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Das jüdische Echo · 1928-12-07 · 49 (7.12.1928) · p. Seite 783

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
49 (7.12.1928)
Date
1928-12-07
Page
Seite 783 (sequence 11)
Language
German
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Nr. 49 Das .Jüdische Echo 783 Haushaltwäscherei „Apollo“ Inhaber Peter Popfinger Spezialität: Mietwäsche, Stärk- und Feinwäsche aller ftrt Dachauer Straße 19 Rgb, / Tel. 52553 turelle Angelegenheiten u. a. m. beziehen) bestehen bleiben sollen. Abgeordneter Hartglas rief dazwischen: „Es soll ein neuer Ausnahmezustand gegen die Juden, der bisher nicht existiert hat, eingeführt werden.“ In der nachfolgenden Diskussion sagte Hartglas: „Wir sehen nun klar, welche Tendenzen die Regierung gegenüber der jüdischen Bevölkerung verfolgt. 1926 haben Premier Bartel und der damalige Justizminister das feste Versprechen gegeben, die alten, gegen die Juden existierenden Beschränkungen abzuschaffen. Bis jetzt wurde das Versprechen nicht erfüllt und nun sollen neue Beschränkungen gesetzlich verankert werden. 1926 stand man freilich noch vor der Anleihe, in diesem Augenblick scheint kein Bedürfnis nach neuen Auslandskrediten vorhanden zu sein, darum geht es wieder gegen die jüdische Gleichberechtigung.“ Im Namen des Regierungsblocks gab Kwapinsky die Erklärung ab, daß der „unparteiische Block“ mit der Regierung in diesem Falle nicht einverstanden ist; die Grundlagen der bürgerlichen Gleichberechtigung dürfen nicht angetastet werden. Schließlich wurde der Ausbesserungsvorschlag der Regierung abgelehnt; für ihn stimmten nur die Nationaldemokraten. In der Sitzung der Budgetkommission kam es zu einem scharfen Zusammenstoß zwischen Innenminister Skladkowsky und dem Abgeordneten Grünbaum. Abraham Reisen darf nicht nach Polen kommen Warschau, 1. Dezember. (JTA.) Die polnische Regierung hat dem seit einer Reihe von Jahren in Neuyork ansässigen berühmten jiddischen Dichter Abraham Reisen, der sich in Berlin aufhält und eine Reise durch Polen und Sowjetrußland unternehmen will, das Einreisevisum verweigert. Als Grund wird angegeben, daß Reisen sowjetrussischer Staatsangehöriger ist. Dr. Weizmann in London London, 1. Dezember. (JTA.) Dr. Chaim Weizmann, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, ist von seinem mehrwöchigen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten am 29. November nach London zurückgekehrt und hat sofort seine Agenden im Büro der Zionistischen Weltorganisation übernommen. Uber seine amerikanische Mission wird er auf der Tagung des Zionistischen Aktions-Komitees, die vom 20. bis 24. Dezember in Berlin stattfindet, Bericht erstatten. Er wird jetzt die Endbesprechungen mit den jüdischen Vertretungen in Deutschland, Frankreich, Polen und in anderen Ländern über deren Eintritt in die Jewish Agency aufnehmen. Das Zionistische Agency-Komitee in Amerika Neuyork, 29. November. (JTA.) Bevor Dr. Chaim Weizmann, der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Amerika verließ, bildete er aus zionistischen Persönlichkeiten Amerikas ein Komitee, welches die Aufgabe hat, mit dem von Louis Marshall im Aufträge der Konferenz der Nichtzionisten gebildeten Siebener-Komitee, dessen Vorsitz Herr Felix M. Warburg innehat, zusammenzuarbeiten. Die Mitglieder dieses zionistischen Agency-Komitees sind: Dr. Mordecai, M. Kaplan, Isidore D. Morrison, Morris Rothenberg, Julius Simon, Jacob Fishman, Frau Zip Szold, Richter William Lewis. Beratendes Mitglied des Komitees ist ferner Herr Lipsky, Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas. Die Böden von Beth-Schaan Die arabische Zeitung „El Karmel“ in Haifa verlangt von der Regierung Maßnahmen zur Verhütung der Bodenspekulation mit den Böden von Beth-Schaan, die die Regierung seinerzeit den arabischen Landwirten in dieser Gegend zur Verfügung stellte. Das Blatt fordert von der Regierung den Erlaß eines Gesetzes, wonach ein Fellache mit einer Familie von 5 Köpfen verpflichtet ist, 150 Dunam und einer Familie mit 10 Köpfen 300 Dunam zu bewirtschaften. — Diese Böden darf er nicht verkaufen. Sollte ein Verkauf durchgeführt werden, so muß der Käufer den Boden zurückerhalten. Ferner sollen die Besitzer dieser Böden die nötigen Unterweisungen in der Anlage von Pflanzungen und die für die Entwicklung ihrer Wirtschaft erforderlichen Mittel erhalten. (Ziko.) Eine Klaviersonate von einem Meister komponiert und verständnisvoll wiedergegeben, wird für den Spielenden wie für die Zuhörer immer wieder zum Erlebnis. Aber die beste Komposition bleibt farblos, wenn sie auf einem Massenklavier zum Vortrag kommt. — Wirklich tonschöne, in allen Lagen singende FLÜGEL/PIANOS HARMONIUMS die dauernd hohen Genub bereiten, finden Sie bei uns in verschiedenen Preislagen. Dabei sind unsere Zahlungsbedingungen den bestehenden Verhältnissen angepabt. Hören Sie erst unsereM eiste r - instrumente — bevor Sie kaufen! Pianohaus Hirsch am Sendlingeriorplatz MÜNCHEN / Lindwurm»tra6e 1

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