Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 46 (16.11.1928)
- Date
- 1928-11-16
- Page
- Seite 734 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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734 Das Jüdische Echo Nr. 46 Auch Sie erhalten vom Verlag B. Heller postfrei nach Ihrem Wunsche eines der folgenden schönen und bedeutsamen Werke zugestellt, wenn Sie uns den Abonnementsbeitrag von RM. 8.— für 1929 bis spätestens 31. Dezember 1928 einsenden. „Das Ghetfobuch" herausgegeben von A. Landsberger „Volk des Ghetto" herausgegeben von A. Landsberger „Und das Krumme wird gerade" von S. J. Agnon aus dem Hebräischen von Max Strauss, fünf Bilder von Budko „Theodor Herzl" von Leon Kellner „Lehrbuch der hebräischen Sprache" von Moses Rath Neu hinzutrefende Abonnenten, die uns den Bezugspreis für das Jahr 1929 einsenden, erhalten ebenfalls eine dieser Prämien nach ihrem Wunsche und vom Zeitpunkt ihrer Einsendung ab das„Jüdische Echo" gratis bis zum 1. Januar 1929. Die Lieferung der gewünschten Bücher erfolgt nach Maßgabe des Eingangs der Geldsendungen und im Rahmen des vorhandenen Vorrats; es empfiehlt sich also, rasch von unserem Angebot Gebrauch zu machen. bandes, wenn das möglich wäre, übernehmen sollte. Eine besondere Schwierigkeit bildete die Frage des Kölner Lehrerseminars. Da in Berlin ein liberal gerichtetes Institut für Lehrerausbildung existiert, wünschen die Konservativen in Preußen, das Kölner Seminar als konservatives Seminar zu erhalten. Auf der anderen Seite verpflichten die neuen Bindungen mit den süddeutschen Verbänden zur Erhaltung des konservativen Würzburger Seminars. Es wird weiterer Erörterungen darüber bedürfen, ob der preußische Verband das konservative Seminar in Köln erhalten kann, wenn er auch die Verpflichtung übernimmt, den Großteil zur Erhaltung des Würzburger Seminars beizusteuern. Auf einen Antrag Dr. Freunds hin wurde eine Kommission eingesetzt, die die Fragen der Religionslehrer-, der Schächter-, der Kantoren-Ausbildung und ihre Unterbringung in organischem Zusammenhang studieren und prüfen soll. Die Frage der Einberufung einer Konferenz, die die Mischehe-Frage behandeln soll, wurde vertagt. Aus der jüdischen Welt Schändung des jüdischen Friedhofs in Harburg Berlin, 12. November. (JTA.) Friedhofschänder haben auf dem israelitischen Friedhof in Harburg große Verwüstungen angerichtet. Sie haben eine große Anzahl Grabsteine umgeworfen und zum Teil zertrümmert. Es handelt sich anscheinend um halbwüchsige Burschen, die bisher nicht ermittelt werden konnten. Auf die Ergreifung der Täter hat die israelitische Gemeinde eine größere Belohnung ausgesetzt. Dies ist der 64, israelitische Friedhof, den die Antisemiten in Deutschland seit November 1923 geschändet haben! „DAS JÜDISCHE ECHO" Verlag B. Heller München 2 C # Herzog-Max-Straße 4 Postscheck - Konto: Amt München 39 87 Ein Protest der Berliner jüdischen Gemeinde wegen der Vorfälle an der Klagemauer Berlin, 9. November. (JTA.) In der letzten Sitzung der Repräsentantenversammlung der Berliner jüdischen Gemeinde fand eine Resolution einstimmige Annahme, die gegen die Störung des jüdischen Gottesdienstes am höchsten jüdischen Feiertage an der durch die religiösen Gefühle und die historische Vergangenheit für die Juden der ganzen Welt geheiligten Stätte Protest erhebt. Der Gemeindevorstand schloß sich dieser Protestentschließung vollinhaltlich an. Ferner wurden Anträge der liberalen Fraktion über eine größere Nutzbarmachung der Gemeinde-Bibliotheken für die Masse des jüdischen Publikums beraten, ebenso ein Antrag der Jüdischen Volkspartei auf Begründung eines Ledigenheims der jüdischen Gemeinde. Ein weiterer Antrag der Jüdischen Volkspartei auf Schaffung einer gemeinnützigen Krankenversicherung für die jüdische Bevölkerung Berlins wurde einem Ausschuß zur weiteren Beratung überwiesen. Ortsgruppentagung der Z.V.f.D. Berlin, 6. November. (JTA.) Am Sonntag, dem 4. November, fand in Berlin im Gartensaal des Logenhauses, Kleiststraße 10, die vom Delegiertentag der Z.V.f.D. in Breslau beschlossene erste Ortsgruppentagung der Z.V.f.D. statt. Die Tagung war von etwa 120 Teilnehmern aus allen Orten Deutschlands besucht. Auf der Tagesordnung stand ausschließlich die Behandlung der Fragen der Ortsgruppenarbeit und des Arbeitsprogramms im kommenden Winter. Die Tagung wurde eröffnet mit einer Ansprache des Vorsitzenden der Z.V.f.D., Herrn Kurt Blumenfeld, die Diskussion wurde durch ein sehr ausführliches und eingehendes Referat von Dr.