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Das jüdische Echo · 1928-11-02 · 44 (2.11.1928) · p. Seite 696

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
44 (2.11.1928)
Date
1928-11-02
Page
Seite 696 (sequence 4)
Language
German
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696 Das Jüdische Echo Nr. 44 Deutsche Neuwäscherei 0.m.b.H. FELIX BRANDNER » MÜNCHEN Thierschstraße 21 Telefon Nr. 23708 Spezial-Dampfwaschanstalt für Herren-Plättwäschenur Kragen, Manschetten, Vorhemden und Oberhemden. Lieferzeit ca. 8Tage und in seiner Eigenschaft als Leiter der archäologischen Abteilung der Regierung ganz offenkundig in der Klagemauerangelegenheit seine Hand im Spiele hatte, die offene Judenfeindschaft der Leiter der Eisenbahn und der Sanitätsabteilung, das Verhalten des gegenwärtigen Gouverneurs Keith Roach: das alles kann nicht länger so weitergehen, wenn England will, daß man an die Ehrlichkeit seiner Absichten in Palästina glaubt. Sie zu beweisen, hat die Regierung noch ein anderes Mittel in der Hand. Die im Mandat vorgesehene Kommission zur Regelung der Fragen der Heiligen Stätten ist bisher nicht zustande gekommen und wird voraussichtlich so bald nicht zustande kommen, da der Hader der christlichen Konfessionen es verhindert. Das Problem der Klagemauer aber muß unabhängig davon gelöst werden. Das Gesetz gestattet der Regierung, Privateigentum zugunsten öffentlicher Institutionen zu enteignen. Die Klagemauer muß enteignet und uns übergeben werden, um den unwürdigen Zuständen ein Ende zu machen, die in den diesmaligen Vorkommnissen ihren brutalsten, aber bekanntlich nicht ihren einzigen Ausdruck gefunden haben. Betrügen wir uns nicht! Wir werden im Augenblick mit unseren Forderungen nicht durchdringen. Wie eine Krähe der anderen kein Auge aushackt, so tut ein Beamter dem anderen nichts; und Luke hat nicht verfehlt, Keith Roach zu decken. Mehr als das: man hat es gewagt, den Polizeioffizier Duff, der sich seiner Aufgabe so ruhmreich entledigt hat, zu befördern! Mit Recht schreibt Benawi im „Doar Hajom“, daß die hebräische Sprache keinen Ausdruck biete, um dieses Verhalten gebührend zu kennzeichnen. Alle unsere Freunde also, die zum Teil schon die Maipogrome im wahren Sinne des Wortes „mitgemacht“ haben, werden auf ihrem Posten bleiben. Und ob man im Punkte der Klagemauer sich bemühen wird — Luke hat es versprochen —, das bleibt sehr dahingestellt. Aber der Kampf, der mit den großen Demonstrationen zwei Tage nach dem Versöhnungsfest eingesetzt hat, muß fortgeführt werden. Unser gutes Recht und der moralische Wille des jüdischen Volkes sind dabei unsere einzige Waffe. Aber wir glauben, daß der Geist, dem die Balfour- Erklärung entstammt, uns zu Hilfe kommen wird, um der Welt zu beweisen, daß es falsch ist, wenn man England des Wortbruchs bezichtigt. Abermals jüdische Andächtige an der Klagemauer mißhandelt Jerusalem, 21. Oktober. (JTA.) Wiederum sind Juden an der Klagemauer von Arabern mißhandelt worden. Am Sonnabend, 6 Uhr morgens, als sich die ersten jüdischen Andächtigen vor der Klagemauer zum Gottesdienst einfanden, erschien eine Gruppe Araber und forderte die Juden auf, Stühle und andere an der Mauer befindliche Gegenstände zu entfernen. Als die Juden sich weigerten, der Aufforderung Folge zu leisten, fielen die Araber über sie her und verprügelten sie. Ein Jude namens Isaac Misrachi wurde so schwer mit einer Eisenstange geschlagen, daß er schwere Kopfwunden davontrug. Zwei der angreifenden Araber wurden verhaftet und vom Gericht sofort zu je 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie legten gegen das Urteil Berufung ein. Ein Minarett auf der Klagemauer? Jerusalem, 23. Oktober. (JTA.) Hier will man wissen, daß das kleine Gebäude, welches die Moslemiten in den letzten Tagen auf der Klagemauer errichtet haben, als Basis für ein kleines Minarett dienen soll. Ferner heißt es, die Moslemiten beabsichtigen, den Zugang zur Klagemauer durch ein Eisengitter und Tor zu versperren und den Juden nur zu gewissen Stunden den Zutritt zur Mauer zwecks Andacht -zu gestatten. Der Völkerbund und die Frage der palästinischen Staatsländereien Genf, 26. Oktober. (JTA.) Die Erwiderung der britischen Regierung auf das der letzten Sitzung der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes (im Juni d. J.) vorgelegene Memorandum der Zionistischen Organisation bezüglich der Pflicht der britischen Regierung, Staats- und Brachländereien für eine zusammenhängende jüdische Siedlung in Palästina zur Verfügung zu stellen, ist soeben beim Völkerbund deponiert worden. Zu der Frage der Ansiedlung von Juden auf Staatsböden gemäß Artikel 6 des Palästina-Mandates äußert sich die britische Regierung dahin, daß die Palästina-Regierung sich der Pflicht, die ihr Artikel 6 des Mandates auferlegt, wohl bewußt ist, und daß sie, wie es auch das Memorandum der Zionistischen Organisation anerkennt, bestrebt ist, in der Angelegenheit der Beisan-Böden zu einem be- Der neue AUSTRO-DAIMLER 6Cylinder,l2/70PS Eine umwälzende Neukonstruktion Hirschbold K o m m. - G e s. Fernruf 51355 MÜNCHEN Sonnenstr. 19

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