Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 49 (7.12.1928)
- Date
- 1928-12-07
- Page
- Seite 782 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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782 Das Jüdische Echo Nr. 49 wmimngMiEiaiiMmininnrir Caf€ Luitpold — Palmengarten Tabarin Luitpold neue Leitung: Hans Keckeisen Erstkl. Küche u.Wirtschaftsführung jederArt zu mäßigen Preisen Täglich nachmittags und abends Konzert Sonn- und Feiertag nachmittags 4-Uhr-Tee Tabarin täglich Künstlerprogramm mit Tanz I Telephon 90 0 65, 92 7 99 stammung, die letzten Ehren erwiesen haben, von Lehrern, Eltern und Erziehern, als den Wahrem deutscher Kultur, daß sie mit allen zu Gebote stehenden Mitteln die Kulturschmach der Friedhofsschändungen ausrotten und dahin wirken, daß auch den jüdischen Toten die jedem Menschen selbstverständliche Achtung entgegengebracht wird.“ Die Volksschule Rykestraße von der Gemeinde übernommen Berlin, 2. Dezember. (JTA.) Der Schulvorstand der Berliner Jüdischen Gemeinde beschloß die Übernahme der vom Schulverein begründeten und bisher erhaltenen jüdischen Volksschule in der Rykestraße in die Gemeindeverwaltung. Der Übernahme vorausgegangen war eine durch die Herren Dr. Baeck, Professor Türk, Dr. Levy, Dr. Klee, Direktor Dr. Spanier u. a. vorgenommene Inspektion, die ein besonders erfreuliches Ergebnis in bezug auf die Leistungen der Schule ergab. Damit ist eine von den Zionisten geschaffene Institution, die sich bewährt hat, in die Verwaltung der Gemeinde übernommen; sie wird in ihrer charakteristischen Eigenart erhalten bleiben, so wird insbesondere das Hebräische wie bisher besondere Pflege erfahren. Nahum Sokolow in Oberschlesien und in Krakau Kattowitz, 28. November. (JTA.) Der Präsident der Zionistischen Weltexekutive Nahum Sokolow ist am 26. November abends, von Beuthen kommend, in Kattowitz eingetroffen und wurde hier von Vertretern der zionistischen Zentral-Komitees Oberschlesiens und Westgaliziensund zahlreichen jüdischen Delegationen aus fast allen Städten Polnisch-Schlesiens und Westgaliziens empfangen. Im Saale des „Capitol“ wurde zu Ehren Sokolows ein feierlicher Empfang veranstaltet. Sokolow hielt vor einem ungemein zahlreichen Publikum einen Vortrag über „Palästina und das polnische Judentum“. Im „Piccadilly“ fand ein großartiges Abschiedsbankett für Sokolow statt. In einem Gespräch mit Pressevertretern sagte Sokolow, er hoffe, daß sein Wunsch, in Polen ein Pro-Palästina-Komitee begründet zu sehen, bald in Erfüllung gehen werde, nachdem die erste Bedingung hierfür, der Zusammenschluß aller zionistischen Landesorganisationen Polens, bereits erfüllt ist. Krakau, 28. November. (JTA.) Am 27. November nachmittags ist Nahum Sokolow, von Kattowitz kommend, in Krakau eingetroffen und wurde am Bahnhof von einer riesigen Menschenmenge mit Abg. Oberrabbiner Dr. J. Thon, Dr. J. Schwarzbart und dem Vorstand der jüdischen Gemeinde an der Spitze empfangen. Im Lokale der Zionistischen Organisationen wurde er von den Führern aller zionistischen Gruppen begrüßt. Sokolow hielt eine Rede, in der er ausführlich die Lage des Zionismus schilderte und die Aufgaben der nächsten .Zukunft skizzierte. Der neue Oberkommissar Sir John Robert Chancellor, sagte er, ist ein großer Judenfreund und hegt die stärksten Sympathien für das jüdische Aufbauwerk in Palästina. Am Abend hielt Sokolow vor einem tieltausendköpfigen Publikum einen Vortrag, der ungeheure Begeisterung weckte. Dr. Alexander Goldstein bei Woldemaras K o w n o , 26. November. (JTA.) Der Ministerpräsident Litauens, Prof. Woldemaras, empfing den Delegierten des Keren Hajessod, Dr. Alexander Goldstein, und unterhielt sich mit ihm längere Zeit über die politischen und die wirtschaftlichen Probleme des Palästina-Aufbaus. Der Ministerpräsident erklärte, das litauische Volk hege tiefe Sympathie für den Zionismus und den Aufbau des jüdischen Nationalheims in Palästina. Der Ministerpräsident bezeigte großes Interesse für die Entwicklung der hebräischen Sprache und Erziehung. Er veranstaltete zu Ehren Goldsteins eine Zusammenkunft. Dr. Goldstein besuchte auch andere Mitglieder der litauischen Regierung, sowie die führenden Gelehrten und Politiker und hielt vor einem aus Persönlichkeiten der litauischen Intelligenz sich zusammensetzenden Publikum einen Vortrag über die Perspektiven Palästinas. Die polnische Regierung gegen die jüdische Gleichberechtigung Warschau, 25. November. (JTA.) In der letzten Sitzung des polnischen Sejm legte Ministerpräsident Prof. Bartel eine Gesetzesbestimmung vor, wonach die „religiösen oder nationalen Begrenzungen“ in den Gesetzen der russischen Zarenregierung, „die gegen die Polen gewendet sind“, abgeschafft werden sollen. Das hieße also, daß die Beschränkungen gegen die Juden (die sich auf Erwerb von Boden, religiöse, kul- Sinnvoll in der Konstruktion. — Werden in eigenen Fabriken hergestellt. — Sind formvollendet, dauerhaft und preiswert. — Wir treten für unsere Erzeugnisse ein. — Besichtigung u. Auskunft bereitwilligst. nur Theatinerstraße 10 Kataloge gratis! Telephon 93772.