Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 39 (28.9.1928)
- Date
- 1928-09-28
- Page
- Seite 617 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 39 Das Jüdische Echo 617 Nr. 39 :se frage vet-: 'garasation ^1 »mrnen wär“l ns, die nötigen * > denn früher?! > itoß in der er- ■ udischen Volke lIbank forderte,; davon zusam- : [°an: Zurück zu ii. konnte einwen-fj ändates gefehlt » f wir 2000000 ‘? wieviel haben \i ish Agency uns *!m Schekel, au, zionistische Ornationale Hek olk heranzuzie- Rechte geun, der Jewist licht aber polt- und Wirtscha*: daß sie einfach :n können. Mar en, Zollreform. izessionen usv., -ondon, Jerns;-^ ie werden U u $en. Aber selbr ich gegen ek (eit. Zudem k dats. Das Red. en, ist ein po:- : bedeuten & efahr. Selbst en Mängeln beichten &r Masegenteil hoffe', gegenüber d it des jüdische [1 In außerordentlichen Situationen, wenn außerordentliche Mittel erforderlich waren, hielt er es für seine Pflicht, die anderen an der praktischen Arbeit zu beteiligen. Aus äußerlichen Gründen wurde damals das Projekt nicht realisiert. Anderenfalls wäre Herzl zweifellos froh gewesen, nicht nur Lord Rothschild, sondern seinen ganzen Kreis heranzuziehen, so schwach dieser auch mit Palästina verbunden gewesen sein mochte. Jüdische Entwicklung und zionistische Aussichten Es ist eine im wahrsten Sinne zionistische Aufgabe, die Entwicklung der jüdischen Welt aufmerksam zu beobachten und ihr immer und immer wieder den Spiegel vorzuhalten, in dem sie gezwungen ist, ihr eigentliches Wesen zu entdekken — nicht etwa aus reiner Freude an der Erkenntnis, die man hierbei ja kaum empfinden kann, sondern in dem Bewußtsein, daß es nur da, wo man die Situation des Judentums und der Judenheit kennt, möglich ist, den jüdischen, den zionistischen Willen hervorzurufen, der einzig und allein die jüdische Zukunft sichert. Man kann sich nicht leicht jemand vorstellen, der geeigneter wäre, gerade diese Aufgabe zu erfüllen als Kurt Blumenfeld — der Vortrag, den er am Donnerstag, den 20. September, in der Zionistischen Ortsgruppe über „Jüdische Entwicklung und zionistische Aussichten“ hielt, hat es von neuem bewiesen. Blumenfeld sieht einen grundsätzlichen Unterschied zwischen dem jüdischen Leben der Vor- und der Nachkriegszeit. Während in der Zeit vor dem Kriege die jüdische Frage eine individuelle gewesen sei, während damals der Zionismus die Überwindung des jüdischen Minderwertigkeitskomplexes, die Rettung aus der Pariasituation für den einzelnen bedeutet habe, sei in den Jahren nach dem Kriege in allen Ländern des Westens die Entwicklung einer jüdischen Gesellschaft vor sich gegangen; die antisemitische Welle habe damit ihr Ziel: die Isolierung der Juden, weitgehend erreicht. Heute gliedern sich alle jüdischen Schichten dieser jüdischen Gesellschaft ein und jeder einzelne sieht klar in ihr seinen vorgezeichneten Weg; auch jene, die noch vor wenigen Jahren jede „Absonderung“ von den Nichtjuden als ein extrem zionistisches Postulat mit höchster Entrüstung zurückgewiesen hätten, scheuen sich heute nicht, die Befriedigung ihres Ehrgeizes in dieser jüdischen Gesellschaft zu suchen. An vielen einzelnen Beispielen zeigte Blumenfeld, daß in der Tat eine tiefgreifende Wandlung in der Einstellung der jüdischen Mehrheit gegenüber dem Judentum vor sich gegangen ist. Allzu leicht übersehe man diese Neuorientierung; man müsse aber den Mut haben, auch die überwundenen Stadien seiner eigenen Entwicklung zu erkennen. Die jüdische Gesellschaft der Gegenwart sei jedoch in jeder Beziehung unzulänglich; charakterisiert sei sie durch das Fehlen jeder eigent- Nur zufriedene Käufer stützen den guten Ruf und das Ansehen eines Hauses! Ein unzufriedener Kunde schadet mehr als zehn zufriedene nützen. Es ist unser oberster Grundsatz jeden Interessenten für Flügel / Pianos Harmoniums mit der größten Aufmerksamkeit u. mit dem Fachinteresse zu bedienen, als würden wir uns das Instrument selbst anschaffen. — Mängel zeigen sich oft erst nach Jahren. — Unsere Facherfahrung bewahrt unsere Kunden auch nach jahrelangem Spiel vor Enttäuschungen. Als alleinige Niederlage bewährter und führender Marken des Klavier-und Harmoniumbaues sind wir, wie Sie ein Besuch unseres Lagers überzeugen wird, in der Qualität wie in den Zahlungsbedingungen äußerst leistungsfähig. Pianohaus Hirsch am Sendlingcriorplaiz MÜNCHEN / Lindwurmstrahe 1 liehen Lebensgrundlage, jeden Inhalts, in fünf Minuten könne man, wenn es nottue, ihre „Liturgie“ erlernen; das jüdische Bekenntnis, das immer und überall abgegeben werde, sei unverbindlich, da ihm jede Kontrolle durch das Leben fehle. Man lebe auf mehreren Ebenen, erkenne aber durch die Isolierung das jüdische Problem heute sehr viel schlechter als vor dem Kriege, da es nicht mehr so klar zutage liege. Die Reibungen jüdischer und nichtjüdischer Bevölkerung seien durch die Isolierung der Juden großenteils ausgeschaltet, die Spannung zwischen diesen Gruppen würde in vielen Fällen gar nicht mehr empfunden, eine Auseinandersetzung darüber sei dadurch außerordentlich erschwert. Überdies gebe es heute viele Parallelen zum jüdischen Problem, wie etwa das allgemeine Großstadtproblem; infolgedessen werde die jüdische Frage als spezifische nicht mehr anerkannt. So sei es besonders notwendig, dieser jüdischen Gesellschaft die Unzulänglichkeit ihres Gesamtorganismus wieder und wieder zu beweisen. Das Gefühl für diese Unzulänglichkeit sei ja bereits in weiten Kreisen erwacht, vor üü Wanderer MOTORWAGEN sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: lob. Winklhofer & Söhne * München 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 73844