Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 46 (16.11.1928)
- Date
- 1928-11-16
- Page
- Seite 735 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 46 Das Jüdische Echo 735 Buchholz (Hamburg) eingeleitet, der „über Aufgaben und Arbeitsmethoden der zionistischen Ortsgruppe“ referierte. Er sprach ausführlich über Stellung der Ortsgruppe zu den zionistischen Fonds, zu den einzelnen zionistischen Gruppen und Parteien innerhalb der Ortsgruppe, behandelte die einzelnen Arbeitszweige, Erziehungsarbeit, Kulturarbeit, Innenarbeit und Jugendarbeit, sowie Frauen- und Werbearbeit. Dr. Buchholz stellte die Forderung auf, daß die Ortsgrupp e n a r b e i t von der aktivsten zionistischen Gruppe geleistet werden müsse und daß die Ortsgruppe die einzige Repräsentation der einheitlichen zionistischen Bewegung sein müsse, die alle Gruppen, Parteien und Bünde in sich bergen müsse. In einem Korreferat sprach Dr. Kanowitz (Berlin) über das Arbeitsprogramm der Z.V.f.D. und über die Technik der Ortsgruppenarbeit. Er wies darauf hin, daß das Maß der geleisteten zionistischen Energie überall im Steigen begriffen sei, daß der Radius der zionistischen Arbeit heute weitergehe denn je und daß man bei besonderen Anlässen, so zuletzt in der Wedgwood-Aktion, immer wieder beobachten konnte, wie groß die Sympathien für Zionismus und Palästinagedanken in allen jüdischen und deutschen politischen Kreisen sei. Das sei nur der hingebungsvollen und kontinuierlichen Arbeit der Ortsgruppen zu verdanken, die unter den schwierigsten Bedingungen ihre Arbeit leisteten. An der Diskussion beteiligten sich Vertreter fast sämtlicher Ortsgruppen. Es wurde eine Reihe von praktischen Vorschlägen der Zentrale für die Weiterführung der Arbeit unterbreitet, die besonders die Ausgestaltung des Informationsdienstes betreffen. Die Tagung fand ihren Abschluß durch ein geselliges Beisammensein im Hause von Herrn Blumenfeld. Im Anschluß an die Konferenz fand eine Sitzung des Landesvorstandes statt, die sich ausschließlich mit Fragen der Gemeindearbeit beschäftigte. Der vorgelegte Entwurf für ein Gemeindeprogramm der Z.V.f.D. wurde nach eingehender Diskussion angenommen; ferner wurden verbindliche Richtlinien für die Vorbereitung zur Durchführung der Gemeindewahlen aufgestellt. Ernst Marcus, ein führender deutscher Philosoph, gestorben Berlin, 6. November. (JTA.) In Essen verstarb in diesen Tagen der hervorragende Repräsentant der deutschen Philosophie der Gegenwart und ehemalige Richter Ernst Marcus im 73. Lebensjahre. Von der Rechtsgelehrsamkeit kam Marcus zur Philosophie und hat sich als philosophischer Autotidakt zu einer führenden Stellung in der Philosophie der Gegenwart emporgeschwungen; er war der beste Interpret der Philosophie Kants, und er hat diese Philosophie durch eine besondere Form ausgebaut. Es gibt in I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, Kostdmetlckereien Burgstraße16/3 Knopflöcher Telephon 22975 mehrereren philosophischen Zentren Arbeitsgemeinschaften, die sich mit dem Lebenswerk von Ernst Marcus befassen. Als Jude wurde Marcus in früheren Jahren der Weg zu einem Lehrstuhl erschwert, in den letzten Jahren aber erstrebte er keine Kathederwirksamkeit mehr, sondern lebte ganz seinem Werke der Erneuerung und des Aufbaus der Kantschen Ideenwelt. Das Zionistische Aktionskomitee für den 20. Dezember nach Berlin einberufen Paris, 11. November. (JTA.) Der Präsident des Zionistischen Aktionskomitees, Herr Leo Motzkin, hat die Mitglieder des Aktionskomitees zu einer außerordentlichen Tagung, die vom 20. bis 24. Dezember 1928 in Berlin stattfinden wird, einberufen. Die Tagung findet auf Ersuchen der Zionistischen Exekutive und im Einvernehmen mit dem Präsidium des Aktionskomitees statt und wird hauptsächlich der Frage der Jewish Agency und den in den Vereinigten Staaten und in anderen Ländern zur Herbeiführung einer endgültigen Konstituierung der Jewish Agency unternommenen Aktionen gewidmet sein. Die Sitzungen werden im Logenhaus, Kleiststraße 10, stattfinden. Lord Plumer tritt in den Ruhestand London, 6. November. (JTA.) Laut einer Mitteilung des Kriegsministeriums ist Feldmarschall Lord Plumer, der frühere Oberkommissar für Palästina, in den Ruhestand getreten und auf Halbsold gesetzt worden. Lord Plumer ist 72 Jahre alt. 1919 wurde er Feldmarschall und Pair. Im Kriege befehligte er das fünfte Armeekorps, dann die zweite Armee in Frankreich und wurde schließlich Oberbefehlshaber des nach Italien entsandten Armeeteils. Der neue amerikanische Präsident Förderer des jüdischen Rettungswerkes in Osteuropa Neuyork, 9. November. (JTA.) Der neue Präsident der Vereinigten Staaten, Herbert Hoover, hat bekanntlich das amerikanische Hilfswerk zugunsten der Notleidenden in den kriegführenden Ländern organisiert und war dann Leiter der American Relief Administration (A. R. A.), die in den ersten Nachkriegsjahren in Rußland und in den übrigen osteuropäischen Ländern unzählige Menschenleben vom Hungertode gerettet hat. Die von Hoover geleitete A. R. A. arbeitete in enger Verbindung mit dem amerikanisch-jüdischen Joint Distribution Committee. Gemeinsam mit Felix M. Warburg arbeitete er in den Vereinigten Staaten an der Aufstellung des Zensus der Nährstoffe und an dem Hilfswerk zugunsten Osteuropas. Im April 1919, nachdem die polnischen Legionäre bei ihrem Einzug in Pinsk 35 angesehene Simson-Supra Dixi Komet “' Lieferwagen 8/40u.12/60 PS 3/15 PS ® Die deutschen Qualitätswaren! Prospekte und Verkauf durch die Vertretung Josef Mayr, München, Thalkirchner Straße 66/70 TndTfs»® B$C