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Das jüdische Echo · 1928-12-21 · 51 (21.12.1928) · p. Seite 814

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
51 (21.12.1928)
Date
1928-12-21
Page
Seite 814 (sequence 6)
Language
German
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814 Das Jüdische Echo Nr. 50 Nur noch wenige Tage erhalten Sie vom Verlag B. Heller postfrei nach Ihrem Wunsche eines der folgenden schönen und bedeutsamen Werke zugestellt, wenn Sie den Abonnementsbeitrag von RM. 8.— für 1929 einsenden! (Bis spätestens 31. Dezember 1928.) „Das Ghettobuch" herausgegeben von A. Landsberger „Volk des Ghetto" herausgegeben von A. Landsberger „Und das Krumme wird gerade" von S. I. Agnon aus dem Hebräischen von Max Strauss, fünf Bildervon Budko „Theodor Herzl" von Leon Kellner „Lehrbuch der hebräischen Sprache" von Moses Rath Neu hinzutretende Abonnenten, die uns den Bezugspreis für das Jahr 1929 einsenden, erhalten ebenfalls eine dieser Prämien nach ihrem Wunsche und vom Zeitpunkt ihrer Einsendung ab das„Jüdische Echo" gratis bis zum 1. Januar 1929. Die Lieferung der gewünschten Bücher erfolgt nach Maßgabe des Eingangs der Geldsendungen und im Rahmen des vorhandenen Vorrats; es empfiehlt sich also, rasch von unserem Angebot Gebrauch zu machen. „DAS JÜDISCHE ECHO“ Verlag B. Heller München 2 C Herzog-Max-Straße 4 Postscheck - Konto: Amt München 3987 schuß errungen hatten, den vom Gesamtausschuß vorgeschlagenen Kandidaten einzuräumen, wenn sie eine neue Wahlhandlung vermeiden, d. h. ein Kompromiß auf Grund des bestehenden Zustandes abschließen wollten. Während nun die Zionisten dem Gesamtausschuß der Ostjuden ihre .2 Mandate frelgaben und die von der allgemeinen Wählerversammlung der Ostjuden bestimmten '2 Kandidaten anstandslos anerkannten, lehnte der Verein „Ohel Jakob“ den in der gleichen Versammlung mit großer Majorität gewählten orthodoxen Kandidaten (Agudist) glatt ab. Man erklärte sich von seiten des „Ohel Jakob“ für einen Kandidaten, auf den man sich mit einer ganz winzigen Minorität in einer schon Wochen vorher geheim getroffenen Abmachung geeinigt hatte. Einen Beweis für diese Behauptung gibt der E. F. gezeichnete Artikel eines Vertreters von „Ohel Jakob“ in Nr.. 49 des ,„Jüdischen Echos“, wo es heißt: „Noch ehe der Gesamtausschuß der Ostjuden eine Nominierung beschlossen hatte, waren bereits die Verhandlungen zwischen „Ohel Jakob“ und der genannter! ostjüdischen Gruppe so weit gediehen, daß die von dieser Seite vorgeschlagenen Persönlichkeiten akzeptiert wurden. Von diesem Standpunkt ging „Ohel Jakob“ trotz der wiederholten Versuche unserseits nicht ab. Man lenkte erst ein. als es zu spät war Infolge dieser Taktik seitens des ,Ohel Jakob“ ging das 3. ostjüdische Mandat verloren und dagegen haben wir protestiert. Nicht der Gesämtausschuß hat durch planmäßige Hetze den Frieden gestört, sondern sämtliche Ostjuden empörten sich gegen die unerhörte Anmaßung des „Ohel Jakob“, der durch sein Verhalten gegen die Voraussetzungen, unter denen der Kompromiß zustande kam, verstießt und unbedingt, wenn er von vorneherein entschlossen war, den vom Gesamtausschuß vorzuschlagenden Kandidaten nicht anzue-rkennen, eine Wahlhandlung hätte herbeiführen müssen. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wollen wir unsere ost jüdischen Brüder dazu erziehen, dem Gebote, der, heiligen Thora zu folgen, in dem es heißt: “)^y D^D “TIN Und das nennt der Artikelschreiber in Nr. 49 „Vorbereitung zur Rache .und zum Bruderkampf“. Für den Gesamtausschuß der Ostjuden D. Horn, Vorsitzender. Bayerischer Landesverband des Verbandes der jüdischen Jugendvereine Deutschlands Die diesjährige Delegiertentagung des Landesverbandes fand am Sonntag, den 2. Dezember in Nürnberg unter Leitung seines Vorsitzenden, Herrn Rabbiner Dr. Rülf (Bamberg) statt. Der Gesamteindruck der Tagung: eine stattliche Schar, meist jugendlicher Führer, die in gegenseitiger freundschaftlicher Verbundenheit in ernster Arbeit Wege zur jüdischen Jugend suchen. Zwei Referate des Vorsitzenden des .Reichsverbandes, .Herrn Rabbiner Dr. Hugo Hahn (Essen), gaben der Tagung eine besondere Bedeutung: das eine Referat im Rahmen der Verbandstagung über „die Welt des jungen Juden“ und das andere als öffentlicher Vortrag in der Nürnberger Synagoge: „Lebenswerte '?m Alten Testament“. Herr Dr. Hahn zeichnete unter fast völligem Verzicht auf ideologische Auseinandersetzungen die realen Daseinsnöte unsrer; jüdischen Jugend und er beleuchtete die Wege, die der Verband der jüdischen Jugendvereine Deutschlands und seine Mitgliedsvereine zur Steuerung dieser Not beschritten haben. Der Verbandsvorsitzende gab einen Überblick über die Tätigkeit im vergangenen. Jahre. Die Vereine Nürnberg, Ingolstadt, Ichenhausen und Fischach haben sich dem Verband angeschlossen. Der Verband konnte dank finanzieller Unterstüt-

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