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Das jüdische Echo · 1928-10-12 · 41 (12.10.1928) · p. Seite 655

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Journal
Das jüdische Echo
Volume
15 (1928)
Issue
41 (12.10.1928)
Date
1928-10-12
Page
Seite 655 (sequence 15)
Language
German
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Man hat ihm manchmal, wenn man so sagen darf, das „Heidentum“ seiner jüdi- Au» der jüdischen Welt Keren-Hajessod-Tournee Colonel Wedgwoods durch Deutschland und Rumänien Berlin, 8. Oktober. (JTA.) Colonel Wedgwood, Mitglied des britischen Unterhauses und ehemaliger Minister, hat sich, wie schon in früheren Jahren, so auch in diesem Jahre dem Direktorium des Keren Hajessod zur Verfügung gestellt. Er wird im Laufe der Monate Oktober und November Deutschland und Rumänien besuchen und bei vielerlei Veranstaltungen zu Gunsten des Keren Hajessod sprechen. In Deutschland sind solche Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Nürnberg, München, Frankfurt a. M. und Breslau für die zweite Hälfte des Monates Oktober in Aussicht genommen. In Rumänien wird Colonel Wedgwood am 4. November an der Jahreskonferenz -des Keren Hajessod für Altrumänien, sowie arn gleichen Tage an einem Feste des Keren Kajemeth in Bukarest als Redner teilnehmen. Weitere Vorträge werden von ihm in Bukarest, Temesvar, Cluj, Kischinew, Jassy und Czernowitz gehalten werden. Colonel Wedgwood wird auch in Czernowitz an der Jahreskonferenz des Keren Hajessod für die Bukowina teilnehmen. Antisemitischer Vandalismus in Krefeld Berlin, 4. Oktober. (JTA.) Wie der Central- Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens erfährt, wurden in der Nacht vom 1. zum 2. Oktober die neuen Fenster der Synagoge zu Krefeld, die wenige Tage zuvor eingesetzt worden waren, von Bubenhänden eingeworfen. Die Fenster selbst waren nach Entwürfen des Kölner Professors Herrn Thorn-Frikker angefertigt. Pogromhetze der Hitlerleute in Wien Wien, 4. Oktober. (JTA.) Die Wiener nationalsozialistische Arbeiterpartei hat Plakate angeschlagen, in denen zu einer Massenversammlung am heutigen Donnerstag eingeladen wird. Die Versammlung, hieß es in den Plakaten, werde stattfinden, obwohl die „Jüdische Presse“ behaupte, für den 7. Oktober werde in der Leopoldstadl, die von Juden bewohnl wird, ein Pogrom vorbereitet. Die Staatsanwaltschaft hat die Entfernung der Plakate angeordnet und Anklage gegen die Leitung der Hitlerpartei wegen Aufreizung erhoben, da in keiner Wiener Zeitung von einem Pogrom in der Leopoldsladt die Rede war und diese Redewendung als eine indirekte Pogromhetze empfunden werden könne. Hillel Zlatopolski 60 Jahre Paris, 4. Oktober. (JTx\.) In diesen Tagen beging Hillel Zlatopolski seinen 60. Geburtstag. Er eicht mehr die überzog Ursache! - md Halber wird es f Ser Spire * sehen Gedichte vorgeworfen. Was ich Andre Spire viel eher vorwerfen würde, ist, meines Wissens niemals etwas unternommen zu haben, um diesen Irrtum richtigzustellen. Seine „alte Bibel“ hat er oft aufgeschlagen und im Leben, das an manchen Tagen eine Wüste ist, hat er oft „die Stimme, die mitten aus einem brennenden Busch spricht“, gesucht. gehörte noch den alten Chowewe Zion an und arbeitete mit Professor Mandelslamm an dem Ausbau der Zionistischen Organisation in Rußland. Er gehörte öfters dem zionistischen Aktions-Comitee an. Nach dem Kriege siedelte er sich in Paris an und setzte hier seine zionistische Tätigkeit fort. Er ist einer der Gründer des Keren-Hajessod. Vor dem Kriege war er einer der größten Zucker-Industriellen Südrußlands. Vor einiger Zeit wurde er wegen seiner Verdienste um die französische Industrie zum Kavalier der Ehrenlegion ernannt. Die Palästina-Regierung lehnt die Festsetzung eines Minimallohns und eine 50prozentige Beschäftigung jüdischer Arbeiter beim Haifaer Hafenbau ab. — Erklärung Lukes an eine Arbeiter- Delegation Jerusalem, 8. Oktober. (JTA.) Eine Abordnung der jüdischen Arbeiterschaft Palästinas sprach in diesen Tagen bei dem stellvertretenden Oberkommissar für Palästina, H. G. Luke, und dem Direktor für öffentliche Arbeiten vor und erhob dabei die Forderung nach Festsetzung eines Minimallohns und nach Beschäftigung von mindestens 50 Prozent jüdischen Arbeitern beim Hafenbau in Haifa. Herr Luke erwiderte, daß bei den Hafenarbeiten ein Minimallohn nicht festgesetzt werden könne, die Regierung werde aber nicht dulden, daß die Arbeiter Opfer eines Ausbeutungssystems werden. Bei den Hafenarbeiten werden nur palästinische Arbeiter beschäftigt werden, fremde Arbeiter würden nur in ganz unumgänglichen Fällen herangezogen werden. Selbstverständlich werden die jüdischen Arbeiter in einem angemessenen Verhältnis an dem Hafenbau teilnehmen, jedoch könne er eine Basis von 50 Prozent nicht akzeptieren. Der Umfang der Beschäftigung jüdischer Arbeiter wird sich nach den bestehenden Verhältnissen richten müssen. Der Direktor für öffentliche Arbeiten erwiderte, der Bau des Haifa-Hafens sei kein philantropisches Unternehmen. Sollten die Löhne der Hafenarbeiter eine Erhöhung erfahren, so müßte dies ja eine Er höhung der Löhne bei allen anderen öffentlichen Arbeiten der Regierung zur Folge haben. Jüdische Kolonisten von Arabern überfallen. — 18 Araber verhaftet Jerusalem, 1. Oktober. (JTA.) Am 26. September wurden zwei jüdische Kolonisten der Kolonie Nachlath Jaacob beim Pflügen von Arabern, die in der Nachbarschaft der Kolonie wohnen, angegriffen und schwer mißhandelt. Der Zustand eines der Kolonisten namens Schapiro ist ernst. 18 Araber wurden im Zusammenhang mit diesem Zwischenfall verhaftet. MOTORWAGEN K U wV Ar m sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: toll. Winklholer & Söhne * München 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 73844

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