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Das jüdische Echo · 1928-10-26 · 43 (26.10.1928) · p. Seite 688

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
43 (26.10.1928)
Date
1928-10-26
Page
Seite 688 (sequence 12)
Language
German
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688 Das Jüdische Echo Nr. 43 Wer andern eine Freude machen will, abonniere ihnen das „ZELT" — wenn diese „andern” nämlich Kinder sind # Jeder Briefträger nimmt Besfel I ungen entgegen, ebenso der Verlag B. Heller, München Nur Reichsmark 1.20 im Vierteljahr Aus der jüdischen Welk Geheimrat Julius Stern 75 Jahre Berlin, 18. Oktober. (JTA.) Am Montag, dem 22. Oktober, wird Geheimrat Dr. Julius Stern, der Vorsitzende der Repräsentantenversammlung und einstige Vorsitzende des Vorstandes der Berliner jüdischen Gemeinde, fünfundsiebzig Jahre alt. Geheimrat Stern wurde im Jahre 1900 zum stellvertretenden Mitglied des Gemeindevorstandes gewählt und leitete den Schul- und Talmudthora- Vorstand sowie das Waisenhilfswerk der Gemeinde. Er wurde auch mit dem Vorsitz in den Vereinigten Synagogenverbänden betraut. 1911 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindevorstandes gewählt. Nach dem Tode des Kommerzienrates Heinrich Eisner wurde er erster Vorsitzender des Gemeindevorstandes. Im Mai 1926 wurde er auf der Liste der religiösen Mittelpartei zum Mitglied der Repräsentantenversammlung gewählt, die ihn zu ihrem ersten Vorsitzenden machte. Geheimrat Dr. Julius Stern wird, wie wir erfahren, an seinem fünfundsiebzigsten Geburtstage Gegenstand einer besonderen Ehrung seitens der Gemeinde sein. Georg Kareski 50 Jahre Berlin, 18. Oktober. (JTA.) Am Sonntag, dem 21. Oktober, wird der stellvertretende Vorsitzende und Finanzdezernent der Berliner jüdischen Gemeinde, Herr Georg Kareski, fünfzig Jahre alt. Georg Kareski gelangte schon in früher Jugend zu politischer Bedeutung. Er wurde der Führer der deutschen Handelsgehilfen und entwickelte eine MAX NEUMAYER Kraftfahrzeuge! Kaulbachstraße 82 86 (Nähe Siegestor) Telephon 33 8 23—24 OPEL / STUDEBAKER Vertretung — Spezial«Reparatarwerkstätte Günstige Ratenzahlungen umfangreiche sozialpolitische und rednerische Tätigkeit, die ihn durch alle Teile Deutschlands führte. . Im Jahre 1920 entsandte ihn die Jüdische Volkspartei in den Vorstand der Berliner jüdischen Gemeinde, wo er sich als Verwaltungsfachmann von; großem Format erwies. Zum stellvertretenden Vorsitzenden des Gemeindvorstandes und sodann zum Finanzdezernenten gewählt* hat Kareski in beiden 5 Ämtern ungewöhnliche Erfolge erzielen können. Er hat aber auch als der Leiter der Gemeindefinanzen die Bedürfnisse der sozialen und kulturellen Institutionen der Berliner Judenheit erkannt und sich für ihre Erfüllung eingesetzt. — Im Preußischen Landesverband ist Kareski Mitglied des , engeren Rates. Die 6. Landeskonferenz der Poale Zion in Deutschland Berlin, 18. Oktober. (JTA.) Die 6. Landeskonferenz der Poale Zion in Deutschland, die in diesen Tagen in Berlin stattgefunden hat, zeigte das Bild eines ernsten Ringens um die Probleme der Ideologie und Taktik des zionistischen Sozialismus innerhalb der deutschen Poale-Zion-Organi- ’ sation. Die Problem der Weltbewegung behandelte ' das Referat von Chawer Salman Rubaschow. Der Referent gab eine tiefschürfende Analyse der Er- : rungenschaften und zugleich auch der Krise des poale-zionistischen Wirkens auf den drei Haupt- , gebieten der Parteitätigkeit: Internationaler Sozialismus, territoriale Konzentration des jüdischen Volkes durch den Aufbau Palästinas, nationale i Ökonomie. Rubaschow analysierte die Errungenschaften in Palästina und kennzeichnete das bisher < Geleistete als bestandene Probe des Könnens, eine; i jüdische Gemeinschaft auf Grundlage der Arbeit; im Lande zu schaffen. Die Realisation selbst ist es, die uns jetzt bevorsteht und für die die bis jetzt i.j in der Diaspora gesammelten Kräfte weder an Zahl l| noch an Intensität ausreichen. Die Aufgabe der }j nächsten Periode muß es ein, eine neue Vorberei- . j. tungsarbeit im jüdischen Volke durchzuführen, bei || der jeder an seiner Stelle an der ganzen langen; | Front der Diaspora Chaluzarbeit leisten kann. {fl Jüdische Reichsbeamte und -angestellte an den ff Feiertagen dienstfrei vi Berlin, 17. Oktober. (JTA.) (Amtlich.) Wie |! der Herr Reichsminister des Innern der Arbeitsge- \ : meinschaft der jüdischen Landesverbände des Tij Deutschen Reiches mitteilt, ist für die Reichsbe- ,i hörden die Anordnung getroffen worden, daß An- V trägen von Beamten, Angestellten und Arbeitern, f sie zur Befriedigung ihrer religiösen Bedürfnisse f an den drei höchsten jüdischen Feiertagen (den beiden Tagen des Neujahrsfestes und dem Tag T des Versöhnungsfestes) ganz vom Dienst zu befreien, stattzugeben ist, soweit die Dienstverhält- V nisse es irgend gestatten. -jf, Der Zentralverband der deutschen Kurorte gegen;j Rassenhetze Z o p p o t, 16. Oktober. (JTA.) Der Zentralver- : band der deutschen Kurorte und Verkehrsbiiros versandte ein Zirkular an die einzelnen Kurortleitungen, in welchem diese ersucht werden, mit allen Mitteln danach zu streben, den Kurorten Rassenhaßpropaganda fernzuhalten. Die Leipziger jüdische Gemeinde im Goldenen Buch Leipzig, 18. Oktober. (JTA.) Die Israelitische; Religionsgemeinde Leipzig hat sich in das Goldene Buch des Jüdischen Nationalfonds (Keren Kajemeth Lejisrael) eingetragen.

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