Das jüdische Echo
- Journal
- Das jüdische Echo
- Volume
- 15 (1928)
- Issue
- 33 (17.8.1928)
- Date
- 1928-08-17
- Page
- Seite 520 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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520 Das Jüdische Echo Nr. 35 Tagung des Makkabi-Weltver* bandes In Brünn Brünn, 7. August. (JTA.) Der Weltverband der Turn- und Sportvereine „Makkabi“, in welchem ungefähr 30 000 sporttreibende junge Juden organisiert sind, hielt am 5. August in Brünn eine Tagung ab, die von Direktor Spiegler (Wien) geleitet wurde. Es waren Vertreter aus Deutschland, Österreich, Tschechoslowakei, Rumänien, Polen, Litauen erschienen. Die Landesverbände der Schweiz, Palästinas, Jugoslawiens und Ungarns hatten Begrüßungsschreiben gesandt. Dr. Karl Sonnenfeld (Brünn) erstattete den Bericht über die Tätigkeit des Makkabi-Weltverbandes. Der im Jahre 1925 begründete Verband, dessen Hauptsitz sich ursprünglich in Wien befand, hatte mit großen organisatorischen Schwierigkeiten zu kämpfen, 1927 wurde die Zentrale nach Brünn verlegt. Der Referent wies auf die Leistungen des Makkabi auf dem Gebiete der körperlichen und sporttechnischen Ertüchtigung der Jugend hin und bezeichnete die kulturelle und nationale Erfassung der Juden als das zentrale Problem der Makkabi- Arbeit. Er forderte demgemäß engsten Anschluß an die Zionistische Organisation. Er betonte die Notwendigkeit, die in palästinischen Kreisen zwischen dem „Poel“ und dem „Makkabi“ entstandene politische Spaltung zu beseitigen. — Dr. Spiegler (Wien) berichtete über seine Amerikareise. Die amerikanisch-jüdische Turnerschaft lehne einen Anschluß an den Makkabi-Weltverband vorläufig ab, da der Verband ihr nicht genügend fest erscheine. — Nach den Berichten der einzelnen Kreisvertreter begann die allgemeine Aussprache. Da einzelne Vertreter sich gegen den organisatorischen Anschluß an die Zionistische Organisation wenden, wird diese Frage der neuen Leitung zur Behandlung überwiesen. Dr. Földes (Wien) gab Aufschlüsse über die infolge der Hakoah-Krise entstandene Krise der jüdischen Sportbewegung, die dadurch behoben werden könne, daß die Professional-Mannschaft der Hakoah aufgelöst würde. Die Tagung beschloß, das Zentralsekretariat des Makkabi-Weltverbandes nach Berlin zu verlegen und eine Reorganisationskommission einzusetzen, die für das Jahr 1929 eine Makkabi-Welttagung einzuberufen und gleichzeitig ein Turnfest vorzubereiten haben wird. Ein Antrag, eine Anlehnung an die Bnei-Brith-Logen zu erstreben, wurde abgelehnt. Die Leitung wurde beauftragt, mit dem Kreis Bulgarien, der den Anschluß an die Zionistische Organisation zur Bedingung seines Eintrittes in den Weltverband macht, Verhandlungen zu führen und ferner die Verhältnisse in den palästinischen Makkabi-Kreisen genau zu verfolgen. Die 30 auswärtigen Delegierten besuchten nach Schluß der Konferenz die Siedlung des tschechoslowakischen Makkabi-Kreises in Blansko bei Brünn. I. MÜNCHENER PLISSEE-BRENNEREI FRANZ QRUBER, MÜNCHEN- Hohlsaum, Knöpfe, Endeln, Kanten, Kostümstickereien Burgstraßei6/3 Knopflöcher Telephon 22975 Die Vier"Millionen"DolIar~ Anleihe des Jüdischen Nationalionds gesichert Paris, 10. August. (JTA.) Herr Marec Schwarz hat in diesen Tagen in Paris die Verhandlungen mit dem Repräsentanten der Firma Messrs. Kelly öl Conders, Herrn Don M. Kelly, über die Durchführung einer Anleihe von vier Millionen Dollar für das jüdische Aufbauwerk in Palästina zum Abschluß gebracht. Wie der JTA. aus zuverlässiger Quelle mitgeteilt wird, erscheint die Anleihe gesichert; sie wird von der Firma Messrs. Kelly öl Conders Mitte September d. J. aufgelegt werden. Wie schon mitgeteilt, weilte Herr Marec Schwarz vor kurzem in Palästina, wo er mit den Direktoren des Jüdischen Nationalfonds über die Bedingungen der geplanten Anleihe Besprechungen gepflogen hat. Das Direktorium hat den folgenden Bedingungen zugestimmt: Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt innerhalb 20 Jahren, der Zinsendienst beträgt 6,5 Prozent. Die Hälfte des Anleihebetrages fließt dem Jüdischen Nationalfonds für Zwecke des Bodenkauf, die andere Hälfte der Zionistischen Exekutive für Konsolidierungsarbeit in Palästina zu. Aus der jüdischen Welt Von der .Misrachi-Konferenz in Danzig Danzig, 13. August. (JTA.) Am 19. August wird im „Schützenhaus“ zu Danzig die Weltkonferenz der zionistischen Organisation „Misrachi“ eröffnet werden; die Tagungsdauer ist auf vier Tage berechnet. Es hat sich ein Empfangskomitee gebildet, dem der Präsident der Danziger Jüdischen Gemeinde, Justizrat Fabian, Bankdirektor Heidenfeld, Rabbiner Segalowitsch, der Präsident der Zionistischen Organisation von Danzig, Dr. Segall und Rabbiner Hein aus Zoppot angehören. Die diplomatischen und konsularischen Vertreter im Freistaat und der Kommissar des Völkerbundes wurden zu der Eröffnungssitzung eingeladen. Man erwartet das Eintreffen von etwa 150 Delegierten aus Palästina, Polen, England, Deutschland, Belgien, Litauen, Lettland und anderen europäischen Ländern. Eine besonders hohe Zahl von Delegierten wird diesmal aus Amerika erwartet. Der Generalsekretär des Welt-Misrachi, Herr Brzeszinsky, ist aus Palästina bereits in Danzig eingetroffen. Im Zusammenhang mit der Weltkon- Wanderer MOTORWAGEN sind in Qualität und Leistung unerreicht. Verkauf durch: loh. Winklholer & Söhne * Manchen 50 Forstenrieder Straße 53 / Telephon 73 448