Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 47 (23.11.1928)
- Date
- 1928-11-23
- Page
- Seite 749 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47 Das Jüdische Echo 749 Mandatskommission des Völkerbundes ihre Beratungen über die Petition der Zionistischen Organisation in der Angelegenheit der westlichen Tempelmauer in Jerusalem beendet und die definitive Lösung des Problems der Klagemauer der Mandatarmacht überlassen hat, hat sich als teils verfrüht, teils unrichtig herausgestellt. Die Kommission ist keineswegs mit den Beratungen fertig geworden, sondern sie wird dieselben heute nachmittag fortsetzen. Mit der Berichterstattung über die Klagemauerpetition der Zionisten wurde das Schweizer Mitglied der Mandatskommission, Professor Rappard, betraut. Die Beratungen der Mandatskommission werden wie gewöhnlich streng vertraulich geführt. Ein Bericht über den Verlauf der Beratungen und die Beschlüsse wird in der Regel erst nach der Bestätigung durch den Völkerbundsrat veröffentlicht. Dem Vertreter der Jüdischen Telegraphen- Agentur gelang es, nur soviel festzustellen, daß die Mandatskommission über die den betenden Juden an ihrer heiligsten Stätte am Versöhnungstage geschehene Unbill ihr lebhaftes Bedauern ausgedrückt und ferner die Hoffnung ausgesprochen hat, daß es der britischen Regierung gelingen wird, eine gerechte und beide Teile befriedigende Lösung zu finden. Der JTA-Vertreter erfährt ferner, daß Mitglieder der Kommission den Vorschlag gemacht haben, angesichts der Wichtigkeit des Gegenstandes sofort ein Kommunique über den angenommenen Bericht zu veröffentlichen. Der Vorschlag wurde von der Mehrheit der Mitglieder der Mandatskommission abgelehnt. Tausende Juden in Moskau aus ihren Wohnungen vertrieben Danzig, 13. November. (JTA.) In Danzig sind in den letzten Tagen jüdische Familien aus Moskau eingetroffen, denen als sogenannten „nicht arbeitenden Elementen“ das Recht, eine der Zwangswirtschaft unterliegende Wohnung zu benutzen, entzogen worden ist. In einem Gespräch mit dem Danziger JTA-Vertreter erklärten sie, daß die Anfang des Winters erschienene Verordnung, wonach „nicht arbeitende Elemente“ ihre zwangsbewirtschafteten Wohnungen verlassen müssen, Tausende jüdische Familien in eine unsagbar verzweifelte Lage gebracht hat. Die Wegnahme einer Wohnung kommt einem Todesurteil gleich. Es ist einfach ausgeschlossen, in Moskau oder in irgendeiner anderen Stadt Rußlands eine nicht zwangsbewirtschaftete Wohnung zu bekommen. Unmöglich ist es einer aus ihrer Wohnung hinausgeworfenen Familie, ein möbliertes Zimmer in einer In Kürze erscheint das Gedenkbuch für die im Weltkrieg gefallenen Münchener Juden Herausgegeben von der Ortsgruppe München des Reichsbundes Jüdischer Frontsoldaten Enthält die Biographien und Bilder aller gefallenen Juden Geleitwort von Dr. L. Baerwald Preis gebunden RM. 5.— , Vorzugsausgabe RM. 15.— Zu beziehen durch jede Buchhandlung oder durch den Verlag B. Heller, München, Herzog-Max-Str. 4 gegenVoreinsendungd.Betrages od. geg. Nachnahme fremden Wohnung zu bekommen, weil dann der andere Wohnungsinhaber in die Gefahr kommt, daß ihm seine Wohnung weggenommen wird. Erste Sitzung der Organisationskommission für die Jewish Agency Neuyork, 13. November. '(JTA.) Die von der Konferenz der amerikanischen Nichtzionisten beschlossene und von Louis Marshall gemäß dem von der Konferenz erhaltenen Aufträge ernannte Organisationskommission zur Herbeiführung einer endgültigen Verständigung mit der Zionistischen Organisation und zur Organisierung des amerikanischen Teils der Jewish Agency hat im Hause des Herrn Felix M. Warburg, des Vorsitzenden der Organisationskommission, ihre erste Sitzung abgehalten. Von zionistischer Seite nahmen an der Beratung der Präsident der Zionistischen Weltorganisation, Professor Chaim Weizmann, der Präsident der amerikanischen Zionistischen Organisation und Mitglied der Zionistischen Weltexekutive Louis Lipsky, sowie der Präsident des amerikanischen Keren Hajessod Morris Rothenberg teil. Die Konferenz beschäftigte sich zunächst nicht mit der Organisation der Jewish Agency, sondern hauptsächlich mit dem Problem des Ausgleichs der zwischen dem Bericht des Joint Palestine Survey Commission und den Resolutionen der Berliner Tagung des Aktionskomitees in einigen wichtigen Punkten bestehenden Mei- Der neue AUSTRO-DAIMLER 6 Cylinder, 12/70 PS Eine umwälzende Neukonstruktion Hirschbold K o m m. - G e s. Fernruf 51355 MÜNCHEN Sonnenstr. 19