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Das jüdische Echo · 1928-11-23 · 47 (23.11.1928) · p. Seite 746

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
47 (23.11.1928)
Date
1928-11-23
Page
Seite 746 (sequence 6)
Language
German
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746 Das Jüdische Echo Nr. 47 Deutsche Neu Wäscherei O.m.h.H. FELIX BRANDNEU * MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäsche nur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage durch würden Arbeitskräfte, die heute für die Z. V. f. D. verbraucht werden, wieder für die Misrachi-Arbeit frei werden. Die Ergebnisse der Danziger Misrachi-Weltkonferenz waren für alle Misrachisten in Deutschland unbefriedigend. Die Zusammensetzung des Merkas weise große Mängel auf, einer dieser Mängel sei das Fehlen eines Vertreters der Jugend. Es sei notwendig, daß die Jugend eine eindeutige Interpretation ihrer Devise „Thorah wa-Awodah“ gäbe. Es müsse klar herausgearbeitet werden, ob es sich nur um das Prinzip der Awodah azmith (Eigenarbeit) in sozialistischem Sinne handelt, oder ob die Forderungen sozialer Gerechtigkeit im Vordergrund stehen. Rechtsanwalt Michaelis (Hamburg) lehnt die Barthsche Auffassung von den Aufgaben der Z. V. f. D. ab. Diese repräsentiere die Einheit der Zionistischen Weltorganisation. Über das Verhältnis zum Merkas Olami und zur Z. V. f. D. sprachen noch Dr. Grünfeld (Würzburg), Dr. Leibowitz (Köln), Alexander Adler (Berlin), Kuflik (Karlsruhe, Offenburg (Hamburg), Frau Möller (Breslau). Rabbiner Dr. Hoff mann (Frankfurt) führte aus: Der Vorwurf der Orthodoxie, der seit einiger Zeit von gewisser Seite gegen den Misrachi erhoben wird, muß mit allem Nachdruck zurückgewiesen werden. Der Misrachi als Weltanschauung steht in Lehre und Leben auf dem Boden des überlieferten und gesetzestreuen Judentums. Er ist nicht weniger gesetzestreu und nicht weniger orthodox als irgendeine andere gesetzestreue Organisation. A. Adler weist darauf hin, daß keiner die Trennung des Misrachi von der Z. V. f. D. ernsthaft wünsche. Die Weiterdebatte befaßt sich mit den organisatorischen und budgetären Fragen. Die Wahl des neuen Zentralbüros erfolgt per Akklamation. Es wurden gewählt: Alexander Adler (Berlin) als Vorsitzender, die Herren: Dr. A. Barth, Lazarus Barth, Eisner, Dr. Grünberg, Dr. Lehmann, Edmund Lewy, Dr. Werner Silberstein, Dr. Sulzberger als Mitglieder des Zentral-Büros. Von der Wahl des Zentral-Komitees wird Abstand genommen; das Zentralbüro wird beauftragt, die Gruppen aufzufordern, die Mitglieder des Zentralkomitees selbst zu bestimmen. Die folgenden Resolutionen wurden vom Delegiertentag angenommen: 1. Protest gegen die Jom- Kippur-Vorgänge an der Klagemauer. 2. Der Delegiertentag macht es allen Misrachisten zur ersten Pflicht, an dem Keren Erez Israel schel Hamisrachi mitzuarbeiten. 3. Der Delegiertentag begrüßt die Wahlen des Leiters der finanziellen und wirtschaftlichen Angelegenheiten in den Merkas Olami durch die Danziger Weltkonferenz. 4. Der Delegiertentag begrüßt die Einigung, die der Merkas Olami mit der Brith Olamith wegen der Beteiligung des Keren Thorah wa-Awodah an den Einkünften des Keren Erez Israel erzielt hat. 5. Der Delegiertentag bedauert, daß es auf der Danziger Weltkonferenz nicht gelungen ist, der Brith Olamith schel Zeire Hechaluz und Poel Hamisrachi einen Platz innerhalb des Merkas einzuräumen. Der deutsche Misrachi hält es für notwendig, daß der Merkas geeignete Schritte unternimmt, um der in der Brith Olamith organisierten Jugend einen Platz in seiner Mitte einzuräumen. 6. Betrifft Arbeit für den Schekel. 7. Betrifft die Arbeit für Keren Hajessod und Keren Kajemeth. 8. Verpflichtung zur Intensivierung der Misrachiarbeit in den Gruppen. 9. Der Delegiertentag beschließt, den Merkas Olami zu veranlassen, im Laufe dieses Winters eventuell im Rahmen von Scheck Abrek einen Meschek Poaloth zu schaffen. 10. Der Delegiertentag des deutschen Misrachi erklärt,, daß die Umbildung der Z. V. f. D. zu einer territorialen Arbeitsgemeinschaft ein dringendes Erfordernis ist. Das Klagemauerproblem vor dem Unterhaus London, 14. November. (JTA.) In der gestrigen Sitzung des Unterhauses beantwortete der Minister für die Kolonien, Amery, die Anfrage des Obersten Kenworthy betreffend die Zwischenfälle an der Klagemauer in Jerusalem. Kenworthy hatte bekanntlich gefragt, wie sich die Regierung zu den neuen Bauausführungen der Araber an und über der Klagemauer verhält, ob sie nicht darin eine Verletzung des Status quo sieht, wenn schon die Aufstellung einer tragbaren Mauer durch die betenden Juden eine Verletzung des Status quo sein soll. Minister Amery erwiderte, die Regierung werde in der Zubau-Frage den Rat der höchsten juridischen Autoritäten in Anspruch nehmen, bevor definitive Entscheidungen getroffen werden. Kenworthy wies noch darauf hin, daß die türkische Regierung niemals Bauänderungen an der Klagemauer erlaubt hat. Sir Frank Sanderson vertrat den arabischen Standpunkt und fragte, ob angesichts der Aktion gewisser Juden die Regierung Schritte unternehmen werde, um die Westmauer vor Akten des Angriffs zu schützen. Fenby fragte, welche Maßnahmen getroffen worden sind, damit die Juden an der ihnen heiligen Stätte ihre Andacht ohne Belästigung ausüben können. Auf diese beiden Fragen erwiderte Minister Sinnvoll in der Konstruktion. — Werden in eigenen Fabriken hergestellt. — Sind formvollendet, dauerhaft und preiswert. — Wir treten für unsere Erzeug-, nisse ein. — Besichtigungu. Auskunft bereitwilligst. nur Theatinerstraße 10 Kataloge gratis! Telephon 93772.

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