlung anläßlich Ortsgruppenabend 8.40. Büchsen : Gertrud Schächter 2.— Durch Martha Radoschitski: Frau Vorhaus 5.25; Rudolf Heller 5.—; Ing. Stamm, E. Krakenberger je 3__; Stabholz 1.69; Joskowitz 1.60; Siegfried Saemann —.45 19.99. Durch Salla Schönberg (Fürth): Goldmann 3.—; Melamed 1.65; Oppenheimer 1.50; Zimmer, Steinwell je 1.—; Schönberg —.70; Sänger -.50 9.35. Summe: 64.74. Seit 1. Oktober aufgebracht: RM. 1011.43. Würzburger Ausweis vom 18. Dezember 1928 Büchsen: A. Riesenfeld 5.—; Frau Schloß 4.60; Ilse Sonnenberg 3.40; Frl. Wals 3.—; Michel Golomb 2.50; Gerstl 2.20; Wachtel 2.44; Frau

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